5. März 2021

Auswirkungen der Corona-Pandemie und die Folgen für die gesamte Wertschöpfungskette Bau

München (pm) – „Was macht die Corona-Pandemie mit der Bauwirtschaft?“ Mit dieser sehr aktuellen Thematik und möglichen Zukunftsszenarien beschäftigten sich am 13. Januar Frank Roselieb, Geschäftsführender Direktor des Krisennavigators, Dr. Claus Michelsen, Abteilungsleiter Konjunkturpolitik des DIW Berlin sowie Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes. Der Online-Workshop, der die Herausforderungen für die gesamte Wertschöpfungskette Bau näher beleuchtet und Handlungsoptionen und Geschäftsmodelle für die Zukunft aufgezeigt hat, fand im Rahmen der BAU ONLINE 2021 statt. Moderiert hat die hochkarätige Veranstaltung Karsten Wischhof, Geschäftsführer der Initiative Deutschland baut! e.V.. Auf https://studio-bund.de/event gibt es eine Aufzeichnung des spannenden Workshops.

Die aktuellen Zahlen, die in den Expertenvorträgen präsentiert wurden, zeigen auf, dass die Baubranche bisher relativ glimpflich durch die Coronakrise gekommen ist. Insbesondere der Wohnungsbau blieb weitestgehend stabil. Dennoch veranschaulichten die Teilnehmer diverse Eintrübungen, die es gilt, mittel- und langfristig im Blick zu behalten. Gleichzeitig ist es Aufgabe der Bauwelt, ein Grundgerüst für eine erfolgreiche Zukunftsstrategie der Baupolitik zu entwickeln.

Da sich die Nachfrage insbesondere im Wirtschafts- und gegebenenfalls im Öffentlichen Bau stark verändern wird, ist es erforderlich, dass auch die Baupolitik in Deutschland sich entsprechend verändert. Die Art der Veränderungen ist teilweise schon heute sichtbar. Welche Auswirkungen werden beispielsweise die strukturell zu erwartende Zunahme mobiler Arbeitsplätze auf die Infrastruktur und die Büroflächennachfrage haben? Gibt es Möglichkeiten und Strategien, die bei einem Wegbrechen des Handels dabei helfen, Innenstädte neu zu entwickeln? Oder wie lassen sich Randregionen außerhalb der Ballungszentren für den Wohnungsbau besser nutzbar machen, um damit auch der Altersarmut entgegenzuwirken? Diese und andere Fragen sollten im engen Schulterschluss zwischen Politik und der Wertschöpfungskette Bau bearbeitet werden.

Im Rahmen des Workshops wurde auch ein entsprechendes Modellprojekt angeregt, in dem unter anderem interdisziplinär eine Konzeptstudie erstellt wird. Diese soll bauliche, arbeitswissenschaftliche, infrastrukturelle und nicht zuletzt digitale Aspekte einer „Neuen Arbeitswelt“ beleuchten.

Einen interaktiven Austausch zwischen den Vertretern der gesamten Wertschöpfungskette Bau bietet auch die Initiative Deutschland baut! e.V.. Neben einer langfristigen Fachkräftesicherung innerhalb der Branche hat Deutschland baut! e.V. stets die Zukunft aller Vertreter dieser Wertschöpfungskette im Blick. Gleichzeitig ist mit Schirmherr Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung a.D., der direkte Draht zur Baupolitik gewährleistet. Weitere Informationen unter https://www.deutschland-baut.de/.

Pressemitteilung: Deutschland baut! e. V.