29. September 2022

Förderbanken der Länder Brandenburg, Hamburg und Rheinland-Pfalz begeben gemeinsam Social Bond: Verbreiterung der Refinanzierungsbasis zur Stärkung des sozialen Wohnungsbaus

Hamburg (pm) – Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB), die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) und die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) haben erstmals einen länderübergreifenden gemeinsamen Social Bond am Kapitalmarkt emittiert. Das Besondere an diesem Bond: Die Erlöse werden zur Refinanzierung von Projekten im Bereich sozial geförderten bezahlbaren Wohnraums verwendet. Aufgrund der Gemeinsamkeiten hinsichtlich der adressierten sozialen Zielgruppen sowie des Förderzwecks haben sich die drei Förderbanken für diese Anleiheemission zusammengeschlossen und schaffen so Nachhaltigkeit über Ländergrenzen hinaus. Das Emissionsvolumen umfasst 500 Millionen Euro, das festverzinsliche Wertpapier ist börsennotiert und richtet sich an institutionelle Anleger.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Hamburg soll in Deutschland einer der Top- Standorte für Green und Sustainable Finance werden. Dieses Ziel hat sich der Senat im Koalitionsvertrag und im Masterplan Finanzwirtschaft gesetzt – da gehören Green Bonds und Social Bonds dazu. Und während andere noch von Nachhaltigkeit im Finanzwesen reden, setzen wir es ganz konkret in die Tat um und leisten einen konkreten Beitrag. Der gut platzierte Social Bond der IFB Hamburg in 2019, der Green Bond der HOCHBAHN 2021 und nun der länderübergreifende Social Bond der Investitions- und Förderbanken zeigen: Nachhaltige Finanzierungswege funktionieren und helfen uns, die Herausforderungen dieser Dekade wirksam zu stemmen.“

Tillmann Stenger, Vorstandsvorsitzender der Investitionsbank des Landes Brandenburg, erklärte: „Förderbanken sind mehr denn je gefragt, die Politik bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen zu unterstützen. Mit diesem ersten länderübergreifenden Social Bond zeigen die Landesförderbanken, dass diese Aufgabe über Ländergrenzen hinweg erfolgreich angegangen werden kann. Nachhaltige Investoren erhalten somit die Möglichkeit, sich an der Refinanzierung von bezahlbarem Wohnraum in unseren drei Bundesländern zu beteiligen und profitieren von der höheren Liquidität dieser Benchmarkanleihe.“

Ralf Sommer, Vorstandsvorsitzender der Hamburgischen Investitions- und Förderbank: „Die Förderung des sozialen Wohnungsbaus hat seit jeher einen besonderen Stellenwert in der vielfältigen Förderlandschaft der IFB Hamburg. Unsere Förderungen tragen entscheidend zum Erhalt von bezahlbarem und zeitgemäßem Wohnraum in der Hansestadt bei. Mit dem gemeinsamen Social Bond mit der ILB und der ISB können wir unsere Kräfte nun bündeln, um die Wohnraumförderung auch überregional noch weiter nach vorne zu bringen.“

„Durch die erstmals gemeinsam vorgenommene Börsenemission können wir die Schlagkraft von drei stabilen Förderbanken nutzen und unser Refinanzierungsspektrum erweitern“, sagte Ulrich Dexheimer, Sprecher des Vorstandes der ISB. Die Förderbank könne so ihre Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen von Vorhaben für geförderten Wohnraum ausbauen.

Alle drei Förderbanken wurden im Vorfeld von Fitch mit AAA geratet. Sie sind Anstalten des öffentlichen Rechts und in vollständiger Verantwortung und Eigentum der jeweiligen Länder. Bei gleichzeitiger Verpflichtung zum Gemeinwohl agieren sie im Auftrag der Länder.

 

Pressemitteilung: Finanzbehörde Hamburg, Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, Hamburgische Investitions- und Förderbank, Investitionsbank des Landes Brandenburg