30. November 2021

Deutschlands erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker -„Bauhaus in Rund“: innovative Architektur mit Produkten von Geberit

Im elterlichen Bad befindet sich das Geberit Dusch-WC AquaClean Mera Comfort mit WhirlSpray-Duschtechnologie und Warmluftföhn, mit einer WC-Sitz-Heizung und einer berührungslosen WC-Deckel-Automatik. Foto: Geberit

Pfullendorf (pm) – Schicht für Schicht hat der computergesteuerte Betonspritzkopf die Innen- und Außenwände errichtet. Nun ist Deutschlands erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker fertig. Ein Pilotprojekt, dem viele weitere folgen und das die Richtung für die Zukunft des Bauens vorgeben soll. Das gesamte Projekt steht für Innovation, so setzt der Architekt Waldemar Korte auch in den Bädern vor und hinter der Wand auf neue, innovative Lösungen: Die Badausstattung von Geberit überzeugt ihn durch die perfekte Balance aus elegantem Design und innovativen Funktionen. Zusätzlich hat er sich zusammen mit dem Installateur für das neue Versorgungssystem FlowFit von Geberit entschieden – und ist begeistert.

Das zweigeschossige Einfamilienhaus aus dem 3D-Drucker steht im nordrhein-westfälischen Beckum und hat eine Wohnfläche von circa 160 Quadratmetern. Das freistehende Wohnhaus, das in etwa acht Monaten Bauzeit errichtet wurde, zeichnet sich architektonisch durch eine eigenwillige Optik aus. „Wir haben das 3D-Haus in Form und Farbe außen wie innen sehr reduziert gehalten. Den Stil könnte man als ‚Bauhaus in Rund‘ beschreiben, aber streng genommen müssten wir einen ganz eigenen Stil dafür erfinden“, sagt der Architekt Waldemar Korte von Mense-Korte ingenieure + architekten, der das Gebäude entworfen hat. Sein Anspruch war es, ein 3D-gedrucktes Haus zu bauen, das die vielen strengen deutschen Regularien wie die Energieeinsparverordnung konsequent einhält: „Das Haus sollte in allen Punkten behördlich genehmigt werden. Das ist uns gelungen“. Dafür mussten alle Gewerke schon in der Planungsphase umfassend berücksichtigt werden. „Wir mussten die kompletten Installationswege bereits im Vorfeld anlegen und im Druckprozess implementieren“, erinnert sich Korte. In den drei Bädern, von denen eines im Erdgeschoss und zwei im Obergeschoss liegen, kommen Produkte von Geberit zum Einsatz. Korte hat sich aber nicht nur bei der Sanitärausstattung für Produkte von Geberit entschieden, sondern auch bei den Rohrleitungssystemen. Bereits bei der Planung fiel die Wahl in enger Abstimmung mit dem Installateur auf das neue Trinkwassersystem FlowFit von Geberit. Der Architekt ist begeistert: „Geberit hat sehr viel Know-how in die Entwicklung gesteckt, das erkennt man schnell. Das Ergebnis ist sehr durchdacht, was das ganze Projekt enorm erleichtert hat.“

 

Deutschlands erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker steht im nordrhein-westfälischen Beckum und hat eine Wohnfläche von circa 160 Quadratmetern.
Foto: Geberit

 

Ein- oder Mehrfamilienhäuser – für den 3D-Drucker kein Problem

Beim 3D-Druck eines Hauses ist die Planung lediglich durch die Einschränkungen der Druckmaschine limitiert. So hat der Druckkopf bestimmte Eigenschaften und man muss ein gewisses Freihaltemaß berücksichtigen. Die Ausführung selbst ist dann simpel: „Das 3D-Modell stellt den Plan dar und mit diesen Daten fährt die Maschine dann einfach ihren Weg ab“, erklärt Korte. Für diese Bauweise sind kaum Grenzen gesetzt. „Private Wohnhäuser lassen sich damit genauso bauen wie Schul- und Verwaltungsbauten oder gewerbliche Immobilien. Auch Mehrfamilienhäuser sind realisierbar“, so Korte weiter. Die Gebäude müssen lediglich freistehend sein und dürfen eine gewisse Länge, Breite und Höhe nicht überschreiten. Ohne die Maschine zu bewegen, druckt sie eine Länge von circa 18 Metern, eine Breite von circa 15 Metern und drei Geschosse, die maximal 10 Meter hoch sein dürfen.

