München / Las Vegas (pm) – Auf der Autodesk University 2026 stellt Autodesk neue Funktionen für Forma und Revit vor. Für Architekturbüros steht dabei im Mittelpunkt, wie KI und vernetzte Projektdaten mehr Zeit für Entwurf, Variantenprüfung und fachliche Entscheidungen schaffen können.
Mehr Kontext für die frühe Entwurfsphase
Forma wird fortan stärker mit Standort- und Infrastrukturdaten verbunden: Civil 3D wird zum neuesten Forma Connected Client. Dadurch sollen Informationen aus der ziviltechnischen Planung früher in den architektonischen Entwurf einfließen können, ohne dass der Projektkontext bei Übergaben mühsam neu aufgebaut werden muss.
Ein gemeinsamer Geolokalisierungsansatz für Forma, Revit und Civil 3D soll zudem Standortinformationen konsistenter halten. Vertiefte Integrationen mit geotechnischen und georäumlichen Datenquellen sollen zudem helfen, Gelände-, Bestands- und Umgebungsinformationen früher in Planungsentscheidungen einzubeziehen.
KI für die Erstellung von Planungsvarianten, Wohnungsgrundrisse und Dokumentation
In Forma Site Design soll Autodesk Assistant künftig natürliche Fragen zu einem Projektstandort beantworten können. Der Building Layout Explorer kann Varianten für Mehrfamilienhäuser erzeugen und gegen einen gewünschten Wohnungsmix vergleichen. Von dort aus können Teams in Forma Building Design und Revit weiterarbeiten, ohne den Entwurfskontext erneut zusammensuchen zu müssen.
Auch in Revit zeigt Autodesk neue KI-gestützte Arbeitsabläufe. Dazu zählen das automatische Vervollständigen von Raumelementen, optimierte Beschriftungen und automatisierte Dokumentation über mehrere Ansichten hinweg. Ziel ist nicht, Entwurfsentscheidungen zu ersetzen, sondern repetitive Dokumentationsarbeit zu reduzieren. Die Prüfung, Bewertung und Freigabe bleiben bei den Planenden.
Intelligente Projektupdates statt manueller Dateisuche
Mit Forma Data Management adressiert Autodesk ein alltägliches Problem in Architekturbüros: Mit jeder Projektphase entstehen mehr Modelle, Pläne, Revisionen und Abstimmungsstände. Teams müssen nachvollziehen, welche Information aktuell ist, was freigegeben wurde und wo sich ein Planstand verändert hat.
Smart Controls sollen Zugriffe über Metadaten wie Freigabestatus steuern. Autodesk Assistant kann in Zeichnungen suchen und direkt zu relevanten Plänen führen. Drawing Change Analysis soll Änderungen zwischen Revisionen schneller sichtbar machen. Für Anfang nächsten Jahres plant Autodesk außerdem Drawing Compliance Review, eine Funktion zur Prüfung von Planpaketen gegen Bauvorschriften, Planungsstandards und projektspezifische Anforderungen.
Project Intelligence für Architekturteams
Hinter den Ankündigungen steht Autodesks Konzept der Project Intelligence. Gemeint ist ein zusammenhängendes Verständnis von Projektdaten, Entscheidungen und Kontext. Je besser dieser Kontext erhalten bleibt, desto sinnvoller kann KI in Entwurf und Planung unterstützen.
Auf der Autodesk University zeigt Autodesk außerdem eine Vorschau auf die nächste Generation von Autodesk Assistant. Der Assistent soll Projektinformationen, Autodesk-Werkzeuge und spezialisierte KI-Funktionen stärker um das jeweilige Ziel eines Teams herum zusammenführen. Für Architekturbüros bedeutet das: weniger Zeit für Suche, Abgleich und wiederkehrende Dokumentation — und mehr Raum für Entwurf, Qualität und fachliche Verantwortung.
Quelle: Autodesk