26. April 2019

GdW begrüßt geplante Anreize für Werkswohnungsbau

Deutschland braucht eine Wohnraumoffensive

Berlin (pm) – „Wir begrüßen die Ankündigung von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ausdrücklich, dass die Große Koalition noch in diesem Jahr Anreize für mehr Dienst- und Werkswohnungen schaffen will. Denn nur eine Wohnraumoffensive mit möglichst vielen Partnern und genau dort, wo der Mangel am größten ist, wird für eine echte Entspannung auf den Wohnungsmärkte in den deutschen Großstädten sorgen können“, erklärte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW. Damit mehr bezahlbarer Wohnraum entstehen kann, sei der Werkswohnungsbau – in Kombination mit einer notwendigen verstärkten Flächenausweisung durch die Kommunen, beschleunigten Planungs- und Genehmigungsverfahren und der Einführung von Typengenehmigungen in die Musterbauordnung – ein sehr wirksames Mittel.

Wenn die Belastung von Mietern in Dienst- und Werkswohnungen durch den sogenannten geldwerten Vorteil in Zukunft wegfällt, wie von Dobrindt angekündigt, wäre ein großes Hindernis für mehr Werkswohnungen aus dem Weg geräumt. Denn bislang entsteht im Fall einer verbilligten Überlassung einer Wohnung durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer letzterem nach aktuellem Stand ein solcher geldwerter Vorteil, der lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig ist. Der Wert der verbilligten Überlassung einer Wohnung ist nach dem ortsüblichen Mietpreis zu bemessen. Um das Modell des Mitarbeiterwohnens zu unterstützen, das auch für den Gesamt-Wohnungsmarkt wichtige Entlastungseffekte bewirkt, könnte an die Einführung eines speziellen Freibetrages – etwa von 100 bis 150 Euro im Monat – gedacht werden.

Pressemitteilung: GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V.