18. April 2026

Agile Arbeitswelten mit Interface Bodenbelägen im Münchner SchauWerkRaum

Agile Arbeitswelten mit Interface Bodenbelägen im Münchner SchauWerkRaum
© Nikolay Kazakov

Krefeld (pm) – Im Münchner SchauWerkRaum verbinden sich Teppichfliesen und LVT von Interface zu einem flexiblen, kreislauffähigen Bodenkonzept.

Seit über 30 Jahren gestaltet S+W BüroRaumKultur innovative Arbeitswelten. Mit dem Umzug 2021 an den neuen Standort im Münchner Osten entstand der SchauWerkRaum. Dort wird eine moderne, inspirierende und attraktive Arbeitswelt erlebbar.

Im „FreiRaum“, einer flexibel nutzbaren Fläche für Mitarbeitende und Kunden, liegen seit dem Einzug ausschließlich Bodenbeläge von Interface. Bei der Neugestaltung im Jahr 2025 wurden einzelne Bereiche erneuert. Andere Flächen blieben erhalten. So ließ sich die Lebensdauer der Produkte bestmöglich verlängern. Auch die ausgebauten Teppichfliesen wurden weiterverwendet. Sie gingen im Sinne der Kreislaufwirtschaft an ReUse-Partner von Interface.

Flexible Arbeitswelten mit langlebigem Bodenkonzept

Die belastbare Basis aus Teppichfliesen und LVT blieb bestehen. Sie schafft ein Fundament für Kreativität und konzentriertes Arbeiten. Ziel des SchauWerkRaum ist es, funktionale und atmosphärisch stimmige Raumlösungen zu schaffen. Zugleich sollen die Flächen unterschiedliche Arbeitsweisen erlebbar machen.

Drei Jahre nach dem Bezug prüfte der Büroausstatter die Workshop- und Meetingfläche im ersten Obergeschoss kritisch. Die Mitarbeitenden analysierten den FreiRaum nach Funktionalität, Aufenthaltsqualität und Arbeitsanforderungen. Dabei zeigte sich, dass auch Teile des Bodenbelags ausgetauscht werden sollten. Der Belag war zu diesem Zeitpunkt rund fünf Jahre im Einsatz.
Die Lösung: Die Teppichfliesen wurden im Rahmen des Programms ReEntry zurückgenommen. Interface bietet dafür eine 15-jährige Herstellergarantie. Damit sollte die Wiederverwendung der Produkte ermöglicht werden.

„Wir haben das Angebot von Interface genutzt, gebrauchte Bodenbeläge über ReEntry an soziale Einrichtungen weiterzugeben“, erklärt Markus Gietl, Teil des fünfköpfigen SchauWerkRaum-Teams, das die innenarchitektonische Konzeption verantwortet. „Der konsequente Nachhaltigkeitsansatz des Herstellers, der das Lebensende seiner Produkte bereits in der Design- und Entwicklungsphase mitdenkt, hat uns von Anfang an überzeugt. Deshalb war für uns klar, dass wir auch bei der Überarbeitung wieder auf Produkte von Interface setzen würden. Seit acht Jahren arbeiten wir partnerschaftlich zusammen, und die Teppichfliesen haben sich im täglichen Einsatz bewährt – funktional wie gestalterisch.“

Ruhige Flächen für agile Arbeitswelten

Herzstück der Workshopfläche ist das knapp 130 Quadratmeter große „Spielfeld“. Dieser offene Bereich lässt sich je nach Nutzung schnell neu konfigurieren. Mobile Möblierung, variable Settings und unterschiedliche Zonen ermöglichen vertieftes Arbeiten. Gleichzeitig unterstützen sie kollaborative Formate und Präsentationen.

2025 wurde das „Spielfeld“ mit der Teppichfliese Step it Up aus der Kollektion Look Both Ways in der Farbe Alba neu ausgestattet. Ziel war es, trotz der kompakten Fläche mehr Ruhe in den Raum zu bringen. „Obwohl der Boden einfarbig wirkt, hat er eine natürliche Anmutung und strahlt etwas Lebendiges aus“, so Markus Gietl.

Die für ihn ausschlaggebende Körnung wurde im Vorfeld intensiv anhand von Mustern geprüft. Entscheidend war zudem, dass in der Fläche nicht die einzelne Fliese wahrgenommen wird. Vielmehr sollte der Eindruck einer durchgängigen, homogenen Optik entstehen.

Unterstützt wurde der Entscheidungsprozess durch das Concept Design Team von Interface. „Wir haben uns zwar für ein neutraleres Konzept entschieden, der Blick von außen war jedoch sehr hilfreich. Auf diese Expertise zurückgreifen zu können, ist sehr wertvoll“, betont Markus Gietl.

