14. Juni 2021

Amerigo-Vespucci-Platz: Der größte Platz der HafenCity ist eröffnet

Visualisierung Amerigo-Vespucci-Platz in Hamburg (c) Atelier LOIDL

Hamburg (pm) – Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher hat den Amerigo-Vespucci-Platz im Quartier Elbbrücken im Beisein des Vorsitzenden der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH, Jürgen Bruns-Berentelg, sowie des Geschäftsführers von Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten, Felix Schwarz, eröffnet. Der Platz bildet den östlichen Abschluss der HafenCity als öffentlicher Raum und ist fast so groß wie der Rathausplatz. Rund um den Amerigo-Vespucci-Platz wächst in den kommenden Jahren das Quartier Elbbrücken in die Höhe, das mit hoch innovativen und nachhaltigen Gebäudekonzepten, fortschrittlichen Arbeitswelten und ambitioniertesten Wohnkonzepten Hamburgs „Zukunftslabor nachhaltigen Bauens“ ist. Nach einer 20-jährigen Planungs- und Baugeschichte ist die HafenCity jetzt im Osten an den Elbbrücken angekommen.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister: „Mit dem Amerigo-Vespucci-Platz erhält das Quartier Elbbrücken einen attraktiven Mittelpunkt für das öffentliche Leben in der HafenCity. Das Quartier Elbbrücken bietet Platz für rund 1.400 neue Wohnungen und 11.000 Arbeitsplätze – mit Blick auf die Elbe und direkter Anbindung an die U-Bahn. Zwanzig Jahre nach Beginn der ersten Bauarbeiten wird die HafenCity jetzt mit den Quartieren im Osten als Hamburgs jüngster und modernster Stadtteil fertiggestellt.“

Der Amerigo-Vespucci-Platz bildet das Kopfende des Baakenhafens und das stadträumliche Zentrum des Quartiers Elbbrücken. Mit einer leichten Neigung von drei Prozent (4 m Höhenunterschied) steigt der große Stadtplatz vom Hafenbecken langsam an und bietet unterschiedliche Perspektiven auf das Wasser und die umgebende Architektur. Die nahezu 10.000 m2 große Fläche wirkt mehr wie eine „Platzlandschaft“, die durch Stufen und Rampen sowie grüne blühende Inseln aus Rasenflächen, Stauden und insgesamt 87 Bäumen gegliedert ist. Der Amerigo-Vespucci-Platz wird optisch durch ein einheitliches Großsteinpflaster in Fischgrätmuster zusammengehalten. Dadurch entsteht ein robuster, auch für Veranstaltungen nutzbarer Stadtplatz, der im Zentrum frei bleibt für öffentliche Nutzungen und weite Blicke in die HafenCity erlaubt. Großzügige Holzsitzmöbel rund um die Vegetationsinseln sowie zahlreiche weitere Bänke und Stuhlgruppen schaffen Möglichkeiten zum Entspannen und Verweilen. Der Name des Platzes geht auf den italienischen Entdecker Amerigo Vespucci zurück, der im 15. Jahrhundert lebte.

Den Entwurf für den Platz sowie die Promenaden und Freiflächen des gesamten Quartiers Elbbrücken lieferte das Büro Atelier LOIDL aus Berlin, das sich im freiraumplanerischen Wettbewerb im Jahre 2016 durchgesetzt hatte. Bauherrin ist die HafenCity Hamburg GmbH.

Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH:„2005 haben wir mit den Magellan-Terrassen den ersten Platz der HafenCity eröffnet. Jetzt, 2021, eröffnen wir den letzten und größten Platz der HafenCity. Plätze und grüne Räume waren immer die Vorreiter, bevor die Menschen kamen – auch weil die Menschen wohnen und die Atmosphäre spüren wollen, die ihnen ein Ort bietet. Vom Amerigo-Vespucci-Platz erschließt sich ein grandioser Blick in die HafenCity mit einer zentral gelegenen grünen Insel, dem Baakenpark. Nach Osten kulminiert das bauliche Zentrum an den Elbbrücken – im Sinne eines Höhepunkts – im Elbtower. Mit dem Amerigo-Vespucci-Platz ist ein sorgfältiger, schöner Platz entstanden, der gleichzeitig verschiedene Teile der HafenCity und ihre Besucher:innen, Beschäftigte und Bewohner:innen zusammenbringt.“

