26. Oktober 2021

Gutachten zu Sofortprogramm im Gebäudesektor: Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) pflichtet Kritik des Expertenrats für Klimafragen bei

Berlin (pm) – Das aktuelle Gutachten des Expertenrats für Klimafragen, der bei Überschreitungen der sektorspezifischen CO2-Jahresemissionsmengen auf den Plan gerufen wird, gibt den Bedenken des Bundesumweltministeriums Recht. Das Sofortprogramm mit einer alleinigen Aufstockung der Fördergelder reiche für die Einhaltung der Klimaschutzziele im Gebäudesektor nicht aus.

Wirkung des Sofortprogramms überschätzt

Der Expertenrat befürwortet die Aufstockung der Fördermittel, hält die Effekte des Programms, das die zuständigen Ministerien mit einer Einsparung von 2 Mio. t CO2 beziffern, jedoch für überschätzt.

Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG), erklärt diesbezüglich: „Die Bewertung des Expertenrats für Klimafragen war vorhersehbar. Das Sofortprogramm muss leider als ambitionslos bezeichnet werden, trotz der erhöhten Fördersummen. Notwendig ist daher ein Fokus auf Maßnahmen, die sich verhältnismäßig schnell umsetzen lassen und gleichzeitig massiv auf die Klimaschutzziele einzahlen.“

Die „schlechtesten“ Gebäude zuerst sanieren

Der BuVEG plädiert im Rahmen des Sofortprogramms dafür, sich bei den energetischen Modernisierungen stärker auf besonders alte Gebäude zu fokussieren, so genannte Worst Performance Buildings (WPB), da diese ein besonders hohes und vergleichsweise schnell zu hebendes CO2-Einsparpotential bieten.

„Wichtig ist dabei natürlich, dass die Gebäude entsprechend umfassend saniert werden. Der Effekt wird uns Recht geben, hier schlummert ein großes Potenzial, das schnell gehoben werden kann und muss“, erörtert Jan Peter Hinrichs.

Pressemitteilung: BuVEG – Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle