29. September 2022

Fischbeker Heidbrook: Von verlassener Kaserne zum naturverbundenen Wohnquartier

(c) IBA Hamburg GmbH

Hamburg (pm) – Die Vergabe der Grundstücke im Fischbeker Heidbrook ist fast vollständig abgeschlossen und die meisten Häuser und Bauvorhaben sind fertiggestellt und bezogen. Neue Nachbarschaften entwickeln sich im Quartier und die Grün- und Freiflächen mit Spielplätzen und Sportflächen werden rege genutzt.

Das nachbarschaftliche Miteinander im Fischbeker Heidbrook stand immer an oberster Stelle bei der IBA Hamburg. Dabei sorgen die verschiedenen Eigentums-, Miet- und Sozialwohnungsverhältnisse im Hamburger Drittelmix für eine gesunde Zusammensetzung der Bewohnerschaft. Des Weiteren bieten zwei Kitas sowie rund 210 senior:innengerechte Wohneinheiten allen Altersgruppen die Wohn- Sozialansprüche, die ihnen gerecht werden. Der architektonische Anspruch an die Entwicklung des Fischbeker Heidbrook war stehts hoch und wurde von einem Gestaltungsbeirat laufend begleitet. Heute finden sich hier sowohl Einfamilien- und Reihenhäuser als auch Geschosswohnungsbauten in höchster gestalterischer Qualität und individueller Erscheinung, ohne dabei den Eindruck eines in sich stimmigen Gesamtbildes zu verlieren.

Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Das Quartier Fischbeker Heidbrook hat alle Vorzüge der Stadt – Läden, Kitas, eine gute Anbindung durch Bus und Bahn und bezahlbare Wohnungen für alle Generationen. Zugleich ist es umgeben von einer besonderen Natur und bietet viele Freizeitmöglichkeiten. Das Projekt Fischbeker Heidbrook ist ein Beispiel für gute Stadtentwicklung: Ein attraktives, vielfältiges Quartier mit bezahlbaren Wohnungen und einem modernen Konzept für den Klimaschutz.“

Karen Pein, Geschäftsführerin IBA Hamburg: „Mit dem Fischbeker Heidbrook haben wir als IBA Hamburg nicht nur unser erstes Quartier fertiggestellt, sondern auch ökologisch mit der Aufwertung der versiegelten Konversionsflächen bei gleichzeitigem Schutz der Baumbestände ein Zeichen für nachhaltige Stadtentwicklung gesetzt.“

Direkt an der Fischbeker Heide gelegen schließt das Quartier an eines der beliebtesten Naherholungsgebiete der Hamburgerinnen und Hamburger an. Auch innerhalb des Fischbeker Heidbrook war es der IBA Hamburg ein wichtiges Anliegen mit knapp 5 Hektar Freiraum und durch ein aufwändiges Verfahren erhaltener Bestand von etwa 2000 Bäumen die Naherholung direkt ins Quartier zu holen.

Im Fischbeker Heidbrook finden die Bewohner:innen durch die verschieden Einzelhändler und Nahversorger alle Dinge des täglichen Bedarfs vor der eigenen Haustür. Für eine gute Erreichbarkeit wurde eine HVV-Buslinie eingerichtet, die das Quartier mit der S-Bahnstation und dem Zentrum Neugraben verbindet. Durch die am Quartier liegende S-Bahnstation Fischbek erreichen die Bewohner:innen das Harburger Zentrum in bereits 15- und die Hamburger Innenstadt in nur 30 Minuten.

(c) IBA Hamburg GmbH

Besondere städtebauliche Merkmale des Fischbeker Heidbrooks:

  • SAGA 8€-Wohnen: 50 frei finanzierte Reihenhäuser der SAGA für 8€ pro qm (Nettokaltmiete).
  • Geförderter Wohnungsbau: Von den insg. ca. 1.250 WE im Heidbrook sind ca. 350 WE gefördert. Unter den geförderten Wohneinheiten sind 50 Reihenhäuser der SAGA (zusätzlich zu den o.g. 8€-Reihenhäusern); die übrigen ca. 300 WE befinden sich im Geschosswohnungsbau (SAGA und private Bauherren).
  • Sanierung und Umbau einiger Bestandsgebäude der ehemaligen Röttinger Kaserne in die altersgerechte Wohnanlage „Fischbeker Höfe“.
  • Unter dem Projektnamen „Smoodje“ entstehen 12 Townhouses, in denen u.a. Recylingmaterialien aus der Sanierung der Bestandsgebäude verbaut werden. Das Dach und die Fassadenflächen werden zu 50 Prozent mit Photovoltaikelementen belegt.
  • Das Gesundheitszentrum im Quartier mit den verschiedenen medizinischen Fachrichtungen dient der gesundheitlichen Versorgung des Quartiers Fischbeker Heidbrook und des angrenzenden Süderelberaumes.
  • Sanierung der Uwe-Seeler-Halle: Die in unmittelbarer Nähe liegende Sporthalle wurde bis Ende 2018 im Auftrag der IBA Hamburg saniert. Sie steht jetzt inklusive der neu gestalteten Außenflächen neben Vereinen und Schulen auch den Bewohnerinnen und Bewohnern des Fischbeker Heidbrooks zur Verfügung. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI).
  • Pilotprojekt RISA: Der Fischbeker Heidbrook ist eines der ersten Baugebiete in Hamburg, die konsequent nach den Vorgaben des RISA-Programms (RegenInfraStrukturAnpassung) geplant wurden. Anpassung an extreme Wettereignisse wie bspw. Starkregen, Trockenheit, Hitze. Das Wasser wird nicht über verrohrte Entwässerungssysteme abgeleitet, sondern vor Ort versickert oder verdunstet und so dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt (Prinzip der „Schwammstadt“).
  • Für den Fischbeker Heidbrook wurde durch Hamburg Energie eine Nahwärmezentrale sowie ein Nahwärmenetz errichtet. Neben den Geschosswohnungsbauten, welche verpflichtend angeschlossen werden, konnten sich bspw. auch Bauherren von Reihenhäusern anschließen. Damit werden ca. 800 Wohneinheiten, diverse Gewerbeeinheiten sowie die Uwe-Seeler-Halle mit einer Gesamterzeugung von 4.550 MWh/a durch die Hamburg Energie GmbH versorgt.
  • Projektdialoge: Jährlich wurden Projektdialoge veranstaltet. Dort wurden die Anwohner und Interessierte über die aktuellen Bauvorhaben, Planungen und Neuerungen im Quartier informiert. Darüber hinaus hatten sie dort die Möglichkeit Wünsche und Anregungen zu äußern.
  • Mitwirkungsmöglichkeiten: Im Laufe des Planungsprozesses gab es Mitwirkungsangebote bei der Planung der Wohnhöfe und der Spielplätze. Auf jährlichen Quartiersrundgängen findet ein persönlicher Austausch zwischen Planer:innen und Anwohner:innen statt.

Aufgrund all dieser Vorzüge und der erfolgreichen Planung steht das Quartier Fischbeker Heidbrook für die gelungene städtebauliche Aktivierung einer alten Konversionsfläche am grünen Rand der Stadt Hamburgs, ohne dabei aus dem gesamtstädtischen Kontext zu fallen.

Pressemitteilung: IBA Hamburg