24. April 2018

Baukammer Berlin: Elite hat einen Namen: „Beratender Ingenieur“

Der Beratende Ingenieur im Aufwind. Er steht für Unabhängigkeit und zunehmend für hohe Qualität

Berlin (pm) – Zugegeben – mit der Bezeichnung „Beratender Ingenieur“ kann nicht jeder auf Anhieb etwas anfangen. Der Beratende Ingenieur oder die Beratende Ingenieurin ist eher Fachleuten ein Begriff – da allerdings genießt er/sie hohes Ansehen.

Die Berufsbezeichnung des Beratenden Ingenieurs gibt es seit über 100 Jahren! Unabhängigkeit und damit hohes Vertrauen in die Berufsträger ist der Wesenskern des Beratenden Ingenieurs. Das aber genügt als Qualitätsmerkmal heute nicht mehr. In Zeiten, wo sich als Ingenieur schon nennen darf, wer als Bachelor-Absolvent nur drei Semester MINT (Mathe-Informatik-Naturwissenschaft-Technik) bei einer nur sechs Semester dauernden Regelstudienzeit absolviert hat (z. B. Wirtschaftsingenieurwesen) und wo sich Ingenieurstudiengänge hinter wenig durchsichtigen Bezeichnungen verbergen (z. B. „Life Science Engineering“, „Bekleidungstechnik/Konfektion“ oder „Ausgrabungsingenieurwesen“), besteht akuter Handlungsbedarf, die Berufsbezeichnung „Ingenieur“ vor drohendem schleichenden Niveauverlust zu schützen. Deshalb hat die Baukammer Berlin und auch die Sächsische Ingenieurkammer gehandelt und die Berufsbezeichnung des „Beratenden Ingenieurs“ an besondere Qualitätskriterien geknüpft: Nicht mehr nur die bloße Unabhängigkeit ist zwingende Voraussetzung, auch ein mindestens achtsemestriges Regelstudium und in Sachsen sogar ein MINT-Anteil von mind. 70 Prozent müssen vorliegen, damit ein Ingenieur die Eintragung in diese von der Berufskammer geführte Liste beanspruchen darf.

Jeder freischaffende Ingenieur, der seine Qualifikation demonstrieren will, sollte überlegen, ob er auf dem zunehmend unüberschaubaren Markt der Ingenieursbezeichnungen nicht besser mit dem Attribut des „Beratenden Ingenieurs“ im Konkurrenzkampf gewappnet wäre. Wer gut ist, der sollte das auch zeigen. Schon heute ist der „Beratende Ingenieur“ ein anerkanntes Qualitätssiegel – in Zukunft wird er Ausweis einer neuen Ingenieur-Elite sein.

Pressemitteilung: Baukammer Berlin