Düsseldorf (pm) – GROHE, eine führende globale Marke für ganzheitliche Badlösungen und Küchenarmaturen, hat den Gewinner des GROHE Water Prize 2026 im Rahmen des World Architecture Festivals (WAF) bekannt gegeben. Das Festival findet in diesem Jahr vom 18. bis zum 20. November in Fort Lauderdale, Florida, statt.
Ein Team der Carnegie Mellon University School of Architecture unter der Leitung von Associate Professor und Lead Researcher Laura Garófalo wurde mit dem 10.000-Pfund-Preis für das Projekt „Bio-inspired Architectural Terracotta for Sustainable Water Harvesting“ ausgezeichnet. Das Projekt zielt darauf ab, die eigenständige Wasserversorgung von Gemeinden in trockenen, nebelreichen Regionen voranzutreiben. Dabei verbindet das Projekt traditionelle keramische Handwerkskunst mit digitaler Fertigung und Oberflächenphysik. Zum Einsatz kommen modulare Terrakottafliesen zur Gewinnung von Wasser aus Nebel. Inspiriert von der Struktur von Blattadern und dem Nebeltrinker-Käfer aus der Namib-Wüste, kombinieren die Fliesen hydrophile (wasseranziehende) Tonspitzen mit hydrophoben (wasserabweisenden), glasierten Rillen. Auf diese Weise fangen sie den Nebel bis zu 400 Prozent effizienter ein als herkömmliche, flache Oberflächen.
Als feste, mineralbasierte Alternative zu herkömmlichen Kunststoffnetzen vermeidet das Terrakotta-Konzept die Entstehung von Mikroplastik und überzeugt durch einen deutlich kleineren CO2-Fußabdruck. Das System ist für die künftige Integration in Gebäude- und vorgehängte Fassadensysteme konzipiert. Die Forschung zeigt eindrucksvoll, wie Außenwände eines Tages als langlebige, dezentrale Anlagen zur Süßwassergewinnung fungieren könnten, die sowohl die lokale Gesundheit als auch die Klimaresilienz stärken.
Über das Gewinnerprojekt sagt Patrick Speck, Leader, LIXIL Global Design, Europe & Americas und Jurymitglied des GROHE Water Prize: „Wir bei GROHE sind davon überzeugt, dass der zukünftige Umgang mit Wasser ein Umdenken darüber erfordert, wie unsere Architektur und Infrastruktur mit natürlichen Ressourcen interagieren. Indem dieses Projekt eine Gebäudefassade in eine aktive Anlage zur Wassergewinnung verwandelt, verkörpert es das Designethos von GROHE: Natur-inspiriertes Design, Materialhandwerk und die konsequente Ausrichtung auf den Menschen fließen hier zusammen, um unser Erlebnis mit Wasser neu zu gestalten.“
„Die Auszeichnung mit dem GROHE Water Prize ist eine große Ehre und von entscheidender Bedeutung für die Weiterentwicklung unseres natur-inspirierten Fassadensystems aus Terrakotta“, erklärt Laura Garófalo, Associate Professor an der Carnegie Mellon University. „Damit können wir den Schritt von der reinen Materialerprobung hin zu einer skalierbaren architektonischen Anwendung für die nachhaltige Wassergewinnung vollziehen. Wir danken GROHE für die Würdigung des Potenzials von Design und Architektur zur Bewältigung wachsender Herausforderungen rund um das Thema Wasser.“
Paul Finch, Programmdirektor des World Architecture Festival und ebenfalls Jurymitglied, fügt hinzu: „Wie immer war es eine große Freude, die diesjährigen Einreichungen zu sichten, und wir beglückwünschen GROHE zur kontinuierlichen Unterstützung dieses Forschungspreises. Das diesjährige herausragende Gewinnerprojekt bietet einen brillanten Ansatz zur Gewinnung von Wasser aus Nebel – eine Forschung mit dem klaren Potenzial, zahlreichen Regionen weltweit zu helfen. Es ist besonders passend, dass eine solche Idee gerade in dem Jahr entsteht, in dem das WAF bei seinem Festival in Fort Lauderdale das Leitthema ‚Wasser‘ in den Fokus rückt. Wir freuen uns sehr auf die Projektpräsentation am Donnerstag, den 19. November, auf der Festival Hall Stage.“
Innovative Lösungen: Herausragende Finalisten
Jede der mehr als 50 Einreichungen für den diesjährigen Preis untersuchte durch innovatives, zukunftsorientiertes Design die sich wandelnde Beziehung zwischen Wasser, Architektur und Gemeinschaft. Die Projekte auf der Shortlist zeigten eine bemerkenswerte Bandbreite an Ideen. Zu den herausragenden Finalisten in diesem Jahr gehörten:
- Projecto Vito Volcanic Catchment: Eine energieautarke („off-grid“) Station für den Meeresschutz auf Fogo Island. Das Gebäude nutzt gewölbte Ziegeldachlandschaften als primäres System zur Regen- und Nebelwassergewinnung in einer Region völlig ohne oberirdisches Süßwasservorkommen. Eingereicht von Studio Ma in Zusammenarbeit mit der NGO Associação Projecto Vitó (Leitende Forscherin: Christiana Moss, FAIA).
- Glasgow Bath Commons: Ein Umnutzungsprojekt, das einen stillgelegten Eisenbahnviadukt und eine Kirche in eine gemeinschaftliche Wasserressource verwandelt. Das Konzept integriert Regenwassernutzung, Wärmerückgewinnung und öffentliche Badekultur. Eingereicht von Lap Shing Sy.
- Lo—TEK Water: A Field Guide for TEKnology: Angewandte Forschung zur Unterstützung des Miccosukee–ReefLine Biocultural Stewardship Corridor in Miami Beach. Das Projekt verbindet öffentliche Unterwasser-Riffinfrastruktur mit indigenen Co-Governance-Modellen. Eingereicht von Julia Watson.
Seit 2017 fördert der GROHE Water Prize innovative Projekte, die sich globalen Herausforderungen rund um das Thema Wasser widmen. Damit unterstreicht die Auszeichnung das transformative Potenzial von wasserbewusster Architektur. Gleichzeitig spiegelt dieses Engagement die zentralen Werte von GROHE wider: die Verbindung von nachhaltiger Innovation, herausragendem Design, fortschrittlicher Technologie und beständiger Qualität, um den Alltag der Menschen zu bereichern und dazu beizutragen, eine der wertvollsten Ressourcen unseres Planeten zu schützen.
Quelle: GROHE