13. Juli 2024

Arbeit von innen nach außen: Der tageslichtdurchflutete Eclipse-Campus in Düsseldorf ist eröffnet

Amsterdam (pm) – Eclipse ist ein neuer vertikaler Arbeitscampus am Kennedydamm in Düsseldorf, der für die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland entworfen wurde. Der äußerst nachhaltige Campus wurde in Zusammenarbeit zwischen UNStudio und dem deutschen Architekturbüro HPP Architects entworfen und von HPP Architects realisiert.

Das Hauptziel des Entwurfs für den Campus ist es, die Interaktion zu fördern und die Kreativität zu inspirieren, indem eine inspirierende und attraktive Arbeitsumgebung für die Talente von heute geschaffen wird.

Das 60 Meter hohe Gebäude bietet ca. 27.000 m2 lichtdurchflutete, zeitgemäße Büroflächen mit ca. 1.200 Arbeitsplätzen. Darüber hinaus befinden sich im Inneren, das sich über 16 Stockwerke erstreckt, inspirierende Kommunikations- und Erlebnisbereiche, während lebendige Atrien das kommunikative Rückgrat des Gebäudes bilden. Die Gesamtvision für diesen vertikalen Campus ist von Transparenz und einer offenen Geste gegenüber der umliegenden Nachbarschaft geprägt.

Der Turm folgt der Form des Geländes mit einem dreieckigen Grundriss und steht auf einem zweigeschossigen Podium, während zwei Untergeschosse den Serviceeingang, die Anlieferung, Parkplätze für 455 Fahrzeuge und einen Fahrradkeller mit 200 Stellplätzen beherbergen.

360-Grad-Fassade

Mit seiner 360-Grad-Fassade fügt sich das Eclipse sinnvoll in das bestehende Gelände ein: Die Nordfassade ist parallel zum Kennedydamm angeordnet, um sich an der Hauptroute in die Düsseldorfer Innenstadt auszurichten, während die Südfassade auf das benachbarte Hilton Hotel abgestimmt ist.

Das Podiumsgebäude mit seinem begehbaren Dachgarten ist direkt mit dem unteren Teil des Nachbargebäudes verbunden. Sowohl der Eclipse-Turm als auch das Hilton-Hotel rahmen den Dachgarten und den Haupteingang zum Eclipse ein.

Dieser Eingang wird zusätzlich durch einen diagonal gerahmten Rücksprung akzentuiert, der durch den Kontrast zwischen opaken und transparenten Teilen der Fassade hervorgehoben wird.

Um den Haupteingang zu betonen und die Volumen des Podiums und des Turms zu unterscheiden, kragt die Spitze des Turms ca. 11 m über die Auffahrt aus. Das scheinbar schwebende Turmvolumen wird von einer dreidimensionalen V-förmigen Säule getragen.

Beim Betreten des Gebäudes gibt es einen fließenden Übergang vom Außenbereich zu einer einladenden Innenlobby, Konferenzräumen und einem Restaurantbereich. Hier sorgt ein zentral gelegenes Oberlicht für großzügiges Tageslicht und ermöglicht vertikale Ausblicke auf den südlichen Teil der Turmfassade.

Das Prinzip des Haupteingangs wiederholt sich an der Südfassade, um die Lobby mit der Konferenzterrasse auf der anderen Seite des Podiums zu verbinden.

3-dimensionale Helix

Das Rückgrat des vertikalen Campus, was die räumliche Organisation und die physische Verbindung der Programme betrifft, ist eine dreidimensionale Helix. Eine Reihe von Innenatriumräumen schraubt sich entlang der Fassade des Gebäudes nach oben. Sie verbindet verschiedene Büroprogramme und gipfelt in einem Panoramadachgarten, der für gesellschaftliche Veranstaltungen genutzt werden kann.

Im Gegensatz zum regelmäßigen Raster typischer Fassaden wird die Helixstruktur und ihre Wirkung, die Programme vertikal zu bündeln, von außen sichtbar gemacht. Großflächige und schlichte Fassadenteile verdeutlichen die Volumina der Atriumprogramme nach außen. Ein höherer Grad an Transparenz in den Fassaden macht die Lage, den Umfang und das Aktivitätsniveau der dahinter liegenden Programme von außen ablesbar, während die Atriumfassaden von innen heraus malerische Ausblicke auf die umliegende Stadt einrahmen.

Flexible Organisation

Bei der Organisation der einzelnen Grundrisse bilden die Atriumflächen wichtige Ziele für Sonderprogramm, Verbindung und Orientierung. Neben der Bereitstellung von Einzelarbeitsplätzen im gesamten Gebäude beherbergen die Atrien kollaborative, informelle Arbeitsräume und Breakout-Bereiche für Begegnungen, Meetings und Kaffeepausen.

In der Organisation der einzelnen Grundrisse bilden die Atriumräume wichtige Ziele für Sonderprogramm, Verbindung und Orientierung. Neben der Bereitstellung von Einzelarbeitsplätzen im gesamten Gebäude beherbergen die Atrien kollaborative, informelle Arbeitsräume und Breakout-Bereiche für Begegnungen, Meetings und Kaffeepausen.

Die Einzelbüros haben einen hervorragenden Tageslichtzugang und sind sehr flexibel. Sie sind so konzipiert, dass sie sich in Landschaftsbüros, Zellenbüros oder eine Mischung aus beidem verwandeln lassen. Hier werden fokussierte, spezialisierte, ungestörte und eventuell vertrauliche Arbeitsabläufe unterstützt.

Als ergänzende Strategie führen die Atriumräume die Idee eines vertikalen Campus der Verbindung, Zusammenarbeit und Kommunikation ein. Hier soll die Rationalität der Büroeffizienz mit einem sozialen Mehrwert kombiniert werden, um das Arbeitsumfeld für alle Mitarbeiter sozial, sinnvoll und gesund zu gestalten.

Nachhaltigkeit

Für Eclipse ist nicht nur eine DGNB-Platin-Zertifizierung geplant, sondern auch ein DGNB-Diamant: die höchste Auszeichnung für Design und Baukulturqualität.

Zusätzlich zu den passiven nachhaltigen Maßnahmen, die bei der Planung ergriffen wurden, wird das Eclipse mit der „Smart Engine“-Technologie ausgestattet sein. Diese Technologie wird durch Sensoren gesteuert, die eine Vielzahl von Funktionen verwalten. Tageslicht, Kunstlicht und Raumbelüftung werden durch die Anwesenheit des Menschen gesteuert. Ermöglicht wird dies durch 2.000 Sensoren, die in Echtzeit Daten sammeln und an die ©smartengine übermitteln. Auf diese Weise können in einem Gebäude dieser Größe bis zu 200 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden, was Eclipse zu einem besonders nachhaltigen Bürogebäude macht.

Mit über 200 Fahrradstellplätzen und Ladestationen für E-Autos trägt das Gebäude auch zur urbanen Mobilität der Zukunft bei. In den Innenräumen wird abwechselnd in Zellenbüros konzentriert gearbeitet, während Aufenthaltszonen als Treffpunkte dienen. Die Grundrisse sind flexibel und umkehrbar und können so auf zukünftige Anforderungen reagieren.

Quelle: UNStudio