6. Juli 2020

gif: Büro- und Investmentmärkte Deutschland – Positiver Ausblick ohne Euphorie

gif/CRES Consensus-Büromarktprognose II/2018

Wiesbaden (pm) – Die deutschen Bürovermietungs- und Investmentmärkte zeigen sich unverändert in sehr guter Verfassung. Besonders positiv sind die Vorhersagen für den Leerstandsabbau in Frankfurt und die Mietentwicklung in Berlin. Für das kommende Jahr sehen die Prognostiker in der aktuellen Herbstumfrage von gif e.V. und CRES eine abnehmende Dynamik. Insbesondere die Spitzenrenditen werden stabil bleiben. Daran ändern auch die positiven Prognosen für die Büromietmärkte in den Top-5-Standorten nichts: Die Leerstandsraten werden weiter sinken, die Spitzenmieten steigen. Unter dem Strich steigen damit auch die Kapitalwerte.

Spitzenrenditen

Berlin hat einen historischen Tiefstwert erreicht. Eine Fortsetzung der Renditekompression im Jahr 2019 erwarten die Researcher nicht.

Die Büro-Anfangsrendite liegt im Herbst in Düsseldorf bei 3,5 %, in allen anderen Top-Standorten darunter. Eine Mehrheit der befragten Researcher sieht die Spitzenrendite in Berlin inzwischen knapp unterhalb von 3 %. Das stellt eine leichte Korrektur der Prognosen aus dem Frühjahr dar, als ein Unterschreiten dieser Marke noch als unwahrscheinlich galt.

Leerstände

Die Leerstandsraten werden weiter fallen, vor allem in Frankfurt. Nach wie vor ist die Ausgangslage, von der die Vorhersagen ausgehen, in den Top-5-Standorten sehr unterschiedlich. Düsseldorf und Frankfurt liegen bei 7,5 % bzw. 9,0 % Leerstand, während die Büromärkte in Berlin und München stark angespannt bleiben: die Leerstandsraten von unter 3,0 % bedeuten praktisch Vollvermietung, vor allem in den zentralen Lagen. Trotzdem wird auch hier ein weiteres Absinken dieser Kennziffer bis 2019 erwartet, in beiden Städten um rund 0,5 Prozentpunkte. In Berlin soll sich dieses Absinken schon bis Ende 2018 vollziehen, so dass dann eine Leerstandsrate unter 2,0 % eintritt, die im Folgejahr allerdings nicht noch weiter absinkt.

Die stärkste Korrektur des Leerstands ist in Frankfurt zu erwarten, wo die Leerstandsrate um rund 1,6 Prozentpunkte deutlich unter 8,0 % fallen wird. In Hamburg wird ein Absinken um weitere 1,3 Prozentpunkte erwartet, in Düsseldorf um 0,7 Prozentpunkte. Das bedeutet für die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens, dass die Prognosen jetzt besser sind als im Frühjahr, als noch mit einer Stagnation gerechnet worden war.

Spitzenmieten

Die Spitzenmieten übertreffen die Erwartungen, vor allem in Berlin.

Berlin übertrifft die Vorhersagen aus dem Frühjahr: zum Jahresende wird die Spitzenmiete bei rund 33 €/m² liegen, rund 10 % höher als 12 Monate zuvor. Damit ist schon der Wert erreicht, der ursprünglich für Ende 2019 erwartet wurde. Wie es nun weitergeht, darüber gehen die Meinungen der Researcher auseinander: Steigerungen von 4,0 % bis 8,0 % werden für 2019 erwartet.

Auch in den anderen Metropolen sind die Aussichten positiv, jedoch nicht so euphorisch. Die prognostizierten Anstiege liegen hier zwischen 2,5 % (Düsseldorf) und 4,0 % (Hamburg). Frankfurt und München liegen bei 3,0 %.

Fazit

Die professionellen Marktbeobachter, die an der Consensus Büromarkt-Umfrage mit ihren Prognosen beteiligt sind, erwarten bis Ende 2019 weiterhin eine positive Entwicklung auf allen deutschen Büromärkten. Der Markt mit der besten Mietpreisperspektive bleibt unverändert die Bundeshauptstadt Berlin. Zugleich verdichten sich die Hinweise auf ein Ende der Renditekompression im Jahr 2019.

Pressemitteilung: gif Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e. V.