Felix Schwarz, Geschäftsführung von Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten, erläutert die Entwurfsidee des Amerigo-Vespucci-Platzes: „Der Amerigo–Vespucci-Platz verbindet die Kaipromenaden entlang des Hafenbeckens Baakenhafen mit der hochwassergeschützten Lage der Gebäude an der Zweibrückenstraße. Die größte Herausforderung bei der Gestaltung des Amerigo-Vespucci-Platzes war der Umgang mit dem ungefähr 4 Meter großen Höhenunterschied zwischen diesen Stadträumen. Wir haben diese Aufgabe dadurch gelöst, dass wir den Platz als eine große, leicht geneigte Ebene zwischen den beiden Höhen aufgespannt haben. Auf diese Weise verbinden sich spielerisch die unterschiedlich hoch gelegenen Stadträume miteinander, die räumliche Trennung zwischen den Promenaden und der Warftebene wird aufgelöst. Durch das Absenken der Platzmitte schälen sich an den Rändern langsam die Warftmauern heraus, die ja auch das Hafenbecken entlang der Kaipromenaden signifikant prägen. Der Amerigo-Vespucci–Platz wird zum identitätsstiftenden Moment am östlichen Entree der HafenCity und zur Aneignungsfläche für die unterschiedlichsten Nutzergruppen und Akteure.“

Das Quartier Elbbrücken – Zukunftslabor des Nachhaltigen Bauens

Ein Treffpunkt für Menschen aus aller Welt – aber auch ein Innovationsquartier für nachhaltiges Bauen, fortschrittliche Arbeitswelten, digitale Gebäude, unterschiedlichste Wohnkonzepte und neue Formen der Mobilität: Das Quartier Elbbrücken. Neben dem Überseequartier ist es das zweite urbane Zentrum der HafenCity. In wenigen Jahren werden hier spektakuläre Hochhäuser den neu eröffneten Amerigo-Vespucci-Platz umrahmen. Die Vorhaben, die weitgehend im Bau oder an Bauherrinnen und Bauherrn anhand gegeben sind, sind allesamt eindrucksvolle Beispiele innovativer Gebäudekonzepte. Das 18-geschossige Holzhochhaus „Roots“ gehört ebenso dazu wie die beiden Smart Buildings „EDGE Elbside Hamburg“ (künftig Vattenfall-Zentrale) und „EDGE HafenCity Hamburg“ sowie das Cradle-to-Cradle-Gebäude „Moringa“. Mit rund 560.000 m2 Bruttogrundfläche bietet das Quartier das Potenzial für etwa 11.000 Arbeitsplätze, die sich auf Großunternehmen sowie kleinere Geschäfte und Start-ups verteilen. Daneben entstehen rund 1.400 Wohnungen, die mit gefördertem Wohnraum zur Entspannung des Mietmarktes und Diversität des Viertels beitragen.

Für die effiziente und nachhaltige Verkehrsanbindung des Quartiers Elbbrücken werden vor allem klimaschonende Formen der Mobilität gefördert: Nicht nur der 2019 fertiggestellte S- und U-Bahnhof Elbbrücken, sondern auch zahlreiche Fahrradstellplätze sowie Europas größtes quartiersbezogenes Innovationsvorhaben für Carsharing und Elektromobilität setzen hier neue Standards. Zielsetzung ist nicht nur, die Nutzung privater Pkws deutlich zu reduzieren, sondern auch jedes einzelne Gebäude sowie das gesamte Quartier für die Nutzerinnen und Nutzer sozial und ökologisch attraktiv zu gestalten. In diesem Rahmen entstehen im Gebiet nur noch 40 Pkw-Stellplätze pro 100 Wohnungen – ein Drittel davon wird Teil eines Carsharing-Systems, das bis 2025 ausschließlich aus Elektromobilen bestehen soll. Die HafenCity setzt mit dem Quartier Elbbrücken deutliche Akzente in Bezug auf Nachhaltigkeit und technische Innovationen – und gibt ein Versprechen für das Klima und die Zukunft der Stadt, das schon in wenigen Jahren eingelöst werden soll.

Weitere Informationen zum Platz und zum Quartier Elbbrücken finden Sie unter: https://www.hafencity.com/avp

Pressemitteilung: Hafen City Hamburg GmbH