30. Juni 2022

Christian Fischbacher und Hadi Teherani kreieren gemeinsame Kollektion „Contemporary Persia“

HadiTeherani, Camilla und Michael Fischbacher © Christian Fischbacher

St. Gallen (pm) – Die Schönheit Persiens in eindringlich-atmosphärischen Stoffen: Der Textiléditeur Christian Fischbacher und der Architekt und Designer Hadi Teherani haben mit „Contemporary Persia“ erstmalig eine gemeinsame Textil-Kollektion entworfen, die zum Salone del Mobile 2022 in Mailand der Öffentlichkeit präsentiert wird. Innerhalb eines intensiven kreativen Dialogs haben Creative Director Camilla Fischbacher und Hadi Teherani sich auf die Spuren ihrer gemeinsamen Wurzeln begeben und der Vielfalt des Irans nachgespürt.

 

HadiTeherani und Camilla Fischbacher © Christian Fischbacher

Die hochwertigen Vorhang- und Bezugsstoffe sowie Teppiche spiegeln in eleganten wie raffinierten Dessins den landschaftlichen und kulturellen Reichtum des Landes wider. Natürliche Materialien lassen die bewegend schöne Landschaft in einer Kollektion fließend-weicher bis gröberer Strukturen haptisch erlebbar werden. Geformt von den Extremen der Natur wird das einzigartige Landschaftsbild auch in der Farbpalette der Kollektion lebendig. Sie umfasst zurückhaltende, erdige Töne und setzt kräftige Farbakzente. In grafisch anmutenden Mustern und sanften Farbverläufen sind die Stoffe vor allem eine moderne Auseinandersetzung mit dem pulsierenden Land.

Die Kollektion vereint auf einzigartige Weise die Disziplinen Architektur, Landschaft und Hochkultur – Elemente, die Hadi Teheranis Arbeit stark beeinflussen: „Die starken Kontraste machen das Land so vibrierend lebendig“, betont der Architekt und Designer. „Während meiner Bauprojekte erhalte ich immer wieder Gelegenheit, die vielseitigen Impulse des Landes zu ergründen: Sei es die junge Kreativszene auf den Spuren jahrtausendealter Hochkultur, die monumentale Baukunst oder die eindrucksvolle Natur – ‚Contemporary Persia‘ ist für mich eine einzigartige Reise gewesen, Camillas und meine Visionen gemeinsam zu reflektieren und in feinsinnigen Textilien zu neuer Gestalt zu übersetzen.“

 

© Christian Fischbacher

Für die Entwicklung der Kollektion sind die beiden Gestalter Camilla Fischbacher und Hadi Teherani zu ihren persischen Wurzeln zurückgekehrt. Beide stammen aus dem Iran, ihren Lebensmittelpunkt haben sie jedoch seit langem in Europa – Camilla Fischbacher im Schweizer St. Gallen und Hadi Teherani in Hamburg. „Im gemeinsamen kreativen Prozess wurde uns die enorme schöpferische Kraft bewusst, die der Iran mit seinem reichen kulturellen Erbe entfacht“, sagt Camilla Fischbacher über den besonderen Kooperationsansatz. „Uns war es ein besonderes Anliegen, das immense kreative Potential innerhalb der Schnittmenge unserer Arbeitsbereiche zu nutzen – der Architektur und Raumgestaltung. Von Hadi Teherani und seinem Design Team haben wir viel über die Wirkungsweise, Raumstrukturen, funktionale Aspekte und das Einsatzspektrum der Stoffe innerhalb seiner Projekte gelernt.“ Das große Kompetenzfeld der Partner hat den Diskurs über Textilien als Stilmittel im privaten und öffentlichen Bereich besonders motiviert.

 

© Christian Fischbacher

 

„Stoffe machen architektonische Räume erst komplett und mit unseren Sinnen erlebbar“, sagt Hadi Teherani. „Mit dem Gespür für Materialien, dem über Generationen angeeigneten Wissen über Textilien und ihre Fertigung ist Christian Fischbacher für uns der ideale Entwicklungspartner für Stoffe, die im Raum nachhaltig wirken“, fügt Hadi Teherani hinzu. „Die persische Kultur hat über tausende Jahre ihre Ausdruckskraft bewahrt. Deshalb war für uns beide der Anspruch, eine zeitlos geltende Textilkollektion zu entwickeln, wirklich eine außergewöhnliche Challenge“, erläutert Camilla Fischbacher.
„‚Contemporary Persia‘ ist für Hadi und mich eine Herzensangelegenheit von ganz eigener Kraft geworden: Kulturelle Wurzeln stecken in dir, sie sind oft diffus und kaum greifbar. Jemanden zu finden, der diese Sprache ohne Worte versteht, ist etwas Besonderes.“

ROYA
Der weich fließende Vorhangstoff Roya ist inspiriert von der Landschaft des iranischen Aladagh Gebirges und ihrer faszinierenden Farbigkeit. Die eindrucksvollen Kontraste erinnern an Traumsequenzen und liefern den Namen Roya, Persisch für „schöner Traum“. Das Jacquardgewebe besteht aus einer Mischung feiner Baumwoll-, Viskose- und Polyestergarnen, welche die feinen Farbverläufe des Designs ermöglichen. In fünf Farbvarianten erzeugen die Stoffe außergewöhnliche Effekte.

DASHT
Der weiche, voluminöse Uni in Leinenqualität trägt den persischen Namen für „Wüste“ und kann sowohl als schwerer Bezugsstoff als auch als weich fließender Vorhangstoff eingesetzt werden. Das im Schuss verwendete Leinen-Baumwoll-Chenillegarn verleiht dem Stoff eine edle Veloursoptik und einen körnig-trockenen Griff. DASHT ist in zehn Farbstellungen erhältlich.

 

(c) Jonas von der Hude

 

AFSUN
Die hohe Kunst der Kalligrafie fließt bis heute in die Arbeiten junger iranischer Künstler ein. Als Scherli gewebt, verwandeln sich die persischen Buchstaben „H“ und „T“ auf dem halbtransparenten, raumhohen Vorhangstoff AFSUN in ein lebendiges Design. Sie stehen nicht nur für die Initialen Hadi Teheranis, sondern beziehen sich auf چیه „Heetch“ und مامت „Tamam“ – „das Komplette Nichts sein“, auf die spirituell-mystische Lehre des Sufismus, die ihre Ursprünge im Iran hat. AFSUN ist in vier eleganten Farbvarianten erhältlich und eignet sich dank seiner Schwerentflammbarkeit auch für den Einsatz im Objektbereich.

ARAMESH
ARAMESH bedeutet auf Persisch Ruhe, Seelenfrieden und Glückseligkeit. So verleiht der matte, transparente Vorhangstoff seiner Umgebung Ausgeglichenheit und harmoniert mit dem Interieur. Das leichte, flammhemmende Drehergewebe ist raumhoch (300 cm) und gibt dank der zweifarbig gewebten Struktur eine natürlich wirkende Mélange wieder.

 

(c) Jonas von der Hude

DONYA
Der schwere, dicht gewebte Wollsatin kann als weich-flie- ßender Vorhangstoff wie auch als Bezugsstoff eingesetzt werden. Die spezielle schmutzabweisende Ausrüstung macht den Stoff unempfindlich und schützt vor Flecken. Der Uni ist in zehn Farbgebungen erhältlich und umfasst neben zarten Erd- und Vanilletönen auch Blaunuancen und Lachsrot.

BARAN
Der Bezugsstoff BARAN, eine Naturfaser-Mischung, besticht durch seine belebte Oberfläche. Hervorgerufen wird diese durch die Verbindung von voluminösem, locker verzwirntem Schussgarn und der Leinenkette. Die unebene Struktur der Naturfasern kommt dank der Leinwandbindung gut zur Geltung. BARAN trägt seinen Namen nach dem persischen Begriff für „Regen“, ein knappes Gut in vielen Regionen des Landes und zugleich auch ein weiblicher Vorname.

 

(c) Jonas von der Hude

MITRA
Traditionelles Ziegelmauerwerk prägt bis heute die Architektur des Irans. Die Muster und Strukturen inspirierten das Hadi Teherani Designstudio zur Gestaltung des Bezugsstoffs MITRA. Das voluminöse, mehrfach locker verzwirnte Schussgarn sorgt gemeinsam mit der Leinenkette für eine belebte Oberfläche. Die Wollgarne lassen das Muster optisch hervortreten.

TARA
Der mittelschwere Bezugsstoff in Schaftgewebe ist inspiriert von der persischen Ziegelarchitektur, welche gerade im Süden des Landes das Landschaftsbild prägt. Das voluminöse, mehrfach locker verzwirnte Schussgarn lässt in Verbindung mit der Leinenkette eine belebte Oberfläche entstehen. Die Wollgarne erheben sich leicht, sodass das Muster optisch hervortritt.

DIBA
DIBA ist ein mittelschwerer Bezugsstoff aus einer Naturfaser-Mischung mit einer lebendigen Oberflächenstruktur. Die langen Flottierungen über Kette und Schuss der Panamabindung sorgen für einen besonders weichen Griff. Angelehnt an die typischen persischen Ziegelstrukturen erzeugt die gewebte Struktur ein grafisches Muster.

NASIM
Der transparente Voile mit Baumwolloptik ist farblich abgestimmt auf den Vorhang- und Bezugsstoff DONYA.Wie eine leichte, erfrischende Brise, die dem Stoff auch seinen Namen verleiht, steht NASIM in vier zarten Farbgebungen zur Verfügung.

Pressemitteilung: Christian Fischbacher