20. Januar 2022

Bauindustrie NRW feiert Freundschaftsmahl Sankt Martin 2021

Bauindustriepräsident Dirk Grünewald (links) und Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin Bauindustrieverband NRW, begrüßen DB-Vorstand Ronald Pofalla beim Freundschaftsmahl St. Martin im Düsseldorfer Maritim Hotel. Foto: Martin Leclaire

Düsseldorf (pm) – „Als das private und öffentliche Leben Corona-bedingt fast zum Stillstand gekommen sei, konnte der Bau seine Leistungsfähigkeit als Motor der deutschen Volkswirtschaft unter Beweis stellen“, stellte Dirk Grünewald, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zum Auftakt des diesjährigen Freundschaftsmahls Sankt Martin der nordrhein-westfälischen Bauindustrie fest. Dank schneller und zweckmäßiger Flankierung durch die Bundes- und Landesregierung und die erfolgreiche Umsetzung strenger Hygienekonzepte konnte der Baubetrieb in Deutschland weiterlaufen. „Die Stabilisierung der Bautätigkeit ist der gesamten Wirtschaft zugutegekommen“, so der Verbandspräsident vor rund 350 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

Klimaanpassung, Klimaschutz und Mobilitätswende

Grünewald unterstrich, dass NRW weiterhin attraktiver Industriestandort bleiben müsse, sich dazu aber besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und seine Anstrengungen zum Klimaschutz intensivieren müsse: „Das geht nur gemeinsam mit der Industrie, nutzen Sie als Politik und Auftraggeber unser Innovationspotenzial und unsere Leistungsfähigkeit! Die Klimaziele können ohne die Bauwirtschaft nicht erreicht werden“, so Grünewald beim alljährlichen Branchenhöhepunkt im Düsseldorfer Maritim Hotel. Neu zu errichtenden Bauwerken und Infrastrukturen müssten möglichst klimafreundlich und klimaangepasst geplant und gebaut, existierende Gebäude und Infrastrukturen baulich angepasst werden. Land, Kommunen und anderen Öffentlichen Auftraggebern komme dabei eine Vorbildfunktion zu: „Sie sitzen am Vergabehebel, mit der bislang praktizierten Billigstpreisvergabe kommen wir aber nicht zu mehr Nachhaltigkeit.“ Klimaschutz und Klimaanpassung würden kosten, sich aber langfristig auszahlen.

Der Erhalt von Mobilität sei für den Standort NRW essenziell, gleichzeitig müssten Verkehrsemissionen reduziert und neue und innovative Wege der Mobilität gefördert werden. Parallel zum weiteren Abbau des Investitionsstaus der vergangenen Jahre müssten die Verkehrswege in NRW nicht mehr nur das stetig wachsende Verkehrsaufkommen meistern, sondern auch klimagerecht werden und die Mobilität von morgen gewährleisten. „Wir haben das technische und praktische Know-how sowie die Kapazitäten für den innovativen und nachhaltigen Erhalt und Ausbau unserer Straßen-, Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur“, betonte Grünewald. Zum Gelingen einer Mobilitätswende sei eine verlässliche und planbare Finanzierung für alle Verkehrsträger erforderlich. Die Politik sei am Zug, dies in der nächsten Legislaturperiode in Bund und Land weiter sicherzustellen.

Festrede von Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG

Als Festredner hießen die rund 350 Gäste der nordrhein-westfälischen Bauindustrie Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG, willkommen. Pofalla sprach in seinem Festvortrag über ein „Neues Netz für Deutschland: Ausbau und Digitalisierung der Schieneninfrastruktur“ und hob dabei die wichtige Rolle der Bauindustrie bei der Umsetzung der weiterhin steigenden Investitionsvolumina in die Schieneninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen hervor. Zudem freute sich Pofalla über einen Spendenscheck in Höhe von 40.000 Euro. In guter Tradition des heiligen Martin von Tours sammelt die Bauindustrie Nordrhein-Westfalen alljährlich anlässlich des Freundschaftsmahles Sankt Martin für einen vom jeweiligen Festredner auszuwählenden karitativen Zweck.

Seit 1973 sammelten die Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen bereits mehr als 1,5 Millionen Euro für einen guten Zweck.

Pressemitteilung: Bauindustrie Nordrhein-Westfalen