30. Oktober 2026

System 65: Schlanke Klinkerfassade mit über 30 Prozent weniger CO₂ pro Quadratmeter Fassade

System 65: Klinkerfassade mit über 30 % weniger CO₂
Die deutliche Reduktion in der Tiefe führen beim neuen Format System 65 zu rund 37,5 % Materialersparnis pro Quadratmeter Fassade. © Hagemeister GmbH & Co. KG

Nottuln (pm) – Gutes Design bedeutet heute mehr denn je, verantwortungsbewusst mit Ressourcen umzugehen. Passend zu diesem Leitgedanken rücken Klinker mit reduzierter Materialstärke in den Fokus der Architektur: Sie sparen Rohstoffe ein und reduzieren den CO2-Fußabdruck in der Herstellung, bezogen auf einen Quadratmeter Fassadenfläche, um mehr als 30 Prozent gegenüber der Verwendung des Normalformats. Mit dem System 65 bietet das Klinkerwerk Hagemeister eine Lösung an, die sich international bereits seit vielen Jahren bewährt. Durch die erfolgte allgemeine Bauartgenehmigung (Z-17.5-1290) des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) können Planende die Klinker nun auch in Deutschland verbindlich und normiert für zweischalige Wände nutzen.

Das System 65 optimiert die Klinkerfassade dort, wo es nicht unmittelbar zu sehen ist: in der Tiefe. Statt der üblichen 115 Millimeter misst der Stein hier lediglich 65 Millimeter. Eine tragende Aufgabe erfüllt die äußere Schale einer zweischaligen Wand ohnehin nicht – vor Wind und Wetter schützt sie das Gebäude auch mit reduzierter Stärke. Optisch bleibt die Klinkerfassade gewohnt hochwertig.

Materialeffizienz und planerische Freiheit

„Das System 65 ist unsere Antwort auf die Frage, wie wir Ästhetik und Ressourcenschonung sinnvoll vereinen können“, sagt Johannes Beusker, Leitung Marketing und Produktmanagement bei Hagemeister. Die deutliche Reduktion in der Tiefe führt zu rund 37,5 % Materialersparnis pro Quadratmeter Fassade und senkt den CO₂-Ausstoß in der Produktion ebenfalls um mehr als 30 Prozent. Zudem kann das geringere Gewicht die Logistikbilanz verbessern, da entsprechend mehr Quadratmeter Fassade pro Lkw transportiert werden können. Architektonisch bietet der gewonnene Raum zusätzliche Flexibilität und ein Plus an wertvoller Innenraumfläche. Die Vorteile setzen sich bis zum Ende des Planungs- und Bauprozesses fort, Verarbeitende profitieren ebenfalls vom geringeren Gewicht.

Projekt-Sicherheit durch langjährige Expertise

Dass diese ressourceneffiziente Bauweise nun bereit für den breiten Einsatz im deutschen Markt ist, basiert auf einer Initiative des Fachverbandes Ziegelindustrie Nord e.V. Während die neue allgemeine Bauartgenehmigung des DIBt den Weg für die gesamte Branche hierzulande ebnet, greift Hagemeister auf einen Erfahrungsschatz zurück, der über Jahrzehnte in internationalen Projekten gewachsen ist.

In Märkten wie den Niederlanden oder Großbritannien gehört das schlanke Format bereits seit langem zum festen Repertoire des Klinkerwerks. „Diese gewachsene Expertise ermöglicht es uns, Architektinnen und Architekten eine besondere Sicherheit in der Planung und Ausführung zu bieten“, erklärt Beusker. „Wir produzieren dieses Format seit vielen Jahren und kennen jedes Detail – vom präzisen Brand im Ofen bis hin zum langfristigen Verhalten an der Fassade.“ Der DIBt-Bescheid schafft hierfür nun auch in Deutschland den verbindlichen Rahmen: Je nach Windlastzone erlaubt die Genehmigung den Einsatz an Gebäuden mit einer Höhe von bis zu 20 Metern. Spezielle Maueranker aus nichtrostendem Stahl stellen dabei die notwendige Stabilität sicher und koppeln die schlanke Fassade sicher mit der tragenden Innenschale.

Sortimentsvielfalt ohne Kompromisse

Ein Vorteil ist die enorme gestalterische Vielfalt: Hagemeister ist in der Lage, nahezu jede Sortierung – sei es Standard- oder kundenindividuelle Objektsortierung – als Klinker im Format System 65 umzusetzen. Um Projekten eine schnelle Realisierung zu ermöglichen, hält das Werk ein ausgewähltes Kernsortiment mit kurzfristiger Verfügbarkeit bereit. „Da wir die Materialreduktion rein über die Geometrie des Steins lösen, können Planerinnen und Planer aus dem Vollen schöpfen und ihre gestalterische Handschrift ohne Kompromisse umsetzen“, so Beusker.

Quelle: Hagemeister