5. März 2021

Fragmentarische Positionen zur digitalen, hybriden und analogen Lehre in der Architektur

Berlin (pm) – Mit einer Ausstellung in der Berliner BDA-Galerie thematisiert Kuratorin Astrid Bornheim aktuelle Positionen zur digitalen Lehre im Architekturstudium. Für die Ausstellungsdauer wird die Galerie zum temporären Podcast-Studio. In Gesprächen formulieren Professor*innen, Wissenschaftler*innen und Studierende ihre Haltung zur Lehre in Zeiten digitaler Transformation. Die Themen sind zentralen Formaten des Architekturstudiums gewidmet: dem Studio, der Werkstatt, der Bibliothek und der Exkursion. Wie verändern sich diese im digitalen Wandel? Wie fügt sich die fragmentierte Lehre wieder zu einem Ganzen? Was fehlt und welche Dimensionen gewinnt die Lehre durch neue Medien und verändertes Nutzerverhalten? Ausgewählte Positionen zur Lehre werden in Zusammenarbeit mit dem Masterstudiengang Architektur Media Management AMM der Hochschule Bochum unter Leitung von Prof. Jan R. Krause als Podcast produziert und in der Galerie inszeniert.

Das Format der Ausstellung erfährt eine bewusste Uminterpretation. Entgegen der üblichen Methodik, eine Ausstellung zur Eröffnung vollständig zu materialisieren, wird die Ausstellung d.fragmentation selbst zum Prozess. Zu Beginn werden fragmentarische Spuren im digitalen Raum gelegt. An der Schwelle zwischen Galerieraum und Stadtraum können über NFC Tags auf dem Schaufenster vier Podcasts abgerufen werden. Ab diesem Zeitpunkt baut sich Fragment für Fragment bis zur Finissage szenografisch und atmosphärisch ein Podcast-Studio auf.

Im Podcast sprechen u.a. Prof. Marc Frohn vom KIT über analoge und digitale Modelle in der Architektur, Prof. Marc Immel von der Hochschule Koblenz über die Bedeutung des Studios als sozialer Ort, Prof. Jan Kampshoff von der TU Berlin über Exkursionen in Zeiten eingeschränkter Mobilität, Katharina Benjamin von der TU Dresden über neue Research-Methoden mit Instagram und Vimeo, Dr. Hans-Dieter Nägelke vom Architekturmuseum der TU Berlin über das Potenzial digitalisierter Archive für Lehre und Forschung und Prof. Heike Klussmann von der Universität Kassel über digitale Strategien materialbasierter Forschung.

Der Ausstellungstitel d.fragmentation steht für die Erfahrung des fragmentierten Lehrens und Lernens und gleichermaßen für die Methode der digitalen Defragmentierung, mit der zusammengehörigen Teilen ein zusammenhängender Speicherplatz zugewiesen wird, um die Zugriffsgeschwindigkeit zu verbessern.

Zur digitalen Eröffnung auf Instagram Live am 20.02.2021 um 16 Uhr spricht Kuratorin Astrid Bornheim mit Jan R. Krause, Professor für Architektur Media Management.
https://www.instagram.com/d.fragmentation/

d.fragmentation ist eine Kooperation der BDA Galerie des Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten BDA Landesverband Berlin e.V. mit der Bochum University of Applied Sciences.

 

Pressemitteilung: BDA Berlin