Der urbane Beigeton bildet heute die Grundlage für wechselnde Möblierungs- und Farbkonzepte. Außerdem ist das Konzept bewusst langfristig angelegt. Auch die neue, teilweise mobile Sitz-Tribüne wurde mit demselben Produkt versehen. „Dadurch entsteht eine gewisse Durchgängigkeit, wie eine Landschaft im Raum, die aus dem Boden wächst.“

Seit der Neugestaltung wird das Spielfeld verstärkt als Meeting-Ort genutzt. Es bietet Platz für bis zu 30 Personen. Zudem wird die Fläche von Kundenseite besonders positiv wahrgenommen.
Im angrenzenden offenen Küchenbereich blieb der 2021 verlegte LVT-Bodenbelag Textured Stones in der Farbe Medium Concrete erhalten. Die Steinoptik setzt bewusst einen robusteren Kontrast zur textilen Fläche. Dennoch fügt sie sich farblich nahtlos in das Gesamtkonzept ein.

Als erste LVT-Kollektion von Interface wurde Level Set für die Kombination mit Teppichfliesen entwickelt. Sie kommt ohne Übergangsschienen aus und nutzt identische Formate. So entsteht ein durchgängiges Bodensystem. Dadurch erfüllt es funktionale Anforderungen und schafft zugleich maximale gestalterische Freiheit.

Organische Zonen und gezielte Farbakzente

Ergänzend zum Spielfeld bietet der FreiRaum zwei separat nutzbare Meetingräume. Hinzu kommen das „Arbeitszimmer“, das „Esszimmer“ und ein Ruheraum. Damit unterstreicht die Fläche den Anspruch eines ganzheitlichen Arbeitsumfelds.

Im Arbeitszimmer setzen ein kräftiges Weinrot, ein leuchtender Korallenton und ein zartes Puderrosa Kontrastpunkte zum neutralen Spielfeld. Hier wurden die Teppichfliese Step it Up in den Farben Coralite und Wine sowie das Design Touch & Tones II 103 in Blush eingesetzt. So konnte das ursprüngliche Farbkonzept des Arbeitszimmers beibehalten werden.

Das umfassende Portfolio von Interface umfasst verschiedene Rottöne in unterschiedlichen Designs. Markus Gietl betont: „Die Kombination aus farblich zurückhaltenden Flächen und gezielt eingesetzten Rottönen schafft eine inspirierende Atmosphäre und erfüllt zugleich funktionale Anforderungen wie Zonierung, Orientierung und differenzierte Nutzung der Räume.“

Im Esszimmer und im Ruheraum dominieren dezente Grautöne. Dadurch entsteht eine ruhige und fokussierte Umgebung. Hier kommen Teppichfliesen zum Einsatz, die bereits 2021 verlegt wurden und bei der Neugestaltung erhalten blieben. Die organischen Muster aus den Kollektionen Touch and Tones und Human Nature unterstützen eine natürliche, harmonische Raumwirkung.

ReEntry stärkt die Kreislaufwirtschaft

Beim Rückbau der gebrauchten Interface Teppichfliesen kam das Rücknahmeprogramm ReEntry zum Einsatz. Rund 150 Quadratmeter aus der Kollektion Human Connections gingen zur weiteren Vermittlung an Netz-Werk e.V. Mittweida im Landkreis Mittelsachsen.

Für gut erhaltene Bodenbeläge findet der sozialwirtschaftliche Partner von Interface immer eine Wiederverwendung. „Einige Teppichfliesen verlegen wir am eigenen Standort, andere geben wir an unsere Sozialkaufhäuser weiter“, erklärt Rico Meyer, Projektverantwortlicher des Vereins. „Alle gebrauchten Bodenbeläge finden damit einen sinnvollen Einsatz und kommen den Menschen zugute, die ihn wirklich benötigen.“

Das ReEntry-Programm von Interface existiert bereits seit 1995. Es verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für Kreislaufwirtschaft. Das vorrangige Ziel ist die Wiederverwendung gebrauchter Teppichfliesen. Lässt ihr Zustand das nicht zu, werden die Materialien recycelt.

Die textilen Bodenbeläge von Interface enthalten mit den Rückenkonstruktionen CQuest™Bio und CQuest™BioX durchschnittlich 88 Prozent recycelte und biobasierte Materialien. Dadurch sinkt der CO2-Fußabdruck. Das Programm geht weit über die reine Rücknahme hinaus. Denn es berücksichtigt Materialeinsatz, CO2-Speicherung und Produktlebensende. Durch die Säulen ReUse, ReCycling und ReCover werden gebrauchte Produkte sozial, ökologisch und ökonomisch sinnvoll weitergenutzt, recycelt oder energetisch verwertet.

Quelle: Sympra GmbH (GPRA)