25. Mai 2024

Bessere Anpassung an sommerliche Hitzewellen

Dortmund (pm) – Der ICLEI Action Fund 2.0 startet mit zwei innovativen datengetriebenen Projekten zur Klimaanpassung in Dortmund. Das Projekt „Data2Resilience“, das vom Urban Climate Lab an der Ruhr-Universität Bochum geleitet wird, und das Projekt „CATCH4D“ der ILS Research nutzen beide verschiedene Datenquellen, um nachhaltige und integrative Klimaanpassungsmaßnahmen umzusetzen. Die von ICLEI Europe mit Fördermitteln von Google.org unterstützten Initiativen zielen darauf ab, Dortmunds Resilienz gegenüber sommerlichen Extremhitzeperioden zu stärken und die Energieeffizienz von Gebäuden und urbanen Räumen zu erhöhen.

Das „CATCH4D“-Projekt hat das Ziel, ein umfassendes dreidimensionales thermographisches Modell der Stadt Dortmund zu entwickeln. Innovative Methoden des Laserscannings, der Thermographie und der Fernerkundung ermöglichen dabei eine detaillierte Analyse der energetischen Performance von Gebäuden und des Ausmaßes von urbanem Hitzestress. Mit Hilfe zusätzlicher sozioökonomischer Daten sollen außerdem potenziell von Energiearmut betroffene Gebiete und von urbanem Hitzestress besonders betroffene Bewohner*innengruppen identifiziert werden. Die Ergebnisse der Datenanalyse sollen im Anschluss dazu genutzt werden, Klimaanpassungsmaßnahmen im Stadtraum zu unterstützen. Das Projekt soll einen direkten Nutzen für vulnerable Bevölkerungsgruppen generieren, die potenziell Schwierigkeiten haben, die Energiekosten zu bezahlen und/oder besonders unter den Auswirkungen von Extremhitze leiden. Diesen Gruppen soll eine gezielte Beratung zur Reduzierung ihres Energieverbrauchs und zur Anpassung an sommerliche Hitzewellen angeboten werden. Geplant sind außerdem temporäre Maßnahmen zur Reduzierung von Hitzestress an ausgewählten, von betroffenen Gruppen häufig frequentierten, öffentlichen Orten.

Projektleiterin Dr. Shaojuan Xu (ILS) betont dabei insbesondere das Ziel des Projekts, die Themen Energieeffizienz und Hitzestress für die Bürgerinnen sicht- und greifbar zu machen: „Unsere 3D-Heatmap macht die Energieeffizienz von Gebäuden auf sehr intuitive Weise sichtbar, um beim Thema energetische Sanierung besser priorisieren und schneller entscheiden zu können. Unsere Daten stehen den verschiedenen Akteurinnen vor Ort frei und einfach verständlich zur Verfügung, um partizipative und inklusive Klimaanpassungsmaßnahmen zu unterstützen.“

Pressemitteilung: Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung gGmbH