25. Mai 2024

Grundsteinlegung am degewo-Klimahaus in Treptow-Köpenick: Berliner Unternehmen geht neue Wege beim klimafreundlichen Neubau

v.l.n.r.: Dr. Rolf Bösinger (SPD), Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen; Sandra Wehrmann, Vorstand, degewo AG, Berlin; Oliver Igel (SPD), Bezirksbürgermeister von Berlin Treptow-Köpenick; Nevzat Köstek, Geschäftsführender Gesellschafter, BATEG Berlin; Stephan Machulik (SPD), Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, Berlin; Christoph Beck, Vorstand, degewo AG, Berlin. Fotonachweis: degewo

Berlin (pm) – Wie können die Anforderungen an Klimaschutz und Nachhaltigkeit im kommunalen Wohnungsbau umgesetzt werden? Diese Frage beantwortet degewo mit dem Bau des Klimahauses an der Ecke Salvador-Allende-/Pablo-Neruda-Strasse in Berlin Treptow-Köpenick. An dem Energieeffizienzhaus 40 mit Nachhaltigkeitsklasse, für das am 08. Mai 2024 feierlich der Grundstein gelegt wurde, will degewo Erfahrungen für den zukünftigen klimafreundlichen, nachhaltigen und vor allem bezahlbaren Neubau sammeln. degewo schafft mit dem neuen Gebäude 112 neue Wohnungen und eine Gewerbeeinheit. Die Fertigstellung ist für den Sommer 2025 geplant.

Bei dem von der roedig.schop architekten PartG mbH entworfenen und von der BATEG GmbH realisierten Projekt liegt der Fokus besonders auf nachhaltigen Materialien, grüner Energie, Dachbegrünung sowie E-Mobilität. Der achtgeschossige Bau entsteht in der nachhaltigen Holzhybridbauweise und verfügt über ein offenes Erdgeschoss, das zum großen Teil als Garage mit Stellplätzen für 37 PKW, 3 Motorräder und 140 Fahrräder dient. Die PKW-Stellplätze werden für die Einrichtung von E-Ladesäulen vorbereitet. Ein um bis zu vier Meter hervorstehendes Vordach trennt das Erdgeschoss von den darüber liegenden sieben Wohngeschossen. Auf dem Dach erzeugen Solarzellen grüne Energie und ein kluges System aus Regenwassermanagement und intensiver Dachbegrünung sorgt für Resilienz gegenüber Starkregenereignissen, eine Verbesserung der Luftqualität und bietet wertvollen Lebensraum für Insekten.

Visualisierung: Ansicht Klimahaus Salvador-Allende-Straße 5, Copyright: BATEG

Dr. Rolf Bösinger (SPD), Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum. Das hat absolute Priorität. Wir fördern den Wohnungsbau mit Milliarden und achten dabei aber darauf, dass das, was damit gebaut wird, auch bezahlbar und klimaschonend ist. Kommunale Unternehmen wie die degewo sind dabei ganz entscheidend. Sie bringen den Wohnraum nicht nur in die Fläche, sondern modernisieren auch viel. Mit dem Klimahaus geht die degewo noch einen mutigen Schritt weiter. Hier wird klimafreundlicher Neubau zu bezahlbaren Preisen und nach den Qualitätsmaßstäben des BMWSB-Qualitätssiegels Nachhaltiges Bauen gezeigt. Dieses Engagement begrüße ich sehr und würde mich freuen, wenn es bundesweit Schule macht.“

Stephan Machulik (SPD), Staatssekretär für Wohnen und Mieterschutz, Berlin: „Mit dem Klimahaus stellt degewo eindrucksvoll unter Beweis, dass sie die nötige Innovationskraft hat, um nachhaltigen und energieeffizienten Wohnraum zu bezahlbaren Preisen zur Verfügung zu stellen. Das Ziel Berlins bis zum Jahr 2045 Klimaneutralität im Gebäudebestand zu erreichen, rückt durch Projekte wie das degewo-Klimahaus in greifbare Nähe.“

Sandra Wehrmann, Vorstandsmitglied bei degewo: „Der innovative Einsatz nachhaltiger Baumaterialien, grüner Energiegewinnung und Dachbegrünung ermöglicht beim degewo-Klimahaus eine besonders nachhaltige Bauweise, die den ökologischen Fußabdruck des Gebäudes wegweisend verringert. Dieses Pilotprojekt liefert uns wertvolle Erkenntnisse für den klimaschützenden Neubau der Zukunft „

Quelle: degewo