27. Januar 2022

Build for Life: Velux Gruppe setzt sich für nachhaltige Gebäude und Gemeinschaften ein

Velux Build for Life Conference

Hamburg (pm) – Was wäre, wenn wir nachhaltiger, vernetzter und gesünder leben könnten? Dies ist eine von vielen grundlegenden Fragen, mit denen sich das neue Build for Life-Konzept befasst, das von Velux entwickelt und heute auf der Build for Life-Konferenz vorgestellt wird. Dabei soll aufgezeigt werden, wie nachhaltiges Bauen und das Schaffen von glücklicheren und gesünderen Lebensräumen ermöglicht werden kann.

„Build for Life“ basiert auf der Erkenntnis, dass die Art und Weise, wie wir heute bauen, enorme Auswirkungen auf die Menschen und Ökosysteme hat. Es dient als Richtungsweiser für Designer, Stadtplaner sowie Baufachleute und umfasst Vorschläge zur Bewältigung einiger der dringendsten Probleme, mit denen wir konfrontiert sind:

• Umwelt: Gebäude allein sind für rund 39 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich und 40 % der Weltbevölkerung benötigen ein neues Zuhause (UNEP, 2015). Um die Klimakrise einzudämmen, müssen wir noch vor 2050 Netto-Null-Emissionen erreichen. Durch die Verwendung von Materialien mit geringen Auswirkungen auf die Umwelt und die Konzentration auf die Ökobilanz eines Gebäudes könnten wir die Nachfrage nach mehr Wohnraum decken, ohne die Ressourcen der Erde zu erschöpfen.

• Gesundheit: Wir verbringen bis zu 90 % unserer Zeit in Innenräumen. Indem wir unsere Gebäude nach einer One-Size-Fits-All-Logik gestalten und bei der Qualität der Baumaterialien Kompromisse eingehen, versäumen wir es, ein gesundes Raumklima zu schaffen. Werden die Prinzipien für ein gesundes und komfortables Raumklima eingehalten und hochwertige Materialien eingesetzt, können wir Gebäude schaffen, die tatsächlich auch für uns Menschen gesünder sind.

• Erschwinglichkeit: Bis 2050 werden voraussichtlich 2,5 Milliarden Menschen mehr in Städten leben. Gleichzeitig sind weltweit an vielen Orten die Wohnungspreise erheblich und stetig gestiegen, sodass der Wohnraum gerade für all jene, die ihn am dringendsten benötigen, nicht mehr bezahlbar ist. Durch die Gestaltung von Gebäudeflächen, die sich durch Design, gemeinschaftliches Wohnen und neue Geschäftsmodelle auf Erschwinglichkeit konzentrieren, könnten wir Wohnraum für die Menschen schaffen, die am meisten davon profitieren.

• Gemeinschaft: Obwohl wir näher beieinander leben und mehr denn je miteinander verbunden sind, fühlen wir uns immer einsamer, ängstlicher und gestresster. Durch die Gestaltung einer baulichen Umgebung, die Gemeinschaft durch Teilen, Partizipation, Identität und Sicherheit ermöglicht, könnten wir das Wohlbefinden steigern, die allgemeine Gesundheit verbessern und gleichzeitig Angst, Einsamkeit und Stress verringern.

„Häuser und Gemeinden sollten auf gesunde und regenerative Designprinzipien ausgerichtet sein und sowohl für Menschen als auch für den Planeten entworfen werden. ‚Build for Life‘ ist mehr als ein Designkonzept, es ist eine Art zu denken und zu leben“, erklärt Lone Feifer, Direktorin für nachhaltige Gebäude bei der Velux Gruppe.

Velux führt Build for Life als Teil seiner umfassenderen Nachhaltigkeitsstrategie und als Beitrag zum SDG11 (Sustainable Cities and Communities) der Vereinten Nationen ein und hebt damit seine seit 18 Jahren bewährten Verfahren für nachhaltige Gebäude auf die nächste Stufe.

