1. Oktober 2022

BDA Studienpreis 2022 entschieden

Im Rahmen des „Open House“ des Fachbereichs Architektur an der Frankfurt University of Applied Sciences zeichnet der BDA Frankfurt vier Studierende mit dem hessenweit ausgelobten Studienpreis des BDA Hessen aus.

Frankfurt am Main (pm) – Die Jurysitzung fand am 3. Mai 2022 statt. Die BDA Mitglieder Frank Brammer, Moritz Kölling, Eun-A Pauly, Sebastian Pfau, Peter Rodriguez, und Antje Voigt überzeugten sich von der besonderen Qualität und dem hohen Niveau der Ausarbeitung der Bachelor- und Masterarbeiten der letzten beiden Semester und gratulieren den Ausgezeichneten. Alle Arbeiten sind im Blog der Hochschule unter folgendem Link einzusehen: https://www.architektur-frankfurt-university.de/open-house

 

Wintersemester 2021/2022

 

Preisträgerin Studienabschlussarbeit Masterthesis

•    Anna Bulavintseva

(c) Anna Bulavintseva

Der Entwurf für die ukrainische Byrjutschyj-Halbinsinsel im Asowschen Meer leistet einen überzeugenden Beitrag zum Ausgleich der natur- und landschaftsökologischen Aspekte des Nationalparks mit den Interessen einer gewachsenen touristischen Siedlung.

Wie eine Klammer umfassen das Eingangsbauwerk und das Besucherzentrum mit ihren Besucherplattformen, den Stegen und dem Aussichtsturm die bestehende Siedlung. Sie grenzen so die Sphäre touristischer Entwicklung von der unberührten, vormals durch einen Zaun abgetrennten Natur ab und machen diese andererseits erst erlebbar.

Die bestechend einfache, doch prägnante Architektur mit ihrer aufgeständerten Bauweise erstreckt sich in die Landschaft und berührt diese doch nicht. Durch die Wahl ökologischer Materialien und Bauweisen wird der ökologische Fußabdruck im Wortsinne minimiert.

Eine Architektur, die angesichts der jüngsten bedrückenden Ereignisse an die friedliche Koexistenz von Mensch und Natur appelliert.

 

Preisträgerin Studienabschlussarbeit Bachelorthesis

•    Eva Hoffmann

(c) Eva Hoffmann

Die Arbeit integriert sich im denkmalgeschützten Umraum des Areals Gaswerk Ost von Peter Behrens sensibel und zugleich selbstbewusst. Es wurde eine eigenständige Form aus Versatzstücken des Industriebaus zu einer Typologie eines Handwerkerzentrums weiterentwickelt. Der städtebauliche Entwurf schafft Plätze im Außenraum, die clever in die Innenräume leiten und funktionale, gute Räume bilden. Die Arbeit ist durch alle Maßstäbe hinweg differenziert und tief durchgearbeitet. Die Jury lobt den gelungenen, respektvollen Umgang mit den Bestandsgebäuden und ergänzten Neu- und Einbauten.

 

 

Sommersemester 2021

 

Preisträger Studienabschlussarbeit Masterthesis

•    Philipp Frankmann

(c) Philipp Frankmann

Der Entwurfsverfasser entwickelt einen die Stadtgestalt prägenden 60 m hohen Wohnturm. Dieser bildet innerhalb der verdichteten urbanen Struktur einen markanten Hochpunkt mit Ausblick zum Hauptbahnhof und zum Stadtzentrum. Im Sockel werden multifunktionale Flächen für Co-Working Spaces, Büronutzungen und Veranstaltungen geschaffen. Der Entwurf verdichtet das Areal und bereichert dieses durch eine Kulturfabrik, eine KiTa sowie andere öffentliche Nutzungen. Die Fassade spiegelt die in der Umgebung vorhandene rote Farbigkeit wider. Die Jury lobt die Arbeit für die ausdruckstarke Nachverdichtung und den sensiblen Umgang mit dem Bestand, die durchdachte Nutzungsmischung und die wohl proportionierten Freiräume für Besucher und Anwohner.

 

Preisträgerin Studienabschlussarbeit Bachelorthesis

•    Melanie Jost

(c) Melanie Jost

Die Arbeit zeichnet sich aus durch eine fundierte Analyse des Ortes, seiner Geschichte und seiner Potenziale. Anstelle der einstigen Gaststätte entwickelt die Verfasserin einen öffentlichen Quartiersplatz mit Blick auf die Niddawiesen. Der Platz wird gehalten durch eine Markthalle und ein Quartiersgewächshaus und flankiert von einem Gartenrestaurant am Niddaarm. Der Entwurf besticht durch einfache bauliche Maßnahmen, die sich in reduzierter Architektursprache ganz selbstverständlich in den Stadt- und Landschaftsraum einfügen. Die Interventionen sind funktional aufgeladen als soziale Möglichkeitsräume und begründen sich auf den Bedürfnissen und Bedarfen der Menschen, die hier leben. Frau Jost führt mit ihrem Projekt die soziale Siedlungsentwicklung des Neuen Frankfurt in eine nachhaltige Zukunft. Dies geling ihr tiefgründig, facettenreich und humorvoll!

 

Hintergrund

Der Bund Deutscher Architekten BDA im Lande Hessen e.V. lobt jährlich den BDA Studienpreis aus. Dieser Preis ist ein Förderpreis für den Architektennachwuchs und bietet jungen Studierenden die Möglichkeit, sich zu profilieren und zu positionieren. Der regional in den einzelnen Gruppen des BDA Hessen organisierte Studienpreis richtet sich an die jeweiligen Architekturfakultäten in Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt, Kassel und Mittelhessen. Mit der Auslobung dieses Studienpreises verweist der BDA auf die Verantwortung der Architektenausbildung als Grundlage für die künftige Qualität der gebauten Umwelt. Die kulturelle Bedeutung des Planen und Bauens soll bewusst gemacht werden.

Pressemitteilung: BDA Hessen