26. Mai 2022

Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V.: Erforderliche Maßnahmen zur Stärkung der Baukonjunktur in Zeiten von Corona

Berlin (pm) – Der Bausektor ist eine zentrale Säule der deutschen Volkwirtschaft. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es wichtig, die Potenziale einer Branche zu heben, die Arbeitsplätze mit zahlreichen Aufgabenfeldern und unterschiedlichen Qualifikationsprofilen bietet.

Gleichzeitig sind die Herausforderungen des Klimaschutzes eine langfristige gesellschaftliche und politische Verpflichtung. In einem Impulspapier an Kanzleramt, Bundes- und Landesministerien sowie Bundestagsagbeordnete formuliert der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG) folgende Punkte:

• Baustellen offenhalten

Das Baugewerbe umfasst gesamt über 850.000 Beschäftigte in Deutschland, bei einem jährlichen Umsatz von 135 Milliarden Euro. Der Bereich der Gebäudehülle bietet dabei direkt und indirekt 400.000 Menschen Arbeit – mit einem jährlichen Bauvolumen von über 42 Milliarden Euro. Eine Aufrechterhaltung der Baustellen unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften kann zur Abfederung der volkswirtschaftlichen Belastungen beitragen.

• Bürokratie reduzieren

Bund und Länder haben gezeigt, dass schnell und umfassend auf die neue Situation reagiert werden kann. Unbürokratischen Lösungen und zügiges Verwaltungshandeln sind das Gebot der Stunde.

• Grenzen möglichst schnell für Pendler, Arbeitskräfte und Logistik aus anderen EU-Ländern öffnen

Arbeitskräfte aus dem europäischen Ausland müssen wieder innerhalb der EU reisen und arbeiten dürfen, selbstverständlich unter Wahrung notwendiger Hygiene-Vorgaben.

• Renovierungswelle für öffentliche Gebäude starten

Durch signifikante Modernisierung und energetische Sanierung wird der öffentliche Gebäudesektor zum Wirtschaftsmotor und Vorbild in Sachen Effizienz, Klimaschutz und Gesundheit.

• Leerstand zu besserem „Lehrstand“ machen

Die nicht genutzten Klassenzimmer und Schulgebäude benötigen in vielen Fällen eine dringende Sanierung. Nun wäre ein passendes Zeitfenster für eine ungehinderte Renovierung.

• Gebäudebestand modernisieren – jetzt erst recht

Die Sanierungsquoten für Wohngebäude und Nichtwohngebäude müssen mit Blick auf die Klimaziele deutlich erhöht werden. Besonderes Potenzial bieten hier Nichtwohngebäude wie etwa Büros, die in diesen Tagen wenig oder kaum genutzt werden.

• Homeoffice erfordert Neubetrachtung von Wohngebäuden

Eine veränderte Arbeitssituation erfordert moderne, effiziente und gesundheitsfördernde Gebäude. Daher bedarf es gemeinsamer Anstrengungen, Wohngebäude entsprechend dieser so wichtigen Anforderungen nachhaltig zu modernisieren.

Das Impulspapier finden Sie in voller Länge unter https://buveg.de/politik/#studien

Pressemitteilung: Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V.