22. Juni 2024

Ein neues Zuhause für den färöischen Rudersport: Henning Larsen entwirft den Ruderclub Klaksvik

Kopenhagen/DK (abki) – Im Mittelpunkt von Henning Larsens Stadtplan für Klaksvík steht ein neues Wahrzeichen, das das färöische Sporterbe feiert. Der Klaksvíker Ruderclub, der mit modernsten Einrichtungen für seine Sportler ausgestattet ist, zieht mit seinem einladenden Blick auf die umliegenden Landschaften Einheimische und Besucher gleichermaßen an.

Klaksvík liegt in einem malerischen Fjord, der vor den rauen Winden des Atlantiks schützt und den Blick auf die Nachbarinseln freigibt. Klaksvík ist die zweitgrößte Stadt der Färöer und beherbergt 5.000 Einwohner. In den letzten zehn Jahren hat sich die Fischereihauptstadt der Färöer auf den Weg gemacht, sich zu etablieren. Henning Larsen hat den Entwurf des dynamischen Stadtplans geleitet, der Raum für Anpassungen im Laufe der Zeit lässt. Die ersten Gebäude werden 2018 fertiggestellt. Im Mittelpunkt des Plans stehen die Menschen, wobei der Zugang für Fußgänger Vorrang hat und lebendige Ziele wie eine Eislaufbahn für Kinder und ein Ruderclub neben dem zentralen Platz integriert wurden.

Der Ruderclub Klaksvík hat sich als wichtiger Beitrag zur neuen Identität von Klaksvík erwiesen. Rudern, der Nationalsport der Färöer, ist ein wichtiger Bestandteil der färöischen Kultur, und die Sportler investieren viel Zeit und Mühe in das ganzjährige Training und in Wettkämpfe gegen benachbarte Städte. Die Herstellung und Verwendung traditioneller färöischer Holzboote hat eine jahrhundertelange Tradition und ist von großer emotionaler und historischer Bedeutung für die Färinger. Diese Boote, die traditionell mit einer einzigen Axt hergestellt werden und deren Ursprünge bis in die Wikingerzeit zurückreichen, wurden von der UNESCO in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

„Unser Entwurfsansatz war tief in der Landschaft und Kultur von Klaksvík verwurzelt. Das geneigte Gründach und die Holzfassade sind eine Hommage an die umliegende natürliche Schönheit und gleichzeitig eine Anspielung auf die traditionelle Architektur der Färöer Inseln; ein harmonischer Dialog zwischen der bebauten Umgebung und der Fjordlandschaft“, sagt Ósbjørn Jacobsen, Design Director, Faroe Islands, Henning Larsen.

Das Clubhaus wurde mit dem Ziel entworfen, Funktionalität und Genuss zu bieten. Das 620 m² große Gebäude verfügt über ein schräges Gründach und eine Holzfassade, die die Schönheit der angrenzenden Landschaft widerspiegelt und das traditionelle färöische Design ehrt. Wenn die Boote zu Wasser gelassen werden sollen, öffnen sich vom Bootslager aus große Türen zum hölzernen Steg und zum Wasser, was einen effizienten Übergang ins und aus dem Wasser ermöglicht. Die Boote können sicher und schnell in einem kompakten Raum innerhalb des Gebäudes gelagert werden.

Der offene Holzinnenraum bietet nicht nur reichlich Platz für Trainingseinheiten, sondern ist auch ein einladender Ort für gemeinsame Kaffeepausen oder Momente der Entspannung. Große Fenster und ein Loftbereich bieten den Besuchern weite Ausblicke und reichlich natürliches Licht, egal ob sie trainieren oder einfach nur vorbeikommen.

Das Klubhaus dient auch als öffentlicher Veranstaltungsort für verschiedene Events und Ausstellungen und ist eine bemerkenswerte Touristenattraktion, die mit Stolz die traditionelle Handwerkskunst des färöischen Bootsbaus präsentiert. In den wärmeren Monaten gibt es viel Platz, um sich im Freien zu versammeln und eine lebendige Stadtecke mit einem Café zu schaffen.

„Wir wollten einen Raum schaffen, der mehr ist als eine einfache Bootslagerung. Die großen Türen, die sich zum hölzernen Dock hin öffnen, und der offene Innenraum aus Holz sollten die gemeinschaftliche Nutzung des Raums fördern“, sagt Ósbjørn Jacobsen, Design Director, Faroe Islands, Henning Larsen.

Der Masterplan für Klaksvík ist nun zu 40-60% fertiggestellt, wobei geplant ist, den Fußgängerzugang zu erweitern und weiter zu priorisieren. Das von Henning Larsen entworfene Stadtkonzept ist dynamisch und kann im Laufe der Zeit angepasst werden. Das ehemalige Postamt der Stadt, das von der Gemeinde erworben wurde, wird in ein Kulturhaus umgewandelt.

Quelle: Henning Larsen, Hilfsmittel: KI, Lektorat: Architekturblatt