3. Dezember 2022

AIV-Metropolenkonferenz London-Berlin am 20. Mai in Berlin-Oberschöneweide

Berlin (pm) – Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) führt im Rahmen seines Projektes „Unvollendete Metropole“ eine weitere internationale Metropolenkonferenz am 20. Mai von 16 bis 20 Uhr durch.

Die Konferenz „London-Berlin“ – nach „Moskau-Berlin“ sowie „Wien-Berlin“ die dritte in dieser Reihe – behandelt ein brisantes städtebauliches Thema: die rasante Veränderung von Stadtteilzentren und Einkaufsstraßen. London hat in den vergangenen 15 Jahren diverse Strategien entwickelt, um diese attraktiver und urbaner zu gestalten und auf den Wandel im Kaufverhalten der Menschen zu reagieren. Umgerechnet knapp 300 Millionen Euro wurden in eine Reihe von Programmen investiert, die auf die Regeneration und das Wirtschaftswachstum ausgelegt sind – für uns ein großes Potenzial zu diskutieren, was Berlin hier lernen kann und aber auch, welche Strategien hier möglicherweise nicht aufgehen. Welche Erfolge mit diesen Investitionen verbunden sind und wie die Öffentlichkeit den Wandel dort sieht, wird auf der Konferenz besprochen.

Auf der Metropolenkonferenz wird darüber hinaus erörtert, wie die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum, wie neue Arbeits- und Handelsformen in den Erdgeschossen oder der Abschied vom Auto zu einem positiven Wandel der Zentren beitragen.

Es diskutieren Experten aus London und Berlin, auf der Bühne sprechen u.a. Prof. Petra Kahlfeldt (Senatsbaudirektorin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen), Louise Duggan (Head of Regeneration London City Hall), Fiona Scott (Gort Scott Architects), Alpa Depani (Head of Design London Waltham Forest), Julian Lewis (East Architecture) und Elke Plate (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen).

Tobias Nöfer, AIV-Vorstandsvorsitzender: „Städtebau lebt und profitiert vom internationalen Austausch der Erfahrungen und Ideen. Berlin hat darin eine lange Tradition. Angesichts der großen städtebaulichen Zukunftsfragen braucht die Stadt allerdings neuen Schwung im internationalen Dialog und zielgerichtete Kooperationsprojekte. Genau zu wissen, wie anderswo in Europa Projekte gesteuert, wie alte und neue Zentren, Bahnprojekte und urbane Hauptstraßen, Parks und Industrieanlagen, vorhandene und neue Wohnquartiere zukunftsfähig gestaltet werden, ist hilfreich und wichtig.“

Vor diesem Hintergrund verknüpft die Ausstellung des AIV „Unvollendete Metropole“ nicht nur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Metropole, sondern zeigt auch, wie Paris, London, Moskau und Wien mit aktuellen und früheren Herausforderungen des Städtebaus umgehen. Wesentlicher Teil des Begleitprogramms des Projekts sind deshalb internationale Metropolenkonferenzen, zu denen Gäste aus der jeweiligen europäischen Hauptstadt eingeladen werden, um den Austausch mit aktuellen Themen zu vertiefen.

Die Konferenz, die sich an die Fachwelt genauso wie an die Bürgerinnen und Bürger von Berlin und Brandenburg richtet, findet in hybrider Form statt: vor Ort im Studio Behrensbau in Berlin-Oberschöneweide und im Stream unter unvollendete-metropole.de. Der Eintritt ist kostenlos nach Anmeldung auf www.unvollendete-metropole.de/veranstaltungen.

Die Teilnahme an der Veranstaltung wird von der Architektenkammer Berlin als Fortbildung anerkannt und mit zwei Unterrichtseinheiten bewertet. Die Bescheinigung ist für AIV Mitglieder kostenfrei, ansonsten fällt eine Bearbeitungsgebühr von 25 Euro an. Die Veranstaltung vor Ort findet unter den dann gültigen Bedingungen der SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Landes Berlins statt.

Pressemitteilung: Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg e.V.