13. Mai 2021

Hochschulpreis des Bayerischen Baugewerbes geht an Felix Sirtl

München (pm) – Die Stiftung Berufsförderung Bayerisches Baugewerbe schreibt jährlich den Hochschulpreis des Bayerischen Baugewerbes aus. Herausragende Bachelor- und Masterarbeiten der Fachrichtung Bauingenieurwesen mit hohem Praxisbezug für die Anwendung in Unternehmen der klein- und mittelständisch geprägten Bauwirtschaft werden ausgezeichnet. Der Preis wurde 2021 zum 13. Mal vergeben.

In diesem Jahr wurden insgesamt 16 Bachelor- und Masterarbeiten von
• der Technischen Universität München,
• der Universität der Bundeswehr München,
• der Hochschule für angewandte Wissenschaften München,
• der Hochschule Coburg,
• der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg und
• der Technischen Hochschule Nürnberg Georg-Simon-Ohm
eingereicht. Aus den 16 Arbeiten hat der Wettbewerbsausschuss entschieden, 3 Arbeiten mit einem Geldpreis und 13 Arbeiten mit einer Teilnahmeurkunde auszuzeichnen.

Mit dem 1. Preis und einem Preisgeld von 3.000 Euro wurde Felix Sirtl für seine Bachelorarbeit „Erweiterte Imperative Modellprüfung – Ein visueller Programmieransatz für eine benutzerfreundliche MVD Generierung und Validierung“ ausgezeichnet. Sirtl hat ein Tool entwickelt, um relevante Informationen aus digitalen Gebäudemodellen zu finden und zu prüfen. Damit leistet er einen Beitrag zur Lösung der immer noch verbreiteten Schnittstellenproblematik bei der Anwendung von BIM in den baugewerblichen Unternehmen.

Christine Braun erhielt für ihre Bachelorarbeit „Zur Genauigkeit der Carbonatisierungstiefe von Beton“ den 2. Preis und ein Preisgeld von 2.000 Euro. Phenolphthalein, wichtigster Indikator zur Prüfung der Carbonatisierungstiefe von Beton, wurde bereits 2009 als krebserregend eingestuft. Braun untersuchte in Ihrer Arbeit neue Stoffe und Messverfahren auf natürlicher Basis um Phenolphthalein zu ersetzen. Die Arbeit ist ein Beitrag zum Gesundheitsschutz im Bauwesen und zur Bauwerkserhaltung (Graue Energie).

Lena Rappert konnte mit ihrer Bachelorarbeit „Trittschallübertragung von Stahlbeton-Bodenplatten in darüberliegende, schutzbedürftige Räume“ den 3. Preis gewinnen und sich über ein Preisgeld von 1.000 Euro freuen. Für die Übertragung von Trittschall in darüber liegende Räume gibt es noch kein normiertes Berechnungsverfahren. Die Arbeit erarbeitet Grundlagen auf dem für die baugewerblichen Betriebe wichtigen Feld des Schallschutzes.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Preisverleihungsfeier im Oskar von Miller Forum in München erstmals digital als Online-Stream durchgeführt. Dafür haben die Studenten eigens dreiminütige Videos erarbeitet in denen sie ihre Arbeit präsentieren. Die Videos wurden während der Preisverleihungsfeier in vier Blöcken zu den Themen „Werkstoffe“, „Graue Energie“, „Digitalisierung im Baugewerbe“ und „Bauphysik, Baumechanik“ präsentiert. Die Filme ergeben in ihrer Gesamtheit einen guten Überblick über die Lehre und Forschung im Bereich dieser baugewerblich wichtigen Themenfelder. Die vollständige Aufzeichnung der Preisverleihung und eine Broschüre mit den Kurzversionen der eingereichten Arbeiten sind noch für ein Jahr unter
www.hochschulpreis-bayern.de für jedermann zu sehen.

Pressemitteilung: Landesverband Bayerischer Bauinnungen