15. Juli 2024

HAWK bekommt neuen Forschungsbau in Göttingen

Haushaltsausschuss des Landtags gibt rund 4.6 Millionen Euro frei

(c) HTP – Hidde Timmermann Architekten GmbH

Hildesheim (pm) – Die HAWK bekommt ein neues Forschungsgebäude auf den Göttinger Zietenterrassen. Dafür hat der Haushaltsausschuss des Niedersächsischen Landtags heute rund 4,6 Millionen Euro freigegeben. In dem Forschungsbau wird die HAWK ihre Forschung für angewandte Plasma- und Laser-Medizintechnik ausbauen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den vier Bereichen Plasmamedizintechnik, Lasermedizintechnik, Funktionale biokompatible Beschichtungen und Hygiene.

Mit dem Bau des mehr als 500 Quadratmeter großen Gebäudes soll im Herbst dieses Jahres begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2019 geplant. Das Gebäude, das zur HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik gehört, entsteht auf dem ehemaligen Exerzierplatz gegenüber dem Fraunhofer Anwendungszentrum. Rund vier Millionen Euro werden auf den Bau entfallen und 0,6 Millionen Euro auf zwei anzuschaffende Forschungsgroßgeräte. Die Kosten verteilen sich anteilsmäßig auf EU-Mittel, Landesmittel und Eigenmittel der Hochschule.

Die neue Forschungsinfrastruktur am Standort Göttingen ergänzt strategisch eine Reihe von auf die Medizintechnik ausgerichteten wissenschaftlichen, akademischen und infrastrukturellen Maßnahmen, wie z.B. den bundesweit einmaligen Gesundheitscampus Göttingen, eine Kooperation der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der HAWK.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler betont: „Die zusätzlichen räumlichen Kapazitäten ermöglichen es, die bestehenden Forschungsaktivitäten der HAWK in Göttingen auszubauen und zu intensivieren. Der neue Forschungsbau flankiert hervorragend das laufende Forschungsprojekt aus der Fördermaßnahme FH-Impuls des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Mit den aktuellen und neuen Forschungskapazitäten bestehen somit auch exzellente Möglichkeiten, Forschung und auch Transfer in Niedersachsen zu stärken.“

HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy ist sicher, dass sich diese Investition des Landes in die HAWK-Forschung insbesondere im Bereich Medizintechnik auszahlen wird: „Die Ergebnisse sind schon jetzt national wie international von Bedeutung. Aber sie werden deutlich auch zur Weiterentwicklung des Gesundheitscampus Göttingen beitragen und insgesamt unsere Möglichkeiten weiter verbessern, wissenschaftliche Erkenntnisse in die regionale Wirtschaft zu transferieren – ganz nach unserem Ziel: HAWK-Forscherinnen und -Forscher als Ideengeber/innen und Problemlöser/innen für die Region.“

„In dem Gebäude werden wir anwendungsorientiert forschen, die Ergebnisse in niedersächsische Unternehmen transferieren und das alles zum Wohle der Menschen“, sagt Prof. apl. Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Vizepräsident für Forschung und Transfer an der HAWK.

Die Plasma- und Lasertechnologie gilt als Schlüssel- und Querschnittstechnologie, die zum Teil seit Jahrzehnten in verschiedenen Branchen bei der Herstellung oder Veredelung von Produkten zum Einsatz kommt. Es besteht hier ein enormes Transfer- und Umsetzungspotential – sowohl um auf plasma- und lasertechnologischer Basis innovative Technologien und Produkte zu schaffen, als auch bestehende Verfahren und Prozesse zu optimieren und aufzuwerten.

Pressemitteilung: HAWK