23. Oktober 2020

Bauhaus-Universität Weimar: Bundesförderung für Online-Entwurfsprojekt zum Thema Stadtraum und Mobilität

Städtebaumodelle (c) Professur Entwerfen und Städtebau

Weimar (pm) – Das Entwurfsprojekt »Stadtraum und Mobilität« der Professur Entwerfen und Städtebau an der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar erhält Fördermittel in Höhe von rund 45.000 Euro vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Gemeinsam mit mehreren Projektpartnern werden bis Mitte 2021 verschiedene Formate in der digitalen und der Präsenzlehre auf internationaler Ebene erprobt.

»Bis zum Beginn der Corona-Pandemie haben wir hauptsächlich in traditionellen Präsenzveranstaltungen gelehrt«, erläutert Dr. Steffen de Rudder, Vertretungsprofessor für Entwerfen und Städtebau an der Bauhaus-Universität Weimar, die Ausgangsidee des Projektes. »Zum Sommersemester mussten wir unser Lehrangebot dann auf die Schnelle ins Digitale übertragen. Nun experimentieren wir mit den Vorteilen der Online-Entwurfslehre und möchten dabei beide Formate, also Präsenzveranstaltungen und E-Learning-Formen, verknüpfen.«

Beteiligt sind so bekannte Universitäten wie die University of California San Diego, die Aarhus School of Architecture, die Robert Gordon University Aberdeen sowie die Academie van Bouwkunst Amsterdam. An der Bauhaus-Universität Weimar ist zudem die Professur Verkehrssystemplanung an der Fakultät Bauingenieurwesen eingebunden.

Gemeinsam widmen sich die vier europäischen Partneruniversitäten ab dem Wintersemester 2020 Themen, welche die Studierenden in städtebaulichen Stegreifentwürfen bearbeiten. Die Entwürfe entstehen innerhalb kürzester Zeit durch spontane Assoziationen und Interpretationen. Schon das erste Thema ist hochaktuell: der durch die Corona-Pandemie beschleunigte Niedergang des Einzelhandels in Innenstädten. Exemplarisch werden die Studierenden innerhalb weniger Tage Ideen für das vor der Schließung stehende Warenhaus Karstadt in Berlin-Wedding entwickeln. »Diese gemeinsamen Stegreifentwürfe sehen wir als Testfall. Wir können uns gut vorstellen, dieses internationale Format, ergänzt durch Präsenzphasen und gemeinsame Exkursionen, langfristig auszubauen«, sagt Dr. de Rudder. Im Rahmen des geförderten Projektes sind außerdem gemeinsame Symposien, Tutorials und eine Summer School geplant, bei denen es um Fragen einer neuen Mobilität auf dem Campus sowohl der Bauhaus-Universität Weimar als auch der University of California San Diego geht. Im Mittelpunkt stehen hier Fragen von Städtebau und Verkehrsplanung.

Der DAAD fördert insgesamt 48 Digitalisierungsprojekte an 41 Hochschulen mit rund 5,5 Millionen Euro aus dem »International Virtual Academic Collaboration« (IVAC). Ziel des Programms ist es, Hochschulen strategisch und Lehrende praktisch zu unterstützen, internationale Hochschulkooperationen sowie weltweite Mobilität unter digitalen Vorzeichen zu gestalten und auszubauen.

Pressemitteilung: Bauhaus-Universität Weimar