6. August 2020

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer besucht Neubauten Architektur und Verwaltung

Die Politikerin lobte bei ihrem Besuch an der OTH Regensburg den „hervorragenden“ Baufortschritt und das moderne Lehrkonzept, das hinter dem Fakultätsgebäude steht.

Besuch der Baustellen des neuen Architektur-Fakultätsgebäudes und der Verwaltungszentrale der OTH Regensburg: (von links) Stefan Krabatsch vom Staatlichen Bauamt Regensburg, Axel Bartelt, Regierungspräsident der Oberpfalz, Architekt Andreas Schulte, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg, Architekt Thomas Eckert, Peter Aumer, Mitglied des Deutschen Bundestages, Kerstin Schreyer, Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Peter Endres, Kanzler der OTH Regensburg, Prof. Dr. Wolfgang Baier, Präsident der OTH Regensburg, und Karl Stock, Baudirektor des Staatlichen Bauamts Regensburg. Foto: OTH Regensburg/Daniel Pfeifer

Regensburg (pm) – Am Mittwoch, den 22. Juli besuchte Kerstin Schreyer, Bayerische Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg (OTH Regensburg). Mit großem Interesse besichtigte sie die Baustellen des neuen Architektur-Fakultätsgebäudes und der Verwaltungszentrale an der Seybothstraße. „Es ist schön zu sehen, dass Projekte, für die wir 50 Millionen Euro in die Hand genommen haben, so hervorragend vorankommen“, sagte die Politikerin in ihrer Ansprache, die sie im ersten Stock des neuen Architekturgebäudes hielt. Als ehemalige Sozialministerin hob sie vor allem die Barrierefreiheit der Neubauten hervor. Im Publikum waren Politiker*innen, Abgeordnete und Mitglieder der Hochschulleitung.

Kerstin Schreyer lobte auch das moderne Lehrkonzept auf dem Campus, das Interdisziplinarität fördere. „Ich meine, Sie müssen sich ja nur mal umsehen, wer würde hier nicht gerne lernen wollen?“, kommentierte die Ministerin während des kurzen Fußwegs zwischen den beiden Baustellen. Genau dieses Lehrkonzept steckt auch in jeder Faser des neuen Fakultätsgebäudes. Mit offenen „teaching offices“ und interdisziplinären Lernräume fühlt sich die Fakultät an, wie ein einziger Raum. „Die Zeit, in der ein Architekt allein im Kammerl saß und an seinem genialen Entwurf arbeitete, sind lange her“, kommentiert Thomas Eckert, einer der Architekt*innen hinter dem Verwaltungsneubau. Heute sollen große, offene Räume den Kontakt zwischen den Studierenden fördern: Zwischen Architekt*innen, historischen Bauforscher*innen und Industriedesigner*innen.

OTH-Präsident Wolfgang Baier nannte in seiner Rede dieses hochmoderne, in Bayern einzigartige Raumkonzept einen „Quantensprung für die Lehre“. „Es ist wirklich wunderbar, was hier entsteht“, fuhr er fort. Und natürlich freue er sich auch sehr, endlich mit der Hochschulleitung auf den Campus ziehen zu können. Wie auch die Architekt*innen zieht sie 2021 aus der alten Teilstelle in der Prüfeninger Straße auf den Galgenberg. Ihre neue Heimat, das Verwaltungsgebäude an der Seybothstraße, ist zwar nicht so kühn entworfen, jedoch ebenso modern. Bereits jetzt erkennt man das minimalistische Design, das Raum lässt für moderne, nachhaltige Büros und ein Galeriefoyer mit Ausblick auf die Regensburger Altstadt.

Beide Bauprojekte sind aktuell voll im Zeitplan. Im Dezember 2016 wurden die Neubauten genehmigt. Schon seit Anfang 2020 stehen die Rohbauten und spätestens im Oktober 2021, also zum Start des Wintersemesters, sollen sie den Betrieb aufnehmen. Dann sollen sie langfristig etwas Abhilfe schaffen für den steigenden Platzbedarf der Hochschule. Für die relativ stetig um die 750 Studierende fassende Architektur-Fakultät stehen dann ausreichend Räumlichkeiten, Werkstätten, Lernorte und eine nagelneue Cafeteria zur Verfügung.

Und all das in einem Gebäude, das auch die Studierenden inspirieren soll. Gar eine „Wallfahrtsstätte für Architekturstudenten“ könne sich OTH-Präsident Baier vorstellen. Der rohe Sichtbeton soll nicht verputzt werden und stählerne Strukturelemente erkennbar bleiben. „Wir wollen den Beton und die Technik nicht verstecken. Das Gebäude soll einen Werkstattcharakter haben“, erklärt Stefan Krabatsch vom Staatlichen Bauamt Regensburg bei seiner Vorstellung der beiden Neubauten. Zur Veranschaulichung zeigte er auf das gewaltige, lichtdurchflutete Atrium des neuen Fakultätsgebäudes. Staatsministerin Schreyer war von dem ersten kleinen Einblick in das eindrucksvolle Bauwerk bereits begeistert. Die Studierenden selbst müssen sich leider noch ein Jahr gedulden, bis sie durch die großen, hellen Räume spazieren können.

Pressemitteilung: Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg