15. August 2022

Hamburg: Ein Mobilitätshub für die Elbinsel

(c) Hamburger Hochbahn AG

Hamburg (pm) – Direkt an die S-Bahn-Station Veddel angeschlossen soll auf einer 20.000 Quadratmeter großen Fläche ein Mobilitätshub entstehen. Mit dem Mobilitätshub entsteht eine moderne neue Busumsteigeanlage und geht eine deutliche städtebauliche und verkehrliche Aufwertung einher. Kernstück des Hubs wird ein neuer Busbetriebshof der Hochbahn mit einer Kapazität für 160 Busse und einer Wartungswerkstatt. Der Mobilitätshub soll aber nicht nur wichtige operative Funktionen für die Hochbahn übernehmen, sondern auch die Alternativen zum privaten PKW für die Menschen im Süden der Stadt deutlich verbessern – und bündeln. Entsprechende Pläne haben Vertreter der Verkehrsbehörde und der Hochbahn heute im Ausschuss Elbbrücken des Bezirks Mitte vorgestellt.

Die an den Betriebshof angeschlossene Busumsteigeanlage soll dabei durch einen hvv switch-Punkt mit modernen Verkehrsangeboten wie Carsharing, MOIA oder StadtRAD ergänzt werden und so alle modernen Mobilitätsangebote unter ein Dach bringen. Es werden rund 600 Stellplätze für Bike+Ride geschaffen. Auch Gewerbeflächen zur Nahversorgung sollen an den Mobilitätshub angeschlossen werden. In der Tiefgarage befinden sich Stellplätze für den Betriebshof und das Gewerbe sowie optional Stellplätze für P+R.

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Der Mobilitätshub auf der Elbinsel wird die Mobilitätswende in Hamburg richtig voranbringen. Natürlich wird der Busbetriebshof für die Hochbahn eine sehr wichtige operative Funktion erfüllen, um zukünftig den Hamburg-Takt anbieten zu können. Wir nutzen die Lage direkt an der S-Bahn Veddel aber gleichzeitig, um ein ganzes Bündel an Mobilitätslösungen an einem Platz anzubieten: Ob Carsharing oder Leihrad, die Menschen werden hier eine sehr gute Auswahl an Mobilitätslösungen abseits des privaten PKWs haben. Solche Alternativen in der gesamten Stadt zu schaffen, ist eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Mobilitätswende.“

Ralf Neubauer, Leiter Bezirksamt Hamburg-Mitte: „Mit der städtebaulichen Entwicklung des Stadteingangs Elbbrücken wird in den kommenden Jahren insbesondere auch der Stadtteil Veddel von neuen Angeboten zu Stärkung seiner Infrastruktur – zum Beispiel in den Bereichen Einzelhandel oder medizinische Versorgung – profitieren. Aber auch, die Ansiedelung von nachhaltigen Arbeitsplätzen, behutsamer Wohnungsbau oder neue Möglichkeiten für den Kultur- und Kreativsektor gehören zum Rahmenplan. Komplettiert wird dies durch die Implementierung von cleveren Mobilitätslösungen.

Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender Hochbahn: „Erstmalig bauen wir einen Betriebshof in die Höhe – vier Stockwerke mit Rampen verbunden. Das schafft Platz für den Busbetrieb, aber auch für alle anderen Mobilitätsangebote. Das Umsteigen zwischen verschiedenen Angeboten wird einfach und attraktiv. Die größere Busumsteigeanlage bietet auch die Voraussetzung für eine engere Taktung von Buslinien und eine bessere Anbindung der Elbinsel an die Innenstadt.“

Ab dem 26. Januar startet auf www.hochbahn.de/elbinseln der Online-Dialog. Parallel dazu wird das Projekt dann im Stadtteil den Menschen vor Ort vorgestellt werden. Noch im Frühjahr starten Stadt und Hochbahn einen Architekturwettbewerb, in den auch Ergebnisse des Bürgerbeteiligungsprozesses einfließen. Der Baubeginn ist für 2025 geplant, die Inbetriebnahme für 2029.

Pressemitteilung: Behörde für Verkehr und Mobilitätswende Hamburg