25. Mai 2024

Eröffnung Vattenfall Elbside Hamburg: Ein modernes Arbeitsplatzkonzept im Elbbrückenquartier

Berlin (pm) – Es fand die feierliche Eröffnung des EDGE Elbside Hamburg statt. Im Elb-brückenquartier am östlichen Eingang der Hamburger Hafencity hat der Projektentwickler EDGE von 2020 bis 2024 ein 16-geschossiges Hochhaus realisiert.

Der Neubau nach den Entwürfen von Behnisch Architekten ist zum Zeitpunkt der Errichtung deutschlandweit das höchste Bürogebäude in Slim-Floor-Bauweise und strebt das Umweltzeichen HafenCity in Platin sowie das WELL Gold Core & Shell Zertifikat an. Das innovative Gebäude formuliert am Ameri- go-Vespucci-Platz gemeinsam mit der gegenüberliegenden Bebauung den Auftakt zum neuen Elbbrückenquartier.

Das Berliner Architekturbüro de Winder Architekten war bei diesem Projekt – wie zuvor auch beim Vattenfall Headquarter am Standort Berlin Südkreuz – von Beginn an beteiligt und stand EDGE sowohl bei der Standortanalyse und Projektentwicklung als auch im Rahmen des Wettbewerbs zum Gebäudeentwurf beratend zur Seite.

Das schwedische Energieunternehmen Vattenfall belegt als Hauptmieter etwa 80% der Flächen im Elbbrückenquartier, wo künftig rund 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zwei bisherigen Hamburger Standorten gemeinsam in einem Gebäude arbeiten werden. Im Auftrag von Vattenfall übernahmen de Winder Architekten die Planung und Gestaltung der rd. 18.700 m2 großen Arbeitswelt. Basierend auf Nutzer-Workshops mit den Mitarbeitenden wurden das Raumkonzept und die Gestaltung der Teambereiche entwickelt, mit maßgefertigten Arbeitswelten in wechselnden Atmosphären und Nutzungskonstellationen. Da es sich im Gesamten um ein non-territoriales Arbeitsplatzkonzept handelt, sind alle Mitarbeitenden frei in der Platzwahl innerhalb des Gebäudes.

Das kommunikative Flächenlayout basiert auf der Grundidee eines „Straßendorfes“. Die Raumaufteilung und Anordnung der Arbeitsbereiche erfolgt entlang der sogenannten Magistrale, um welche sich die verschiedenen Funktionen gruppieren. Das Konzept der Bürolandschaft wurde für die Regelgeschosse im Sockel entwickelt und auf alle Ebenen des Gebäudes übertragen. Als offener, orientierungsgebender Bereich dient die Magistrale in den Sockelgeschossen als Haupterschließungsachse von Nord nach Süd und verbindet die verschiedenen Teambereiche und Raumnutzungen miteinander. Dabei erfolgt die Verbindung zum einen innerhalb der Geschossebene und zum anderen auch vertikal zwischen den Sockelgeschossen über eine großzügige, offene Treppenanlage. Entlang der Magistrale sind jeweils zwei geräumige Teamküchen- Bereiche angeordnet, ergänzt durch verschiedene Konfigurationen aus Meetingräumen, Raum-in- Raum-Modulen, Kreativzonen, Projekträumen sowie Serviceflächen. Die sich anschließenden, offen gestalteten Arbeitsbereiche sind durch eingestellte Rückzugsräume zum Teil weiter untergliedert. Eine gebäudespezifische Besonderheit stellen die mehrgeschossigen Wintergärten und Atrien dar, welche mit unterschiedlichen Möblierungen zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten für Erholung, Rückzug oder informelle Meetings anbieten.

Im Erdgeschoss entstand neben der Empfangszone eine bis ins Mezzanin reichende halböffentliche Treppenlandschaft, die auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Ergänzt wird das Raumprogramm im Erdgeschoss durch einen Sportbereich und einen großen Fahrradraum mit integrierter Werkstatt und Lademöglichkeiten für E-Bikes. Die Galerie im Mezzaningeschoss oberhalb des Empfangstresen ist als offener Co-Working-Bereich konzipiert. Die angrenzenden Meetingräume werden exklusiv von Vattenfall genutzt. Die Konferenzzone im 1.OG verfügt über eine eigene Küche und Coffee Bar und bietet vier kleinere, multimedial voll ausgestattete Konferenzräume sowie zwei große, zusammenschaltbare Konferenzräume mit Platz für insgesamt bis zu 100 Personen.

Ein besonderes Highlight ist die Skylounge im 6. OG mit einem gastronomischen Angebot sowie Zugang zur exklusiv von Vattenfall genutzten Dachterrasse. Durch die Anordnung verschiedener Möbelgruppen sowie durch die Begrünung entstehen hier unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten. Die Dachterrassenfläche kann außerhalb der regulären Bürozeiten als Veranstaltungsfläche für bis zu 300 Personen genutzt werden.

In den Turmgeschossen 7 bis 9 entstanden offene Arbeitsbereiche mit Meetingräumen und Teamküchen bzw. Coffee Points. Die 2-geschossigen Atrien erweitern das Nutzungsangebot, fördern die Kommunikation und verbinden zum Teil über eine zusätzliche interne Treppe die Teambereiche und Funktionen miteinander. Das 15. OG mit bestem Ausblick auf die umgebende Hafencity ist als „Kreativ-Etage“ gestaltet, deren offene Co-Working-Bereiche und flexibel ausgestattete Projekträume für alle Mitarbeitenden von Vattenfall nutzbar sind.

Die gestalterische Konzeption der Flächen erfolgte analog zum bereits fertiggestellten Standort Berlin Südkreuz in differenzierten Farbwelten, die in einem definierten räumlichen Bezug den jeweiligen Teambereichen zugeordnet wurden. Zur Stärkung der Identifikation der Mitarbeitenden mit dem Standort Hamburg wurde für die Magistrale, die Konferenz- und Meetingräume sowie weitere Sonderbereiche eine Systematik für die Namensgebung entwickelt, die Bezug nimmt auf bekannte Kiez- oder Straßennamen bzw. berühmte Sehenswürdigkeiten, Persönlichkeiten und Orte der Hansestadt Hamburg.

Projektdaten

Adresse: Vattenfall ElbSide, Amerigo-Vespucci-Platz 2, 20457 Hamburg
Projektentwicklung: EDGE Hamburg 2 S.à.r.l., vertreten durch EDGE Technologies
Architekt: Gebäude LPH 1-4: Behnisch Architekten mbB, Stuttgart
Innenarchitektur: de Winder Architekten GmbH, Berlin

Quelle: de Winder Architekten GmbH