1. Oktober 2022

Altflächen nutzen statt grüne Wiese bebauen

Erster Förderbescheid für nachhaltiges Flächenmanagement geht an die Hansestadt Lübeck

Kiel (pm) – Mit dem Projekt „Nachhaltiges Flächenmanagement“ bietet das Land Schleswig-Holstein jedem Kreis und jeder Kreisfreien Stadt an, bis Ende 2026 angemessene Personal- und Sachkosten für sogenannte Flächenmanager und -managerinnen zu finanzieren. Als erste Kommune erhält in dieser Woche die Hansestadt Lübeck dafür einen Förderbescheid in Höhe von 320.000,- Euro.

„Unsere Städte und Gemeinden brauchen geeignete Flächen für ihre Entwicklung und Ansiedlungsmöglichkeiten für Gewerbebetriebe. Zugleich wollen wir unsere Freiflächen möglichst erhalten. Deshalb wollen wir Altflächen nutzen statt grüne Wiesen zu bebauen. Und dafür sollen unsere Flächenmanager und -managerinnen sorgen“, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack in Kiel.

Es gebe in Schleswig-Holstein viele alte Industrieanlagen, Brachflächen, Baulücken und aufgegebene Kasernen. Aufgabe der Flächenmanager und -managerinnen werde es sein, diese Potenzialflächen zu identifizieren und wieder an den Markt zu bringen. „Damit können wir große Wachstumspotenziale in den Kommunen entfalten, ohne Böden neu zu versiegeln“, so die Ministerin.

Insgesamt 30 Millionen Euro stellt das Land für Förderprogramme und Beratung der Kommunen bis 2026 zu Verfügung. „Ein wesentlicher Baustein ist der Aufbau eines Netzwerkes kommunaler und regionaler Flächenmanagerinnen und -manager. Ich freue mich, dass wir mit der Förderung der ersten Stelle in Lübeck jetzt loslegen“, so die Ministerin.

Darüber hinaus würden Städten und Gemeinden Fördermittel zur Verfügung gestellt, um die ermittelten Flächen auch zu entwickeln. Parallel werde ein „Baulandfonds“ aufgestellt, um Kommunen beispielsweise beim Kauf von Grundstücken zur Schließung von Baulücken oder bei der Nutzbarmachung alter Industriebrachen zu unterstützen. Hierzu wird ein Kreditvolumen von bis zu 100 Millionen Euro bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein zur Verfügung gestellt.

Pressemitteilung: Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung