3. Dezember 2021

Die Zukunft des Bauens ist digital: Zweite Tagung zum Building Information Modeling in Hamburg

Hamburg (pm) – Mit mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland werden auf dem heute und morgen zum zweiten Mal in Hamburg stattfindenden „BIM-Tag“ Digitalstandards und Innovationen im Bereich des öffentlichen Hochbaus und der Infrastruktur vorgestellt. Mit Building Information Modeling, kurz BIM – dem Planen, Bauen und Betreiben von Bauwerken auf Grundlage von Bauwerksinformationsmodellen – setzt Hamburg in seiner Digitalstrategie konsequent auf die Digitalisierung der Prozesse im Bauwesen.

Im digitalen Veranstaltungsformat präsentieren die Digitalisierungsexperten, wie Building Information Modeling die Baubranche transformiert. Anhand zahlreicher Bauprojekte wird aufgezeigt, wie mit der innovativen BIM-Methode zukünftig Planungen direkt modellbasiert über einen sogenannten digitalen Zwilling ausgetauscht werden können, um konventionelle Baupläne schrittweise zu ersetzen. So können zum Beispiel auch Planungsvarianten simuliert und Planungsfehler durch modellbasierte Kollisionsprüfungen schneller erkannt werden.

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann: „Als Botschafter des Hamburger BIM-Tags bin ich davon beeindruckt, wie mit Engagement und Innovationskraft die Digitalisierung des Bauwesens in Hamburg in zahlreichen Projekten vorangetrieben wird. Ob smarte und sensorgestützte Zustandserfassung von Bauwerken oder die virtuelle Begehbarkeit von Bauwerken – bereits heute werden hier bundesweit Maßstäbe gesetzt. Mit BIM.Hamburg haben wir eine leistungsfähige Plattform, um digitale Lösungen für die Hamburger Behörden und Realisierungsträger zu schaffen.“

Staatsrätin Monika Thomas, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen: „Ein Schlüssel für zeitgemäße Planung ist die durchgängige integrierte Nutzung des digitalen Zwillings als zentrale Informationsquelle: Sie macht die Kommunikation unter allen Beteiligten wesentlich transparenterer und effizienterer. Nach dem Prinzip ‚Erst virtuell, dann real bauen‘ kann BIM Kostentransparenz und Termintreue entscheidend verbessern. Der Weg von BIM.Hamburg, diese Potentiale zu heben und Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse zu digitalisieren, ist richtig. Digital professionell aufgestellte Bauverwaltungen sind fit für die Zukunft.“

Christian Pfromm, Chief Digital Officer (CDO) der Freien und Hansestadt Hamburg: BIM überträgt die Kerngedanken der Digitalstrategie für Hamburg in die Praxis: Eine behörden- und disziplinübergreifende Zusammenarbeit mit zentralem Programmmanagement und ein agiles, flexibles Vorgehen sind wesentliche Erfolgsfaktoren für Digitalisierungsvorhaben. Das ist ein Modell, von dem alle beteiligten Organisationen profitieren.

Felix Scholz, Programmleitung BIM.Hamburg: „Building Information Modeling digitalisiert und verändert die gesamte Baubranche und setzt damit einen Kulturwandel voraus. Hamburg hat diesen Trend frühzeitig erkannt und hat mit BIM.Hamburg ein innovatives Expertennetzwerk geschaffen, um die Digitalisierungsthemen in der gesamten Stadt zu bündeln und den Transformationsprozess mit Kraft voranzutreiben. Die Expertenvorträge und die hohe Resonanz des Hamburger BIM-Tags haben gezeigt, dass Hamburg mit über 35 BIM-Projekten und zahlreichen Digitalstandards zu den Taktgebern des digitalen Planens, Bauens und Betreibens im öffentlichen Sektor gehört.“

Pressemitteilung: Senat Hamburg