15. April 2024

Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur

DGNB Präsident Prof. Amandus Samsøe Sattler, Frank Schönert, Co-Founder Hütten & Paläste und Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand der DGNB | Bildquelle: DGNB

Stuttgart (pm) – Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Architektur geht in die nächste Runde. Zum nunmehr zwölften Mal werden Projekte gesucht, die sich neben einem hohen gestalterischen Anspruch durch innovative Nachhaltigkeitskonzepte hervortun. Die Einreichung ist bis Ende Mai 2024 online möglich. Der Preis wird von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. zusammen mit der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. ausgelobt.

„Nachhaltige und damit zukunftsweisende Architektur erfordert nach wie vor den Willen und den Mut aller Beteiligten. Sie müssen Althergebrachtes genauso hinterfragen wie neue Ansätze, um dann für den jeweiligen Ort eine angemessene Entscheidung treffen zu können“, sagt Prof. Amandus Samsøe Sattler, DGNB Präsident und Vorsitzender der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur. „Ich bin gespannt, welche Projekte, die schon aktiv an der Transformation des Bausektors mitwirken, in diesem Jahr die Chance ergreifen, sich der Expertise der Jury zu stellen.“

Bis zum 31. Mai 2024 können Projekte zum Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur online eingereicht werden. Die Jury namhafter Expertinnen und Experten aus den Bereichen Architektur, Bauen und Kultur diskutiert im Anschluss die Finalisten und das Gewinnerprojekt. Die Besetzung der Jury wird in Kürze bekanntgegeben. Die Siegerehrung und damit die Bekanntgabe des Gewinnerprojektes erfolgt im Rahmen des 17. Deutschen Nachhaltigkeitstages am 28. und 29. November 2024 in Düsseldorf.

Teilnahmeberechtigt sind Bauherrinnen und Bauherren, Architektinnen und Architekten sowie Nutzende von Gebäuden gleichermaßen. Eingereicht werden können abgeschlossene Bauprojekte in Deutschland, die eine personenbezogene Nutzung aufweisen und nicht älter als fünf Jahre sind. Zugelassen sind sowohl Bestandsgebäude als auch Neubauten, die neben mehr Nachhaltigkeit im Bausektor auch hinsichtlich der gestalterischen Qualität einen Beitrag leisten. Betrachtet werden das Gebäude selbst und die unmittelbar zugeordneten Freiflächen.

Nachfolgeprojekt mit Innovationspotenzial gesucht

Die Vielfalt der bisherigen Gewinnerprojekte beim renommierten Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur zeigt, dass es eben nicht nur die eine Antwort auf das Bauen von morgen gibt. So unterschiedlich die ausgezeichneten Projekte sind, so zahlreich sind auch die Möglichkeiten, neue Wege zu gehen, um nachhaltige Projekte mit Strahlkraft hervorzubringen. Allen Preisträgern gemein ist der klare Wille, mit ihrem Schaffen langfristig etwas zu bewirken und Nachahmer zu finden.

Die im letzten Jahr ausgezeichnete U-Halle in Mannheim vom Büro Hütten & Paläste reiht sich da klar ein. Ein Revitalisierungsprojekt, bei dem alle Beteiligten Neues gewagt und dadurch nicht nur einen vielfältigen Ort der Begegnung, sondern auch eine wichtige Frischluftschneise geschaffen haben. Im Jahr zuvor setzten Grüntuch Ernst Architekten mit dem Hotel Wilmina in den Gemäuern eines ehemaligen Frauengefängnisses Impulse zur innerstädtischen Nachverdichtung. Und im Jahr davor waren es die Forschungshäuser „Einfach Bauen“ in Bad Aibling, anhand derer das Büro Florian Nagler Architekten zusammen mit einem Forschungsteam der TU München den Beweis antritt, dass sich eine Rückbesinnung auf das Wesentliche in der Architektur langfristig auszahlt.

Weitere Informationen unter www.nachhaltigkeitspreis.de/wettbewerbe/architektur und www.dgnb.de/dnp-architektur. ­
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Quelle: DGNB