Kompassmodell für die Steuerung des Bau- und Entwicklungsprozesses

Das Konzept wird durch ein Kompassmodell erweitert, das sieben strategische Leitlinien umfasst: Flexibilität, Qualität, Umwelt, Gesundheit, Gemeinschaft, Lokalität und Erschwinglichkeit. Mit diesen Leitlinien sollen Bau- und Entwicklungsprozesse gesteuert und branchenübergreifende Zusammenarbeit in einem einfachen, offenen Rahmen für die Entwicklung und Umgestaltung von Gebäuden für die Zukunft ermöglicht werden.

„Build for Life“ geht über die Designebene hinaus, indem es eine neue gemeinsame Sprache und Denkweise für die gesamte Branche entwickelt und von der festen Überzeugung getragen wird, dass wir nur durch branchenübergreifende Kollaboration gesündere und nachhaltigere Lebensräume für alle schaffen können.

Das Kompassmodell wurde von der Velux Gruppe in Zusammenarbeit mit EFFEKT architects, MOE engineers und LeaderLab entwickelt. Der Kompass ist als Plattform gedacht und lädt weitere Partner mit ähnlichen Visionen ein, den Wandel in der bebauten Umwelt anzuführen.

Mit gutem Beispiel vorangehen: Prinzipien für lebendige Orte

Um zu zeigen, wie man nachhaltig bauen kann, hat die Velux Gruppe zudem zusammen mit den Partnern EFFEKT architects und MOE engineers fünf Prinzipien für Praxisbeispiele entwickelt. Die Prinzipien gehen von einem marktüblichen Standard aus und beschreiben die verschiedenen Verbesserungen und Reduzierungen im Vergleich dazu. Die Grundsätze lauten: gesund, skalierbar, gemeinsam genutzt, einfach und anpassungsfähig.

Praxisbeispiel 2023: Living Places Copenhagen

Kopenhagen ist ganz unter dem Motto „Copenhagen in Common“ Welthauptstadt der Architektur 2023. Als Partnerprojekt für 2023 wird der erste Prototyp von Living Places in einer Partnerschaft zwischen EFFEKT architects, MOE engineers, Enemaerke & Petersen contractors und der Velux-Gruppe gebaut.

Der Prototyp ist im Zentrum Kopenhagens geplant, in „Jernbanebyen“, einem ehemaligen Werkstattgelände der Eisenbahn. Living Places Kopenhagen wird das erste Praxisbeispiel dafür, wie das „Build for Life“-Konzept zum Leben erweckt werden kann, um Inspiration und Impulse für neue Lösungen für zukünftiges Bauen und Wohnen zu geben.

„Dies ist unser Beitrag zu einem starken Engagement für nachhaltigere Gebäude, Gemeinden und Städte für die Menschen und den Planeten. Durch die Kombination von Design- und Bauprinzipien können wir Häuser und Gemeinden gestalten und umgestalten, die gut für das Klima, aber auch für uns Menschen sind. Zudem werden wir in der Lage sein, kostengünstiger zu bauen“, erläutert Lone Feifer, Direktorin für nachhaltige Gebäude bei der Velux Gruppe.

Durch die Gestaltung einer baulichen Umgebung, die auch unsere emotionalen Bedürfnisse berücksichtigt und eine Verbundenheit zu Orten schafft, verändert sich die Denkweise über das eigene Zuhause. Es geht dabei nicht nur um den Standort, sondern auch um den lokalen Kontext und das Leben, das die Menschen dort führen können.

Einführung auf der Build for Life-Konferenz am 15. November

Der Entwurf wird auf der globalen Konferenz vorgestellt, an der Architekt:innen, Bauunternehmer:innen, Ingenieur:innen, Designer:innen, Planer:innen und andere Fachleute aus der Branche teilnehmen. Mehr als 90 Expert:innen aus der ganzen Welt werden auf den beiden Hauptbühnen in Kopenhagen, Dänemark, sowie auf Bühnen in Nordamerika und China sprechen.

Pressemitteilung: Velux Deutschland GmbH