Besondere Herausforderung bei der Planung

Bereits vor dem Druck eines 3D-Hauses bedarf es einer sehr exakten Planung, die alle baulichen und zeitlichen Aspekte berücksichtigt. Die Herausforderung liegt vor allem darin, sich vorab mit allen Projektbeteiligten bis ins kleinste Detail abzustimmen und alle Installationskomponenten zu berücksichtigen, um gedruckte Wände später nicht beschädigen zu müssen. Dementsprechend begann die Installation erst nach dem vollständigen Druck, worin der Architekt einen eindeutigen Vorteil sieht: „Bei herkömmlichen Objekten werden viele Probleme häufig erst in der Bauphase gelöst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Beim 3D-Druck entstehen solche Probleme erst gar nicht, weil sie schon während der Planung behoben werden.“ Durch eine eindeutige und präzise Ausführungsplanung konnte Unvorhergesehenes bei der Installation nahezu ausgeschlossen werden. Korte nennt ein Beispiel: „In einem der drei Bäder hatten wir einen großen Spiegelschrank der Serie Geberit ONE eingeplant. Die dafür vorgesehene Nische konnten wir bereits im 3D-Modell so passgenau planen, dass der Einbau wunderbar funktioniert hat.“

In den Bädern höchste Qualität und Komfort

Waldemar Korte hat sich bei der Ausstattung aller drei Bäder in enger Absprache mit dem Installateur für sehr hochwertige Produkte von Geberit entschieden. Er zeigt sich glücklich darüber: „Bei der Ausstattung der Bäder hat Geberit meine Vorstellungen und Erwartungen in Punkto Qualität und Komfort weit übertroffen. Aus meiner Sicht hat Geberit im 3D-Druck-Wohnhaus von Beckum in Summe den Ferrari der Sanitäranlagen verbaut.“

Zeitloses Design von Geberit Acanto

Wie das Haus selbst, erfüllen ebenfalls alle Bäder den Anspruch eines modernen und innovativen Designs. So auch das Bad im Erdgeschoss, hier fiel die Wahl auf Produkte der Badserie Geberit Acanto. Der Unterschrank und das Handwaschbecken überzeugen mit klaren, zeitlosen Linien und einem modularen Aufbau. Mit Geberit Acanto schuf man die Möglichkeit, das Bad individuell zu gestalten und gleichzeitig trotz enger Platzverhältnisse ausreichend Stauraum zu schaffen.

Geberit ONE: Design-Bäder im Obergeschoss

In allen drei Bädern entschied sich der Architekt für den Einbau von Produkten der Geberit ONE Badserie. Die Serie vereint sanitärtechnisches Know-how mit Designkompetenz und nutzt konsequent die Vorteile der Vorwandinstallation. Indem alles, was vor der Wand nicht unbedingt benötigt wird, von dem neuen Badkonzept in die Ebene dahinter verlegt wird, kommt auch die reduzierte Optik besonders zur Geltung. Ebenfalls entstehen so mehr Sauberkeit, mehr Platz und mehr Flexibilität im Bad. Die TurboFlush-Spültechnologie der ONE WCs im Kinder- und Gästebad garantiert eine saubere und leise Ausspülung, zudem sind sie dank der Rimfree-WC-Keramik, die ohne Spülrand auskommt, besonders reinigungsfreundlich. Im elterlichen Bad wurde zudem der Geberit ONE Waschtisch verbaut. Der dazugehörige Siphon wird in einer Funktionsbox in der Vorwand montiert. Dadurch wirkt der Waschtisch nahezu freischwebend. Über dem Waschtisch wurde der bereits erwähnte ONE Spiegelschrank montiert, der über eine integrierte Beleuchtung verfügt, ebenfalls in der Vorwand verschwindet und somit zusätzlichen Stauraum bietet.

