25. Mai 2024

Hersteller erwarten bis 2026 mehr KI am Bau – doch kaum jemand ist vorbereitet

Düsseldorf (pm) – Kaum ein Thema ist so allgegenwärtig wie Künstliche Intelligenz (KI) – dazu hat nicht zuletzt der Hype um ChatGPT beigetragen. Aber auch in vielen anderen Bereichen, etwa beim praktischen Einsatz auf der Baustelle, stehen KI-Anwendungen bereits auf der Schwelle und haben ohne Zweifel das Zeug dazu, das Bauen von Grund auf zu revolutionieren. Das ist zumindest die Sicht der von BauInfoConsult befragten Hersteller aus der Baustoff- und Installationsmaterialindustrie, die bereits 2026 vielfältige KI-Anwendungen in der Baupraxis erwarten. Das Verblüffende dabei: Die klare Mehrheit der Befragten aus Geschäftsleitung, Marketing und Vertrieb muss zugeben, dass ihr eigenes Unternehmen noch keineswegs angemessen auf diese Entwicklung vorbereitet ist.

BauInfoConsult hat bei 65 Unternehmen der deutschen Baustoffindustrie in Online-Interviews nachgefragt, welche Erwartungen sie an die KI-Nachfrage haben. Der Befund ist eindeutig: Jedes zweite Unternehmen bis 2026 die Anwendung einer datenbasierten Optimierung beim Einsatz von Material. Häufig werden auch projektdatenbasierte Automatisierungstools bei Bauplanung und Kalkulation und datenbasiert optimierte Bauzeiten binnen zwei Jahren erwartet. Aber auch bei Marketing und Kommunikation (z. B. beim Kundenbeziehungsmanagement) rechnen viele aus dem Marketingmanagement mit dem baldigen Einsatz von KI.

Auch bei KI gilt offenbar: viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt (bzw. vorbereitet)

Umso erstaunlicher ist es, dass die meisten Hersteller in Bezug auf das eigene Unternehmen verneinen müssen, bereits auf den verstärkten Bau-KI-Einsatz binnen zwei Jahren vorbereitet zu sein. So muss jeder zweite Betrieb einräumen, zum überwiegenden Teil oder überhaupt nicht auf den verstärkten Einsatz von KI in der Branche vorbereitet zu sein. Ein Viertel der Befragten nimmt immerhin großteils für die eigene Firma in Anspruch, dass KI-Konformität intern bereits in den Startlöchern steht.

Quelle: BauInfoConsult GmbH