30. November 2021

Hochqualifizierte Verstärkung für das Institut Digitales Bauen der FHNW

Muttenz (pm) – Das Institut Digitales Bauen der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW erhält internationale, hochqualifizierte Verstärkung: Dr. Margarete Olender, Dr. Jürgen Hackl sowie Peter Scherer bringen ihre Erfahrungen und Kompetenzen künftig als Professor:innen in Lehre und Forschung ein und bereichern damit das einzigartige und zukunftsweisende Angebot des Instituts.

Knapp vier Jahre nach seiner Gründung, im Januar 2018, wächst das Institut Digitales Bauen der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW weiter und braucht deshalb dringend Verstärkung sowohl in Lehre und Forschung, als auch personell und thematisch. Aufgrund der hohen Nachfrage der einzigartigen und zukunftsorientierten Aus- und Weiterbildungsangebote des Instituts, besteht der Bedarf nach Lehrkräften, die neue Fähigkeiten einbringen und mit ihren Visionen die Zukunft der Baubranche mitgestalten.

Dr. Margarete Olender ist promovierte Architektin und wird als Professorin für digitales Bauen ihren Fokus auf integrierte Prozesse legen. Mit ihrer langjährigen Praxiserfahrung in der Generalplanung von anspruchsvollen Grossprojekten ist sie Expertin für die enge inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachexpert:innen im Planungs- und Bauprozess. Sie greift hierbei auf die Grundprinzipien des Lean Thinking zur Förderung der integrativen Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligter Akteure zurück. Ihre Forschung wird sich auf die Untersuchung und Entwicklung von Methoden, die in integrierten Prozessen zur Anwendung kommen, konzentrieren. Die Vermittlung von Kompetenzen, Methoden und Strategien zur Beherrschung komplexer Gefüge von interagierenden Prozessen werden Kern ihrer Lehre sein.

Dr. Jürgen Hackl ist promovierter Bauingenieur, aktuell Assistenzprofessor an der University of Liverpool sowie Mitglied der Data Analytics Group an der Universität Zürich und wird als Professor für Digitales Bauen – Fokus Data Analytics & Solution Design – dazu beitragen, mit Hilfe von Daten neue Lösungen zu entwickeln. Seine Forschungsinteressen liegen in komplexen urbanen Systemen und umfassen sowohl Computermodellierung als auch Netzwerkwissenschaft. Derzeit arbeitet er an der Kombination von Computermodellen und realen Systemen, auch bekannt als digitale Zwillinge, um neue Möglichkeiten für die Planung, den Entwurf, den Bau, den Betrieb und die Wartung komplexer städtischer Systeme zu schaffen. Für herausragende Beiträge im Bereich der Infrastrukturforschung wurde er 2019 mit dem Förderpreis Bau und Infrastruktur und 2020 mit der ETH-Medaille ausgezeichnet. Um dieses Wissen in die Industrie zu transferieren, hat er das Start-up Carmentae Infrastructure Management mitgegründet, das Infrastrukturmanager bei ihren Entscheidungsprozessen unterstützt. Darüber hinaus setzt er sich seit langem für eine nachhaltige digitale Welt ein, indem er verschiedene Open-Source-Projekte entwickelt und betreut.

Peter Scherer leitet neben seiner beratenden Praxistätigkeit seit 2017 die Weiterbildungen des Instituts Digitales Bauen und wird künftig als Professor für Digitales Bauen den Master of Advanced Studies und das VDC Certification Program qualitativ und quantitativ weiterentwickeln. Er studierte Gebäudetechnik und hat sich an der FHNW sowie an der Stanford University im Bereich VDC weitergebildet. Durch seine Nähe zur planenden und ausführenden Praxis kennt er die Bedürfnisse der Schweizer Bau- und Immobilienbranche, welche er mit einem international anerkannten Weiterbildungsangebot voranbringen will. Für ihn spielt die ständige Weiterbildung der Fach- und Führungskräfte eine zentrale Rolle, damit die Arbeitsweisen im Bau- und Immobilienwesen fit für die heutigen und künftigen Herausforderungen sind. Weiter ist er Co-Organisator der European VDC Conference und hat die Bücher «beyond VDC» und «BIM im Bauunternehmen» als Autor wesentlich geprägt.

Rund 200 Personen nehmen jährlich an Weiterbildungsangeboten des Instituts Digitales Bauen teil, dazu kommen die Studierenden im Masterstudiengang MSc FHNW Virtual Design and Construction. Ausserdem ist das Thema Digitales Bauen Bestandteil jedes Ausbildungslehrgangs an der Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik FHNW. Die Kompetenzen, welche die neuen Professor:innen einbringen, kommt damit allen Studierenden und Weiterbildungsteilnehmenden der Hochschule zugute.

«Wir sind am Puls der Zeit und sehr gut unterwegs. Doch wollen wir nicht stehen bleiben, sondern stets weiter vorangehen in zukunftsträchtige Felder», sagt Professor Manfred Huber, Leiter Institut Digitales Bauen. Besonders freut ihn, dass es gelungen ist, solch qualifizierte, aufstrebende junge Persönlichkeiten für die FHNW gewinnen zu können: «Das ist für uns unheimlich interessant und sie haben wiederum die Möglichkeit, inter- und transdisziplinär zu lehren und zu forschen. Gemeinsam haben wir die Chance, an der Vision einer Bauwelt von morgen zu arbeiten.»

Pressemitteilung: Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW