Ludwigshafen (pm) – Im April 2026 eröffnete die Stadt Nideggen eine Gemeinschaftsunterkunft, die durch ressourcenschonende Holzbauweise und einen hohen Vorfertigungsgrad sechs Monate vor dem geplanten Termin fertiggestellt wurde. Nach Berechnungen des ausführenden Ingenieurbüros spart die Holzbauweise dabei rund 416 Tonnen CO₂ gegenüber einem vergleichbaren Gebäude in Massivbauweise ein. Die kurze Bauzeit wiederum war auch dem gezielten Einsatz aufeinander abgestimmter Ausbaumaterialien zu verdanken – darunter die Bodenbeläge von Tarkett, deren aufeinander abgestimmtes Zubehörprogramm die Verlegung von Boden- und Wandlösungen aus einer Hand ermöglichte.
Das Gebäude setzt sich aus zwei Oktagonen zusammen, die durch einen Mitteltrakt miteinander verbunden sind. Es handelt sich ab der Oberkante Bodenplatte um einen Holzbau. Dies brachte mehrere Vorteile: Durch den Einsatz des Holzes ließen sich laut Berechnungen der Ingenieure rund 416 Tonnen CO₂ im Vergleich zu einer konventionellen Massivbauweise einsparen. Nicht tragende Innenwände können später leicht versetzt oder entfernt werden. Und der hohe Vorfertigungsgrad verkürzte die Bauzeit enorm. So entstand ein über 1.550 m² (Nettoraumfläche) großer Neubau, der sich über zwei Stockwerke hin erstreckt. Er bietet Platz für insgesamt 112 Personen, wobei das Erdgeschoss rollstuhlgerecht gestaltet wurde und das Obergeschoss barrierefrei ist. Besonders wichtig war es den Baubeteiligten, eine hohe Aufenthaltsqualität zu schaffen. Hierzu sagt Dirk Janowski, Fachbereichsleiter Zentrale Dienste der Stadt Nideggen: „Das Gebäude muss zwar die funktionalen Anforderungen erfüllen, soll aber darüber hinaus auch eine angenehme Raumatmosphäre mitbringen.“
Oktagone
Dies wird bereits an der Gebäudeform des Oktagons sichtbar: Es ermöglicht im Verhältnis zur Grundfläche große Fensterflächen. Dem Konzept folgt auch die Anordnung der einzelnen Bereiche: Alle Privatzimmer sowie die für den öffentlichen Aufenthalt, sind an der Gebäudeaußenseite platziert. Im Gebäudeinneren liegen die Sanitärräume und die horizontale Erschließung. Die allgemein zugänglichen Aufenthaltsräume, die bei vielen ähnlichen Einrichtungen völlig fehlen, waren den Baubeteiligten besonders wichtig. Sie sind bewusst großzügig dimensioniert und jeweils direkt mit einer Küche verbunden. Dadurch sollen sie der Begegnung und dem Austausch dienen. Einen ähnlichen Zweck erfüllt auch der Lesesaal bzw. Hausaufgabenraum, der sich im oberen Geschoss des Mitteltraktes befindet. Hier haben die Nutzer die Möglichkeit, sich weiterzubilden oder konzentriert zu arbeiten.
Farbkonzept
Der zentrale Planungswunsch, das Wohlbefinden der Bewohner in den Mittelpunkt zu stellen, zeigt sich auch im speziellen Farbkonzept, das die projektverantwortliche Architektin Silvia Tusa vom Büro Volk für das gesamte Gebäude entwickelte. Sie sagt hierzu: „Ich habe zwischen passiven, aktiven und neutralen Tönen unterschieden. So erhielt etwa der Bodenbelag in den Gemeinschaftsräumen eine aktivierende Orangetönung, während ich für die Flure und Bäder ein ruhiges Grün und für die privaten Zimmer einen dezenten Sandton wählte.“ Bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter stießen die Planer auf Tarkett – mit mehr als 140 Jahren Erfahrung in der Herstellung von Bodenbelägen für den gewerblichen und privaten Bereich. Zahlreiche Tarkett Produkte sind ganz oder teilweise wiederverwertbar, wiederverwendbar und/oder recyclingfähig zur Vermeidung und Verwertung von Abfällen innerhalb des Tarkett ReStart Programmes – spezifische Angaben sind auf den jeweiligen Produktseiten zu finden. Ausschlaggebend, warum sich die Planer für Tarkett entschieden, war jedoch ein anderer Aspekt: Tarkett verfügt über ein umfangreiches Zubehörprogramm, das perfekt auf den jeweiligen Bodenbelag abgestimmt ist. So liefert das Unternehmen mit der Nassraum-Lösung passende Duschabläufe, Übergangsschienen und vieles mehr direkt aus einer Hand.
Bodenbelag
Infolgedessen kam für die Bäder-, Hausanschluss- und Waschräume der PVC-Boden Granit Safe.T zum Einsatz.
Um eine wasserdichte Nassraumlösung zu realisieren, wurde der Belag bei fachgerechter Verschweißung und Anschlussabdichtung nicht nur auf der Bodenfläche verlegt, sondern im Übergang zur Wand als Wandhochzug ausgeführt. Der Bodenbelag wurde dabei direkt an der Wand hochgezogen und bildet einen wannenförmigen, fugenarmen Übergang zwischen Boden und Wand, der die Reinigung deutlich erleichtert. Die Übergänge, oberen Abschlüsse und Nähte wurden mit systemgeprüftem Zubehör von Tarkett fachgerecht und bündig ausgeführt. Ergänzend wurde an den Wänden der speziell für Nassräume entwickelte PVC-Wandbelag Protectwall verlegt. In Kombination mit dem Boden-Wand-Anschluss entsteht ein geschlossenes, pflegeleichtes System, das auf die Anforderungen stark beanspruchter Nassräume ausgelegt ist. Neben dieser funktionalen Verlegetechnik überzeugt der Boden auch in seiner Ausstattung: Er ist in 24 Farben erhältlich und bietet die Rutschhemmungsklasse R10 (EN 16165Annex B, ehemals DIN 51130). In den übrigen Räumen kamen zwei Linoleum-Produkte zum Einsatz: der Belag Veneto xf² in den Farben Copper und Camel sowie der Belag Lino Style Emme xf² (2,5 mm) in der Farbe Pistachio. Beide verfügen über ein Marmor-Design mit leuchtenden Farben, bestehen zu 94 Prozent aus natürlichen Rohstoffen und sind auf Nutzungsklasse 34 (Geschäftsbereich, sehr starke Nutzung) nach EN ISO 10874 ausgelegt; sie lassen sich einfach reinigen und pflegen. Beide Beläge weisen gemäß EPD (Nr. 4791835705.101.1) einen CO₂-Fußabdruck von -1,92 kg CO₂e/m² (EPD Module A-D) auf. Veneto xf² ist zusätzlich mit dem Blauen Engel und dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert. Beide Produkte sind Cradle to Cradle® Silber (Zertifikatsnummer 2431) zertifiziert und Teil der Tarkett Circular Selection – einer Auswahl von Bodenbelagskollektionen, die für Rücknahme und Recycling innerhalb des ReStart®-Programms vorgesehen sind und mit Blick auf Materialrückgewinnung und Recycling am Ende ihrer Nutzungsdauer entwickelt wurden.
Zeitersparnis
Möglich wurde die frühzeitige Fertigstellung durch das Zusammenspiel aus vorgefertigtem Holzbau und einer durchdachten Material- und Zubehörplanung – dazu zählte auch die enge Abstimmung mit Tarkett bei der Auswahl der Bodenbeläge. So zeigt die Gemeinschaftsunterkunft in Nideggen, dass sich eine kurze Bauzeit und eine ressourcenschonende Holzbauweise nicht ausschließen – sondern mit der richtigen Planung und den richtigen Produkten Hand in Hand gehen können.
Quelle: Tarkett