23. April 2024

BIG-Gebäude mit klimaaktiv-Gold ausgezeichnet

Der Gebäudeausweis für besonders klima- und umweltschonendes Bauen ging an das von der BOKU genutzte Türkenwirtgebäude und das Bildungsquartier Seestadt Aspern

Wien (pm) – Am 20. Februar 2020 zeichnete Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, zwei Bauprojekte der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) mit dem klimaaktiv Gebäudestandard in Gold aus. Hans-Peter Weiss, CEO der BIG, nahm die Auszeichnung entgegen.

„Die nachhaltige Entwicklung von Immobilien gewinnt national wie international rasant an Bedeutung. Als Bundesimmobiliengesellschaft sehen wir uns in der Verantwortung, in diesem Bereich besondere Standards zu setzen. Die Implementierung eines nachhaltigen Mindeststandards in der BIG ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zu einer verbesserten Ressourcen- und Energieeffizienz“, so Hans-Peter Weiss anlässlich der Auszeichnung. Im Laufe des Jahres werden voraussichtlich über 50 Projekte des BIG Konzerns mit dem nachhaltigen Mindeststandard für ein Planerfindungsverfahren ausgelobt.

Bundesministerin Leonore Gewessler über die Rolle der Bauwirtschaft bei der Erreichung der österreichischen Klimaschutzziele: „Beim Neubau und der Sanierung werden heute Entscheidungen getroffen, die sich auf die nächsten Jahrzehnte auswirken. Somit kommt dem Gebäudesektor auf dem Weg in ein klimaneutrales Österreich eine besondere Bedeutung zu. Jedes einzelne Bauprojekt, egal ob Bürogebäude oder Einfamilienhaus, bietet die Chance nach ökologischen Gesichtspunkten zu planen, die Energieeffizienz zu steigern und auf erneuerbare Energieträger zu setzen. Die ausgezeichneten Projekte verdeutlichen, dass Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit optimal zusammenpassen.“

Türkenwirtgebäude und Bildungsquartier Seestadt Aspern ausgezeichnet

TÜWI (c) Hannes Buchinger

Nach dem Abbruch eines wirtschaftlich nicht mehr sanierungsfähigen Gebäudes entstand im 19. Bezirk mit dem Türkenwirtgebäude ein attraktiver Neubau mit drei Ober- und zwei Untergeschossen und der charakteristischen Holzfassade aus naturbelassenem Lärchenholz. Das gesamte Niedrigstenergiegebäude ist barrierefrei und mit umfassenden Energieeffizienz-Maßnahmen ausgestattet. So wird unter anderem über eine Wärmepumpe Erdwärme zur Heizung und Kühlung genutzt, Anlagen für Photovoltaik (Sonnenstrom) und Solarthermie (Sonnenwärme) im Flachdachbereich installiert und das Gebäude an die Fernwärme angeschlossen. Für gutes Raumklima sorgen die Holzfassade sowie die Fassadenbegrünung im Innenhof und hängende Gärten im Inneren. (Architektur: Baumschlager Hutter ZT GmbH, Landschaftsarchitektur: rajek barosch)

Mit dem Bildungsquartier Seestadt Aspern entstand am Hannah-Arendt-Park eine Schule mit 41 Klassen für 1.100 Schülerinnen und Schüler. In Sachen Nachhaltigkeit überzeugt das Niedrigstenergiegebäude durch die äußerst kompakte Bauweise, das geschickte Spiel mit Tageslicht, Freecooling über das Brunnenwasser und konsequente Bauteilaktivierung. Materialwahl, Verbrauchsmonitoring und ein auch an heißen Sommertagen spürbar angenehmes Raumklima sorgen einerseits für effizienten Betrieb und schaffen andererseits optimale Lern- und Lehrbedingungen. (Architektur: Fasch & Fuchs ZT GmbH, Fachplanung für Nachhaltigkeit: EXIKON arc&dev)

 

Holistic Building Program der BIG als zukunftsträchtiger Meilenstein für Bundesbauten

Bildungsquartier Seestadt Aspern
© Richard Tanzer

Der BIG Konzern realisiert jedes Jahr rund 25 Neubauten und Sanierungsprojekte mit einem Auftragsvolumen von rund 380 Mio. Euro. Mit ihrem Holistic Building Program (HBP) hat die BIG vor kurzem einen konzernweit verpflichtenden nachhaltigen Mindeststandard vorgestellt, der seit 1. Jänner 2020 für alle Neubauten und Generalsanierungen des BIG Konzerns gilt. Der BIG Mindeststandard geht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus und sorgt dafür, dass alle Projekte von BIG und Tochter ARE jedenfalls den klimaaktiv Silber Standard erreichen. Durch die Umsetzung des Mindeststandards werden die CO2-Emissionswerte deutlich reduziert, klimaschädliche Baustoffe vermieden und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen forciert.

Der klimaaktiv Gebäudestandard des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) ist das europaweit erfolgreichste und gleichzeitig anspruchsvollste Gütesiegel für nachhaltiges Bauen, denn er definiert die im internationalen Vergleich strengsten Anforderungen im Bereich Energieeffizienz. Er ist somit ein idealer Leitfaden, um klimafreundliches, ökologisches und behagliches Wohnen sowie Arbeiten zu garantieren – sei es im Falle eines Neubaus oder einer qualitativ hochwertigen Sanierung. Alle Kriterienkataloge sind nach einem 1.000-Punkte-System aufgebaut, anhand dessen die Gebäude rasch bewertet und verglichen werden können. Die Bewertung der Gebäude nach dem klimaaktiv Kriterienkatalog erfolgt mit Bronze, Silber und Gold in drei Qualitätsstufen.

Pressemitteilung: Bundesimmobiliengesellschaft (BIG)