27. Januar 2022

Experten erwarten für 2022 stabile Entwicklung an den deutschen Büromärkten

gif-CRES Consensus-Büromarktprognose 2/2021 veröffentlicht

Wiesbaden (pm) – Während die epidemische Lage weiter von großer Unsicherheit geprägt ist, kommen aus den Büroimmobilienmärkten vermehrt positive Signale. Generell zeigen stimmungsbasierte Kennzahlen der Immobilienmärkte, z. B. Umfrageergebnisse und Aktienkurse, aktuell ein positives Bild. Diesem entsprechen die modellbasierten Vorhersagen, die in das Ergebnis der gif/CRES-Consensus-Büromarktprognose eingehen, nur teilweise.

Die aktuelle Lage wird sich nach den Berechnungen der Researcher vor allem in steigenden Leerstandsquoten niederschlagen, während die Spitzenmieten und -renditen bis zum Ende kommenden Jahres weitgehend stabil bleiben.

Spitzenrenditen: In allen Top-5-Märkten unter 3 % und weiter leicht sinkend

In keiner der betrachteten 5 Städte liegt die Spitzenrendite über 3 %: Berlin und München markieren weiter die niedrigsten Werte mit 2,6 %. Ungeachtet der Leerstandsentwicklung und der allgemein unsicheren Rahmenbedingungen wird in drei Städten sogar ein weiteres, wenn auch nur leichtes Absinken der ohnehin sehr niedrigen Renditen erwartet. Das gilt für Berlin, Düsseldorf und Hamburg, während die Frankfurter und Münchener Renditen stabil bleiben.

Leerstände: Spürbarer Anstieg in Berlin

An allen Standorten werden die Büroleerstände steigen, am stärksten in Berlin, am wenigsten in Hamburg. Damit wird sich am vertrauten Bild nichts ändern: Frankfurt und Düsseldorf weisen relativ hohe Leerstandsquoten auf, zum Jahresende 2022 werden ca. 8 % prognostiziert, während Berlin, Hamburg und München im Vergleich dazu mit Leerständen zwischen 4 % und 5 % signifikant besser dastehen.

Bei insgesamt steigenden Leerständen wird sich an dieser Zweiteilung des Marktes nichts ändern.

Spitzenmieten: Seitwärtsbewegung

Die geringsten Veränderungen werden bei den Spitzenmieten erwartet. Die Prognostiker sagen gleichbleibende Mieten in allen Märkten voraus. Lediglich für Hamburg ergibt sich als Medianwert der Prognosen ein minimaler Anstieg.

Fazit

Die Mehrheit der Researcher, die sich an der Consensus Büromarkt-Umfrage beteiligt haben, erwartet bis Ende 2022 eine uneinheitliche Marktentwicklung: stagnierende Mieten, steigende Leerstände, aber trotzdem leicht sinkende Renditen. Da sich in den Renditen die Zukunftserwartungen des Marktes ausdrücken, sind die Prognosen weiterhin von einem nennenswerten Quantum Optimismus geprägt, auch wenn die kurzfristigen Aussichten wegen steigender Leerstände weniger positiv sind.

Pressemitteilung: Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V.