5. November 2026

Campus Technik der Universität Innsbruck wächst weiter

TVFA-Prüfhalle Innsbruck: Neubau für 16,2 Millionen Euro
© F70architekten

Innsbruck (pm) – Es startet die Erweiterung der Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt (TVFA) der Universität Innsbruck am Campus Technikerstraße. Die Bundesimmobiliengesellschaft errichtet eine neue Prüfhalle mit angeschlossenem Laborgebäude für die Universität Innsbruck. Mit dem Neubau werden die räumlichen Voraussetzungen geschaffen, um experimentelle Forschung, Prüfleistungen und Zertifizierungen durchführen zu können.

„Forschung braucht auch exzellente Infrastruktur. Mit diesem neuen Universitätsgebäude errichten wir räumliche und technische Voraussetzungen, damit die TVFA ihre Aufgaben in Forschung, Prüfung und Zertifizierung auch künftig unter konkurrenzfähigen Bedingungen wahrnehmen kann. Wir investieren rund 16,2 Millionen Euro und damit gezielt in den Wissenschaftsstandort Tirol. Als Bundesimmobiliengesellschaft schaffen wir die räumlichen Voraussetzungen dafür, dass Wissenschaft und Forschung beste Bedingungen vorfinden, um Innovationen voranzutreiben und Antworten auf die Herausforderungen von morgen zu entwickeln“, so Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft.

„Wir freuen uns, die leider aktuell beengten Raumverhältnisse unserer Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt mit diesem Zubau, um rund 1.800 m2 erweitern zu können. Diese Erweiterung ist für die Universität Innsbruck und besonders für die Fakultät für Technische Wissenschaften ein sehr bedeutender Schritt. Dies wird dadurch untermauert, dass dieses Bauvorhaben ein eigenfinanziertes Projekt ist, das heißt ein wesentlicher Anteil der Baukosten wird durch die Universität direkt aufgebracht“, Manfred Lechner, Vizerektor für Infrastruktur der Universität Innsbruck

„Wissenschaft und Versuch gehören zusammen. Die moderne Forschung führt täglich zu neuem Wissen – experimentelle Versuche wiederum machen diese neuen Erkenntnisse empirisch überprüfbar. Der Neubau der TVFA-Prüfhalle ist damit ein starkes Bekenntnis für die Zukunft des Forschungsstandorts Tirol und schafft an der Universität Innsbruck dringend benötigten Raum für Forschung am Puls der Zeit. Ich wünsche allen Beteiligten eine erfolgreiche Bauphase und freue mich darauf, wenn hier künftig noch größere Forschungsvorhaben – vor allem bei der Weiterentwicklung von Baumaterialien und im Bereich Ingenieurwesen – möglich werden“, so Cornelia Hagele, Landesrätin für Gesundheit, Pflege, Bildung, Wissenschaft und Forschung

„Diese Erweiterung der Technischen Versuchs- und Forschungsanstalt ist ein wichtiges Signal für den Wissenschafts- und Innovationsstandort Innsbruck. Mit dieser Investition werden die Technischen Wissenschaften an der Universität Innsbruck weiter gestärkt und es werden neue Möglichkeiten für den Wissenstransfer in die Wirtschaft und für kommende Generationen von Forscherinnen und Forschern geschaffen“, gratuliert die für Bildung zuständige Vizebürgermeisterin Elisabeth Mayr im Namen der Stadt Innsbruck.

Neue Infrastruktur für Forschung

Der Ausbau umfasst eine neue Prüfhalle sowie ein Laborgebäude, diese werden direkt an die bestehenden Prüf- und Laborflächen der TVFA angebunden. Die neue Prüfhalle ermöglicht eine flexible Nutzung und schafft optimale Voraussetzungen für unterschiedliche Anforderungen der experimentellen Forschung. Ergänzt wird sie durch moderne Laborflächen, die eine zeitgemäße Forschungs- und Prüfinfrastruktur gewährleisten.

Das Herzstück der Prüfhalle wird ein 6 mal 24 Meter großes Aufspannfeld sein, auf dem künftig konstruktive Ingenieurbauteile geprüft werden können, eine Krananlage ermöglicht die Handhabung großer und schwerer Versuchskörper. Zusätzlich wird eine Klimakammer eingerichtet, in der insbesondere Holzversuchskörper unter kontrollierten Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen konditioniert werden können.

Die Halle wird durch ein Laborgebäude ergänzt. Dieses wird direkt an die Prüfhalle sowie an den bestehenden Labortrakt der Universität Innsbruck angebunden. Vorgesehen sind unter anderem Laborbereiche für experimentelle Untersuchungen, Messgeräte und Maschinen sowie moderne Arbeitsplätze. Die Fertigstellung ist für September 2027 vorgesehen.

Architektur mit klarer Verbindung von Funktion und Städtebau

Dem Projekt ist ein EU-weiter, offener, einstufiger Realisierungswettbewerb vorausgegangen. Das Preisgericht zeichnete das Architekturbüro F70architekten in Innsbruck mit dem 1. Preis aus. Das Siegerprojekt überzeugt durch die klare Verbindung von Funktionalität und Städtebau. Der neue Baukörper fügt sich in den Campus Technikerstraße der Universität Innsbruck ein. Das Universitätsgebäude wurde nach dem vorgegebenen Energiestandard klimaaktiv GOLD geplant.

Quelle: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.