7. Dezember 2021

AIV-Schinkel-Wettbewerb „grossWEST“: Preisträger*innen stehen fest

14 Arbeiten junger Planer*innen mit Ideen für den Berliner Westhafen und Großmarkt ausgezeichnet

Berlin (pm) – Die Preisträger*innen des 166. AIV-Schinkel-Wettbewerbes stehen fest. Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) hat den Förderwettbewerb für junge Leute bis 35 Jahre dieses Mal ausgelobt, um neue Ideen für den Berliner Westhafen und Großmarkt unter dem Titel „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“ zu finden.

Die Aufgabenstellungen für die Teilnehmer*innen wurden in den Fachsparten Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung, konstruktiver Ingenieurbau und Freie Kunst bearbeitet. Der Schinkel-Wettbewerb zählt zu den bekanntesten und ältesten deutschen Nachwuchspreisen. Insgesamt werden dieses Jahr Preisgelder in Höhe von fast 30.000 Euro vergeben.

Gesche Gerber und Ernst-Wolf Abée, Vorsitzende des AIV-Schinkel-Ausschusses: „Das Wettbewerbsgebiet liegt am Westhafenkanal zwischen Putlitzbrücke und Charlottenburger Verbindungskanal. Der Westhafen und der Berliner Großmarkt können als ´geheime Orte´ be­zeichnet werden. Trotz verkehrsgünstiger und relativ zentrumsnaher Lage sind die bau­­lichen Strukturen und die Bedeutung für die Ver- und Entsorgung der Stadt den meisten Berliner*innen unbekannt.“ Die Berliner Großmarkt Gesellschaft (BGM) wie auch die BEHALA als Betreiber des Westhafens sind bestrebt, die Wahrnehmung ihrer Einrichtungen in der Stadtgesell­schaft zu erhöhen. Das Hafenfest zum 100. Geburtstag ist für das Jahr 2023 vor­ge­sehen. Aufgrund der expandierenden Metropole stehen beide Landesbetriebe unter hohem Wachstumsdruck, zusätzliche Grundstücksflächen stehen jedoch nicht zur Verfügung. Aus den funktionalen, baulichen und logistischen Anforderungen der beiden Institutionen am gemeinsamen Standort und den Herausforderungen eines nachhaltigen Stadtumbaus entstehen vielfältige Fragestellungen, die es zu lösen galt.

Gerber: „Die hohe Komplexität des Ortes hat den Teilnehmer*innen einiges abverlangt, wohl aber auch motiviert. So gab es einige interdisziplinäre Gruppen, die die Aufgaben mehrerer Fachsparten bearbeitet haben und so das Planungsthema nahezu vollumfänglich angegangen sind.“

Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender, ergänzt: „Im Städtebau-Manifest für Berlin-Brandenburg, das der AIV aus dem Projekt ´Unvollendete Metropole´ entwickelt und gerade gemeinsam mit zehn weiteren Verbänden vorgestellt hat, haben wir genau das im Punkt 8 gefordert: Großprojekte sorgfältig mit der vorhandenen Stadt vernetzen! Die diesjährigen Arbeiten des Schinkel-Wettbewerbes zeigen durch die Weiterentwicklung von Berliner Großmarkt und Westhafen, wie das gehen kann.“

Eingegangen waren insgesamt 90 Beiträge von jungen Planer*innen, von denen 14 ausgezeichnet wurden. Abée: „Aufgrund der hohen Qualität der Beiträge, über die wir uns besonders gefreut haben, wurden in diesem Jahr neben den Preisen auch diverse Anerkennungen ausgesprochen.“

Die Aufgabe für den Schinkel-Wettbewerb 2022 wird zum Schinkel-Fest am 13. März verkündet.

