17. Mai 2022

Europa-Universität und Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) intensivieren ihre Zusammenarbeit

Gemeinsame Professur für Historische Stadt- und Raumforschung

Frankfurt (pm) – Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und das Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung e. V. (IRS) in Erkner arbeiten künftig in Forschung und Lehre noch enger als bisher zusammen. Viadrina-Präsidentin Prof. Dr. Julia von Blumenthal und Prof. Dr. Oliver Ibert, Direktor des IRS, haben eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, die die bestehende Zusammenarbeit in einen vertraglichen Rahmen einbettet und neue Felder eröffnet. Das wichtigste Projekt in der neuen Phase der Zusammenarbeit ist eine gemeinsame Professur für Historische Stadt- und Raumforschung verbunden mit der Leitung des Forschungsschwerpunktes „Zeitgeschichte und Archiv“ am IRS. Die Professur soll im Januar ausgeschrieben und zum Sommersemester 2023 besetzt werden.

 

„Die seit langem bestehende Zusammenarbeit zwischen IRS und Viadrina wird auf diese Weise intensiviert und auf eine neue Stufe gehoben“, verdeutlicht Prof. Dr. Julia von Blumenthal, Präsidentin der Europa-Universität, den Nutzen der Vereinbarung. „Die gemeinsame Berufung einer Professur für Historische Stadt- und Raumforschung, die zugleich die wissenschaftliche Verantwortung für die Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR am IRS tragen wird, ermöglicht es uns, die Schwerpunktsetzung im Bereich der Transformationsforschung noch stärker als bisher zu profilieren. Dadurch hat die Kooperation zugleich große Bedeutung für die geplante Bewerbung von Frankfurt (Oder) als Standort für das ,Zukunftszentrum für Europäische Transformation und Deutsche Einheit‘.“

 

Prof. Dr. Oliver Ibert sagt: „Wir freuen uns sehr darüber, mit dem Vertrag den bestehenden Kooperationen mit der Viadrina nunmehr auch einen formellen Rahmen geben zu können. Es bieten sich zusätzliche strategische Optionen, insbesondere die gemeinsame Berufung von Professorinnen und Professoren. Das IRS komplettiert mit diesem Vertrag sein Netzwerk an Partnerschaften in der Wissenschaftsregion Berlin-Brandenburg. In der Internationalisierungsstrategie des IRS bildet das Nachbarland Polen einen wichtigen Fokusraum. Hierfür betrachten wir die Viadrina, mit ihren hervorragenden Beziehungen nach Ost-Europa, als starken und wichtigen Partner.“

 

An der neu geschaffenen Professur wird künftig die Entwicklung von Städten und Regionen aus einer historischen Perspektive untersucht. Ein Schwerpunkt liegt auf sozialistischen Gesellschaften und deren Transformation. Weitere Punkte der intensivierten Zusammenarbeit sind unter anderem die Nachwuchsförderung im Rahmen eines Programms für Doktorandinnen und Doktoranden, die Beantragung gemeinsamer Forschungsprojekte, Lehraufträge und gemeinsame Veranstaltungen.

 

Pressemitteilung: Europa-Universität Viadrina