1. Oktober 2022

DAVE: Wohnen ist Gewinner – Keine Rückgänge der Mieten und Kaufpreise

Berlin (pm) – Anlässlich der Vorstellung ihres 20 deutsche Städte umfassenden Marktberichtes resümieren die DAVE-Partner, dass Wohnen der Gewinner der Corona-Krise ist. In keiner der Märkte gehen sie von Rückgängen bei den Mieten und Kaufpreisen sowohl bei Neubauten als auch im Bestand aus. Es seien hingegen sogar Steigerungen zu erwarten.

Peter Schürrer, DAVE-Geschäftsführer: „Wohnen ist der Gewinner der Corona-Krise. Denn es hat sich gerade jetzt gezeigt wie wichtig die eigenen Vierwände sind, ob im Eigentum oder zur Miete.“

Auch bei Pflege und Health-Care Immobilien sieht DAVE eine hohe Nachfrage, der Gesundheitsmarkt sei stark in den Fokus gerückt. Im Bereich Logistik müsse differenziert werden zwischen Konsumgüter- und Industrielogistik, wie der Bereich der Automobilbranche zeigt. Profieure der aktuellen Lage ist laut DAVE demnach klar der Verbraucherbereich.

Im Handel stelle sich aktuell häufig die Überlebensfrage in den High Streets. Während die Modebranche hier ums Überleben kämpft, gewinnen Nahversorger, Super- und Drogeriemärkte besonders in Stadtteillagen. Gerade in den Zentren sind deswegen neue Konzepte gefragt. Corvin Tolle, DAVE-Partner: „Der Einkauf beim Bäcker und im kleinen Geschäft ist unter sozialen Aspekten der Gewinner der Krise, da der Kunde sich dort wohler fühlt als im Kaufhaus.“

Auch die Hotellerie kämpfe ums Überleben. Während im Bereich Messen- und Kongressreisen Insolvenzen zu erwarten seien, können kleine individuelle Häuser in Ferienregionen oder mit Alleinstellungsmerkmalen besser durch die Krise kommen. Hier erwartet DAVE eine Neu-Aufstellung der Branche.

Große Unbekannte sei hingegen das Bürosegment. Hier stelle sich die Frage, wie viel Fläche zukünftig gebraucht würde. Dennoch hält DAVE einen Abgesang auf das Büro nicht angebracht. „Gerade als Kommunikationsort wird es hingegen einen neuen hohen Stellenwert bekommen. Menschen brauchen den Austausch mit Menschen. Kreativität im Homeoffice ist begrenzt, da sie vom Miteinander lebt“, so Schürrer. Deswegen werden zukünftig neue Konzepte getestet, wie flexible Büros. Auch kleinere Einheiten seien stärker gefragt.

Generell seien Banken derzeit nicht bereit bei Finanzierungen ins Risiko zu gehen. „Hier sind wir als Branche gefragt, Lösungen wie Financial Engineering, erhöhtes Eigenkapital oder Joint Ventures zu finden“, so Tolle. „Besonders bei Objekten außerhalb der Asset-Klasse Wohnen sind Banken aktuell auf eine regionale und objektbezogene hohe Daten-Transparenz angewiesen. Wir haben immer schon hohe Anforderungen der Banken im Rahmen der Due Diligence erlebt. Aber gerade jetzt und auch zukünftig werden die Objektprüfung und die damit verbundene Ertragsstärke noch einmal stärker in den Fokus genommen“, ergänzt Jens Lütjen, DAVE-Partner, abschließend.

Pressemitteilung: Deutsche Anlage-Immobilien Verbund (DAVE)