1. Oktober 2022

Bundesbauministerin Klara Geywitz eröffnet Kompetenzzentrum Regionalentwicklung des BBSR in Cottbus

Berlin (pm) – Das Kompetenzzentrum Regionalentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (KRE) hat am 23. Mai 2022 offiziell seine Tätigkeit aufgenommen. Bundesbauministerin Klara Geywitz eröffnete den neuen Standort bei einer Festveranstaltung im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern des Bundes, der vom Kohleausstieg betroffenen Länder und Regionen, der Stadt Cottbus sowie der Wissenschaft.

Ziel der neuen Einrichtung ist es, den Strukturwandel im Lausitzer, im Mitteldeutschen und im Rheinischen Revier durch ihre wissenschaftliche Expertise zu begleiten und Städte und Gemeinden bei der Entwicklung von Zukunftsperspektiven zu unterstützen. Bis Ende 2023 werden 55 Stellen beim BBSR entstehen. Damit werden in der Region hoch attraktive Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektive im Bundesdienst geschaffen.

Die Expertinnen und Experten des KRE forschen unter anderem zu Fragen, wie der Strukturwandel unterstützt und gesellschaftlich verträglich gestaltet werden kann, wie neue Partnerschaften gebildet werden können, um die Chancen der Energiewende und der Digitalisierung für eine gelungene Transformation zu nutzen. Die Forschungsergebnisse werden sich auch auf andere Regionen im Strukturwandel in Deutschland übertragen lassen.

Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: „Wir bringen das Know-how unserer bundesweiten Ressortforschung in die Reviere. Das BBSR übernimmt hier wichtige Schnittstellen- und Vermittlungsfunktionen, die vom Bund über die Regionen bis zu den Kommunen reichen. Unsere Forschung soll zeigen: Wie geht es den Regionen? Wie geht es den Menschen dort? Was brauchen sie, um Arbeit und gute Lebensbedingungen vorzufinden und vor allem auch selbst gestalten zu können? Über all das mehr zu wissen und die richtigen Akteure dazu zusammen zu bringen, das wird unter anderem die Aufgabe unseres neu entstehenden Kompetenzzentrum Regionalentwicklung sein.“

Dr. Markus Eltges, Leiter des BBSR: „Das BBSR kommt neu nach Cottbus, unterstützt aber bereits umfänglich die Braunkohlereviere in Deutschland. Wir fördern die Reviere gemeinsam mit dem Bundesbauministerium etwa in Programmen zur Stärkung der Innenstädte und Zentren, zur Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel oder zu Smart Cities und Smart Regions. Auf dieser Basis wollen wir gemeinsam mit den regionalen Akteuren diese Projekte weiterentwickeln.“

Eine Vernetzung mit den Akteuren der Wissenschaftslandschaft in den Revieren ist für das BBSR genauso selbstverständlich wie eine Verzahnung mit allen Akteuren, die den Transformationsprozess aktiv gestalten – in Verwaltungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Der Aufbau des Kompetenzzentrums beruht auf dem Strukturstärkungsgesetz des Bundes. Der Bund hat inzwischen mehr als 2.700 neue Arbeitsplätze in Behörden und Einrichtungen des Bundes in den Kohleregionen besetzt und damit mehr als die Hälfte der als strukturpolitisches Ziel anvisierten 5.000 Arbeitsplätze bis 2028 erreicht. Das zeigt eine Analyse des Kompetenzzentrums Regionalentwicklung, die auf der Website des BBSR unter www.bbsr.bund.de abrufbar ist.

Das BBSR mit seinen derzeit rund 250 Stellen ist als Ressortforschungseinrichtung dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) unterstellt. Es unterstützt das BMWSB durch wissenschaftliche Politikberatung bei Aufgaben des Wohnungs-, Immobilien- und Bauwesens sowie der Stadt- und Raumentwicklung. Seit 2009 werden zudem Förder- und Investitionsprogramme durch das BBSR fachlich vorbereitet, gemeinsam mit den Kommunen umgesetzt und verwaltet. Das BBSR hat Standorte in Bonn (Hauptsitz), Berlin und Cottbus.

 

Pressemitteilung: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)