Bildmaterial zu den Preisträger*innen: https://drive.google.com/drive/folders/1QZ7Yo-5WZ41iV9qdFCuXteK6295Mlf4Q?usp=sharing

Übersicht Preisträger*innen AIV-Schinkel-Wettbewerb:
(Die Jurybeschreibungen und -begründungen zu den Preisträger*innen des Schinkelpreises finden Sie anbei)

Fachsparte Architektur:

„BAUKREIS“: Schinkelpreis und Sonderpreis, gestiftet vom Verband Restaurator im Handwerk e.V.
Felix Hauff, René Dapperger (Universität Stuttgart)

(c) Felix Hauff, René Dapperger (Universität Stuttgart)

„Dock of Berlin“: 1. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV
Johanna Kuder, Judith Blatter, Katharina Straub (HTWG Konstanz)

(c) Johanna Kuder, Judith Blatter, Katharina Straub (HTWG Konstanz)

„Inkore Berlin”: 2. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV
Cornelius Menzel (TU Berlin)

(c) Cornelius Menzel (TU Berlin)

„GROSSWEST-AREAL“: 3. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV und Sonderpreis, gestiftet vom Verband Beratender Ingenieure (VBI), Landesgruppe Berlin-Brandenburg
Anna Kuretzky, Jonathan Schmalöer, Conrad Risch, Jonas Läufer (RWTH Aachen und TU München)

(c) Anna Kuretzky, Jonathan Schmalöer, Conrad Risch, Jonas Läufer (RWTH Aachen und TU München)

„Berlin between green”: 3. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV
Michelle Kaszàs, Tanyel Yelkenkayalar (HTWG Konstanz)

(c) Michelle Kaszàs, Tanyel Yelkenkayalar (HTWG Konstanz)
Fachsparte Städtebau:

 

„Drüber und Drunter“: Schinkelpreis und Reisestipendium der Hans-Joachim Pysall-Stiftung
Arne Markuske, Jonathan Hertling, Robert Ritzel (BTU Cottbus-Senftenberg, TU Berlin)

(c) Arne Markuske, Jonathan Hertling, Robert Ritzel (BTU Cottbus-Senftenberg, TU Berlin)

„großMARKT großSTADT“: Anerkennung
Jan Oliver Dröge-Rothaar (TU Dortmund)

(c) Jan Oliver Dröge-Rothaar (TU Dortmund)

„Weiche Schale, harter Kern“: Anerkennung
Benedict Hofmann, Isabel Ohorn, Simon  Denkinger (HTWG Konstanz)

(c) Benedict Hofmann, Isabel Ohorn, Simon Denkinger (HTWG Konstanz)

„EATucation“: Anerkennung
Mona Ebelt, (TH Köln)

(c) Mona Ebelt, (TH Köln)

Fachsparte Landschaftsarchitektur:

 

„terra.fluida.“: Schinkelpreis
Marcel Tröger, Magnus Hehlke (TU Berlin, University of Copenhagen)

(c) Marcel Tröger, Magnus Hehlke (TU Berlin, University of Copenhagen)

„Brücke der drei Ufer“: Anerkennung
Stephanie Hansen, Tim Keller (Beuth-Hochschule für Technik Berlin)

(c) Stephanie Hansen, Tim Keller (Beuth-Hochschule für Technik Berlin)

„StadtOuverture“: Anerkennung
Tobias Grünewald, Lorenza Manfredi, Jannis Schiefer (TU Berlin, Politecnico di Milano, Universität Kassel)

(c) Tobias Grünewald, Lorenza Manfredi, Jannis Schiefer (TU Berlin, Politecnico di Milano, Universität Kassel)

Fachsparte Konstruktiver Ingenieurbau:

„Weitblick“: Anerkennung
Paul Merz, Niklas Petersen, Sofia Moissiadis (TU Berlin)

(c) Paul Merz, Niklas Petersen, Sofia Moissiadis (TU Berlin)

Fachsparte Freie Kunst:

„Das Tau“: Anerkennung
Mario Lindner (BTU Cottbus)

(c) Mario Lindner (BTU Cottbus)

Pressemitteilung: Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.