25. Mai 2019

BBU-ZukunftsAwards 2019 ehren beispielhafte Digitalisierungsprojekte der Wohnungswirtschaft

BBU-Tage 2019 „Digital Total!?“

BBU- Genossenschaftstage. Die Preistraeger des BBU - ZukunftsAwards. (c)Winfried Mausolf/BBU
BBU- Genossenschaftstage. Die Preistraeger des BBU - ZukunftsAwards. (c)Winfried Mausolf/BBU

Bad Saarow (pm) – Innovative digitale Prozesse entwickeln und umsetzen: Wie das geht, zeigen die mit den BBU-ZukunftsAwards 2019 ausgezeichneten Projekte der Wohnungswirtschaft in Berlin-Brandenburg. Die auf den 24. BBU-Tagen 2019 in Bad Saarow geehrten Unternehmen repräsentieren eine große Bandbreite innovativer und mieter*innenorientierter Digitalisierungsprojekte in der Wohnungswirtschaft. Die Juryvorsitzende Ines Jesse, Brandenburgs Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, und BBU-Vorstand Maren Kern beglückwünschten die ausgezeichneten Unternehmen.

Die Jury unter Vorsitz von Ines Jesse, Brandenburgs Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, vergab in den beiden Kategorien „Genossenschaften“ und „Gesellschaften“ insgesamt fünf Preise und eine Besondere Anerkennung.

BBU-Vorstand Maren Kern sagte: „Bei den BBU-ZukunftsAwards stehen in diesem Jahr digitale Best Practice-Beispiele der Wohnungswirtschaft im Fokus. Ob digitale Unterstützung für das Wohnen älterer Mieterinnen und Mieter, Energieeffizienz, Partizipation durch digitale Tools oder zukunftsweisende Apps: Die ausgezeichneten Projekte wurden oft interdisziplinär entwickelt und verbinden in hervorragender Weise eine innovative Unternehmenskultur mit einer ausgeprägten Mieterorientierung.“

Die Juryvorsitzende, Baustaatssekretärin Ines Jesse, sagte: „Ich beglückwünsche die Preisträgerinnen und Preisträger zu ihrem Erfolg bei den diesjährigen BBU-ZukunftsAwards. Sie zeigen mit Ihren Projekten die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen die Wohnungswirtschaft ihr Angebot für die Mieterinnen und Mieter mithilfe der digitalen Technik verbessern kann. Beispielsweise können die Unternehmen besser auf die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Mieterschaft eingehen. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Energieeffizienz, die durch die digitale Verknüpfung verschiedener Energielieferanten deutlich gesteigert werden kann.“

 

BBU-ZukunftsAwards 2019 – Kategorie Genossenschaften
  • Mit dem ersten Platz wird die Wohnungsgenossenschaft Eberswalde 1893 eG ausgezeichnet, die ihren gesamten Vermietungs- und Kommunikationsprozess digitalisiert hat. Aufgrund eines Wohnungsleerstands von zuvor 20 Prozent hat sich die Genossenschaft am örtlichen Wohnungsmarkt mit vielfältigen Digitalisierungsmaßnahmen kunden- und vertriebsorientiert aufgestellt. Der Leerstand konnte so innerhalb von zwei Jahren um sechs Prozentpunkte gesenkt werden.
  • Den zweiten Platz belegt die Berliner Genossenschaft „Möckernkiez eG“, die bereits seit ihrer Gründung digitale Prozesse in sämtlichen Bereichen der Verwaltung und Mitgliederkommunikation implementiert. Seit Ende 2018 wird zudem eine „Liquid Democracy-Software“ erprobt, die Diskussionen und Entscheidungsprozesse unter den Mitgliedern erleichtert.
  • Den dritten Platz erhält ein Kooperationsprojekt der Potsdamer Genossenschaft Frequenz eG. Das Hauptziel dieser Zusammenarbeit aus verschiedenen Berliner und Brandenburger Wohnungsgenossenschaften ist die Steigerung der Energieeffizienz über geringinvestive Maßnahmen auf Grundlage des vom BBU initiierten ALFA®-Prozesses. Mit dem Dreijahresprojekt konnten kalte und warme Betriebskosten, Heizenergieverbrauch und CO2-Emissionen gesenkt werden.

Die Verleihung der Preise durch Staatssekretärin Ines Jesse (Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg) und BBU-Vorstand Maren Kern fand am Montag, den 11. März 2019, von 11:00 bis 11:45 Uhr im Hotel Esplanade Bad Saarow statt.

 

BBU-ZukunftsAwards 2019 – Kategorie Gesellschaften
  • Den ersten Platz belegt das Berliner landeseigene Wohnungsunternehmen GESOBAU für ihr Projekt „Pflege@Quartier“ für ältere oder pflegebedürftige Mieter*innen im Märkischen Viertel. Hierbei wurden 30 Bestandswohnungen mit digitaler Technik ausgestattet und eine Musterwohnung mit Ambient Assisted Living-Technik (AAL) realisiert. Die GESOBAU begreift die Digitalisierung als Teil eines Maßnahmen-Mixes, bei der auch die soziale Nachbarschaftsarbeit eine große Rolle spielt.
  • Auf Platz zwei steht ein Projekt der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte, die mit einem eigens entwickelten digitalen Tool den Partizipationsprozess eines komplexen Berliner Neubauprojektes begleiten und interaktiver gestalten konnte. Die App und Online-Software wurden gemeinsam mit dem Berliner Start-up „form follows you“ entwickelt. Sowohl bei Bürgerveranstaltungen vor Ort als auch online konnten die Bürger*innen den Neubau in ihrem Quartier mitplanen, wodurch das Vorgehen sich zur Nachahmung anbieten kann.
  • Eine Besondere Anerkennung der Jury erhält das unternehmensübergreifende Azubi-Projekt „WeQ“ – Digitalisierung von Instandhaltungsprozessen. Im Fokus steht die Idee eines App-Konzepts, das Mieter*innen, Wohnungsunternehmen und Handwerker*innen als Service-Portal dienen soll und besonders innovative Elemente wie ein „Handwerker-Tracking“ vorschlägt.

Die Preisverleihung durch BBU-Vorstand Maren Kern findet am Dienstag, den 12. März 2019, von 15:15 bis 16:00 Uhr im Hotel Esplanade Bad Saarow statt.

Pressemitteilung: BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.