15. August 2022

Architekturstudierende entwerfen Pläne für Dortmund, Eindhoven und Neapel

10. Internationale Frühjahrsakademie

Im Baukunstarchiv NRW präsentieren die Teilnehmer*innen der 10. internationalen Frühjahrsakademie ihre Entwürfe. Foto: Oliver Schaper/TU Dortmund

Dortmund (pm) – Sie prägen den ersten Eindruck, den Besucher*innen von einer Stadt bekommen: Stadteingänge wie der Bereich rund um die Schnettkerbrücke in Dortmund. Architekturstudierende der TU Dortmund, der TU Eindhoven, der FH Potsdam und der Universitá degli Studi di Napoli Federico II hatten bei der 10. internationalen Frühjahrsakademie der TU Dortmund zehn Tage Zeit, frische Ideen für Stadteingänge zu entwickeln. Im Rahmen der Jubiläumsausgabe wurden dabei erstmals auch Bereiche in Eindhoven und Neapel bearbeitet. Ihre Pläne haben die rund 20 Studierenden am Donnerstag, 24. März, im Baukunstarchiv NRW präsentiert.

„Mit dem Thema des Jubiläumsjahres knüpfen wir an die erste Frühjahrsakademie vor zehn Jahren an, die sich damals der B1 gewidmet hat“, sagt apl. Prof. Olaf Schmidt, der das Format 2013 gemeinsam mit apl. Prof. Michael Schwarz ins Leben gerufen hat. „Dieses Jahr lag der Fokus speziell auf dem Bereich rund um die Schnettkerbrücke – und da das Thema Stadteingänge jede Stadt betrifft, haben wir es erstmals auch auf Eindhoven und Neapel ausgeweitet.“ „Während Stadtgrenzen früher der Gefahrenabwehr dienten, markieren sie heute den Übergang zwischen der Stadt und ihrer Umgebung. Dabei können sie insbesondere für die Verkehrswende eine wichtige Rolle übernehmen, indem dort beispielsweise Mobilitätshubs entstehen“, ergänzt apl. Prof. Michael Schwarz.

Nachdem die Frühjahrsakademie 2021 pandemiebedingt digital stattfinden musste, konnten die Studierenden aus Dortmund, Potsdam, Eindhoven und Neapel in diesem Jahr wieder gemeinsam vor Ort in internationalen Teams zusammenarbeiten und Ideen entwickeln, um die städtebauliche und architektonische Identität der untersuchten Orte zu stärken. Da die Charakteristik der drei Stadteingänge sehr unterschiedlich ist – in Neapel ist er direkt am Hafen gelegen, in Eindhoven in der Nähe der Universität und des Hauptbahnhofes –, waren auch die Entwürfe sehr vielfältig. Für den Bereich um die Schnettkerbrücke, der durch große Parkplatzflächen und Gewerbegebiet gekennzeichnet ist, haben die Studierenden beispielsweise ein gemischtes Quartier aus Wohn- und Büroflächen entworfen, das vom Kreuzviertel bis nach Hombruch reicht.

Die internationale Frühjahrsakademie bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich mit anderen angehenden Architekt*innen auszutauschen und langfristige internationale Kontakte zu knüpfen. Auch die Städte profitieren von der Veranstaltung: Sie sollen im Anschluss einen Überblick über die Ergebnisse erhalten. Zum Auftakt der Veranstaltung hatten Prof. Wolfgang Sonne von der TU Dortmund sowie Prof. Fritz Neumeyer, Prof. Max Dudler und Prof. Jan Pieper Vorträge zur Bedeutung von Stadteingängen für europäische Städte gehalten.

 

Frühjahrsakademie der TU Dortmund seit 2013

Als lokales Pendant zu der seit über 30 Jahren stattfindenden Sommerakademie in Venedig veranstaltet die Fakultät Architektur und Bauingenieurwesen der TU Dortmund seit 2013 jedes Jahr die internationale Frühjahrsakademie. Im ersten Jahr hatten sich die Teams mit der Dortmunder B1 auseinandergesetzt, 2014 standen der Wallring und 2015 der Hellweg auf dem Programm. 2016 ging es um die Stadtplätze Alter Markt, Friedensplatz und Hansaplatz. 2017 widmete sich die Akademie der Dortmunder Nordstadt und 2018 dem ehemaligen Dortmunder Südbahnhof. 2019 stand die Verdichtung des Dortmunder Unionsviertels im Fokus und 2020 die brachliegende Industriefläche des ehemaligen HSP-Areals. Im vergangenen Jahr war Scharnhorst-Ost Gegenstand der Betrachtungen. Auch 2023 soll wieder eine internationale Frühjahrsakademie an der TU Dortmund stattfinden.

Pressemitteilung: Technische Universität Dortmund