Hygiene und Komfort mit dem Dusch-WC

Korte ließ im elterlichen Bad ein Dusch-WC einbauen: das AquaClean Mera Comfort von Geberit mit WhirlSpray-Duschtechnologie und Warmluftföhn, mit einer WC-Sitz-Heizung und einer berührungslosen WC-Deckel-Automatik. Warum? „Dusch-WCs werten ein Bad enorm auf. Und sie spielen nicht nur in Hotels, sondern auch in Privatwohnungen mittlerweile eine immer größere Rolle“, stellt Korte fest. Großen Wert wurde auch auf die optischen Details gelegt. So entschied sich Korte für die berührungslose Betätigungsplatte Geberit Sigma80. Sie fügt sich mit ihrem hochwertigen und exklusiven Design ideal in das Wohnhaus ein.

FlowFit und 3D-Druck: Innovation trifft Innovation

Der Einbau der Trinkwasserinstallationen unterscheidet sich beim Haus aus dem 3D-Drucker nur bei den vertikalen Fallsträngen von der eines herkömmlich gebauten Hauses. Bei den Produkten war Korte allerdings der Ansicht, dass ein so modernes und innovatives Haus auch nach entsprechend innovativen Lösungen verlangt. Also entschied sich der Architekt in Absprache mit dem Installateur für das neue System Geberit FlowFit – und ist begeistert: „Wir hatten bereits bei der Planung hohe Anforderungen an die Trinkwasserhygiene der Versorgungsleitungen formuliert. Darauf legen Bauherren in den letzten Jahren immer mehr Wert.“ Die einzelnen Bauteile sind auf dem Transportweg vor eindringendem Schmutz geschützt. Leitungsquerschnitte lassen sich kleiner als gewohnt dimensionieren, weil die Durchströmung optimiert ist. Und das schlankere Leitungsnetz nutzt manch kürzeren Weg, um Ausstoßzeiten zu minimieren und die Gefahr durch Stagnation zu verringern. „Darüber hinaus hat mich die effiziente Montage des Systems, die sehr viel Zeit spart, absolut überzeugt“, sagt Korte. Das System kann mit wesentlich kleineren Durchmessern berechnet werden und durch den Einsatz von vorgedämmten Rohren lassen sich im Bauprozess Kosten sparen.

Ein rundum gelungenes Projekt

Deutschlands erstes Wohnhaus aus dem 3D-Drucker war für Waldemar Korte ein wichtiges Projekt mit großer Außenwirkung: „Bei keinem anderen 3D-gedruckten Gebäude weltweit ist die technische Ausführung so ausgeklügelt und konsequent realisiert worden, wie in Beckum“, schwärmt der Architekt und fügt hinzu: „Kein anderes 3D-gedrucktes Wohnhaus wurde von den Behörden so problemlos durchgenehmigt wie dieses.“ Korte sieht sich durch den positiven Zuspruch bestätigt: „Ich bin rundum zufrieden. Auch die Resonanz in der Öffentlichkeit ist überragend. Die 3D-Technologie funktioniert und ich bin davon überzeugt, dass sie in Zukunft ein ernstzunehmender Marktbegleiter werden wird.“ Besonders freut sich Korte über die Unterstützung von Geberit: „Wir wurden von Geberit während des gesamten Projekts sehr engagiert und verlässlich betreut. Diese Leistungsfähigkeit hat mich überzeugt, so dass ich jeder und jedem die Zusammenarbeit uneingeschränkt empfehlen kann.“

 

Pressemitteilung: Geberit