15. August 2022

Der Preis der Ostdeutschen Bauindustrie geht an den BTU-Absolventen Florian Schildberg

v.l.n.r.: Dr. Robert Momberg (Hauptgeschäftsführer BIVO), Prof. Dr.-Ing. Klaus Holschemacher (HTWK Leipzig), Thomas Schmidt (Sächsischer Staatsminister für Regionalentwicklung), Florian Schildberg (Gewinner "Preis der Ostdeutschen Bauindustrie 2022" - Teilkategorie Architektur), Marco Rübensaal (Gewinner "Preis der Ostdeutschen Bauindustrie 2022" - Teilkategorie Bauingenieurwesen), Angela Püls (dechant hoch- und ingenieurbau gmbh), Gastprof. Dipl. Ing. Arch. Christina Köchling (BTU Cottbus-Senftenberg), Jörg Muschol (Präsident BIVO) (c) Daniel Anger

Cottbus (pm) – Unter dem Titel HOLZFABRIK BRANDENBURG hat Florian Schildberg im Wintersemester 2021/2022 seine Master-Thesis bei der Gastprofessorin Christina Köchling geschrieben und im Bereich Baukonstruktion und Entwerfen bei Prof. Karl Plastrotmann vertieft. Für seine ausgezeichnete, innovative Arbeit hat er nun den Preis der Ostdeutschen Bauindustrie erhalten.

Aufgabe der Masterarbeit war es, ein zukunftsweisendes und nachhaltiges Holzgebäude für einen holzverarbeitenden Betrieb im Land Brandenburg zu entwerfen. Trotz des großen Waldbestandes gibt es landesweit nur wenige Sägewerke und holzverarbeitende Betriebe. Die Region hält somit Potenzial zur Entwicklung bereit. Auf dem gewählten Grundstück am Industriestandort in Rüdersdorf wird der Entwurf als Erweiterung eines realen Unternehmens vorgeschlagen.

In Vorbereitung auf die Aufgabe hat sich Florian Schildberg mit Schalentragwerken aus Stahlbeton beschäftigt, die durch ihre Form große Spannweiten überspannen und materialsparend ausgebildet werden können. Unter der Fragestellung, ob derartige Schalen in den Holzbau transformiert werden können, hat er eine elementierte und digitalisierte Vorfertigungsweise genutzt, um die doppelt gekrümmten Holzschalenelemente seiner dreischiffigen Anlage zu konstruieren.

 

(c) Florian Schildberg

 

Die bestehende Halle mit einem Zöllinger Gewölbe wird durch die Dachform der neuen Halle ergänzt. Die Vordächer zu den Seiten bilden städtebauliche Gesten aus. Mit einer sogenannten Raumschicht aus Ausstellung, Mensa und Büros wird zur Straße hin ein repräsentatives Gesicht ausgebildet. Zur Anlieferungsseite hin gibt es ein Vordach, unter dem Zwischenprodukte gelagert werden können.

Die kompakte Struktur der Halle besteht aus sechs von oben belichteten Hallen mit unterschiedlichen Fertigungsschritten, die mit Nebenraumschichten und Durchfahren strukturiert sind. Es gibt mehrere Wege und diagonale Sichtbezüge. Das Raumgefüge ist damit flexibel, bietet eine positive Arbeitsatmosphäre und ist ein Projekt, dass den zeitgenössischen Holzbau repräsentiert.

Preis der Ostdeutschen Bauindustrie

Die Bauwirtschaft in Ostdeutschland braucht hoch qualifizierte und motivierte Bauingenieure und Architekten, die mit neuen faszinierenden Ideen die Zukunft als Herausforderung und wichtiges Betätigungsfeld begreifen. Bauingenieure und Architekten sind die Triebfeder und Träger der Innovationen in den Unternehmen und damit wesentliche Voraussetzung für Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit. Die Auszeichnung soll Vorbildwirkung und Anreiz für alle Studierenden sein und dem Bauwesen Impulse geben. Sie wird jährlich durch den Bauindustrieverband Ost e.V. für Diplom- und Masterarbeiten ausgelobt. Der „Preis der Ostdeutschen Bauindustrie“ ist mit einem Preisgeld in Höhe von 2.000,00 € ausgestattet.

 

Pressemitteilung: Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg