Berlin. (pm) – Das Architekturbüro DMSW hat mit dem Wohnungsbauprojekt im Mi:elweg 8 in Berlin-Neukölln in der Kategorie „Best in Germany“ den Erich-Mendelsohn-Preis 2026 für Backstein-Architektur gewonnen. Prämiert wird die zeitgenössische Architektur des neu entstandenen Wohn- und Bürogebäudes, das den Baustoff Backstein in besonderer gestalterischer und konstrukRver Qualität einsetzt.
Die helle Klinkerfassade des monolithischen Baukörpers überzeugte die Jury. Materialität, KonstrukRon und Gestaltung verbinden sich zu einem klaren architektonischen Konzept. Das Projekt wurde als Nachverdichtung auf einem zuvor als unbebaubar geltenden Grundstück realisiert. Städtebauliche Vorgaben, der straßenseiRg auf dem Grundstück liegende öffentliche Abwasserkanal und Brandschutzanforderungen führten zu der markanten Gebäudekubatur . Das Projekt übersetzt komplexe Rahmenbedingungen in eine prägnante architektonische Figur und verdeutlicht, wie sich bezahlbarer Wohnraum in innerstädRschen Lagen ökologisch und wirtscha\lich sinnvoll realisieren lässt.
„Das Baugruppenhaus schließt eine Baulücke zwischen Häusern, die alle auf ihre Art stark von ihrer Zeit geprägt sind. Trotz schwierigem Grundstück und nöRger Brandwand gelingt es, eine klare Grundstücksgrenze zu bilden und den Block als Ganzes zu denken. Mit der dezenten, monolithischen Backsteinfassade erhält das Haus eine Materialität, die den Ton des Ortes tria. Somit liegt die Stärke des Projektes im Städtebaulichen, indem es den Raum weiterentwickelt und ihn sich zu eigen macht.“ – Statement der Jury.
Durchgesteckte Wohnungen mit flexiblen Grundrissen und großzügigen Loggien sowie vielfältige gemeinschaftliche Freiräume verbinden funktionale Qualität mit räumlicher Großzügigkeit. Die fast vollständig entsiegelten Außenbereiche und ein intensiv begrünter Dachgarten mit Regenspeicherung bieten vielfältige Aufenthaltsmöglichkeiten und ermöglichen die vollständige Versickerung des Niederschlags trotz geringer Fläche. So entsteht eine eigenständige, langlebige Architektur mit hohem baukulturellem Anspruch.
In der Kategorie „Best in Germany“ ist DMSW einer von drei Preisträgern, zusammen mit der Erweiterung der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln (ZILA) und dem Wiederaufbau der Maschinenzentralstation in Hamburg (BIWERMAU Architekten).
Seit 2008 würdigt der Erich-Mendelsohn-Preis die besten Bauten aus Backstein. Er wird alle drei Jahre in vier Kategorien von einer interdisziplinär besetzten Fachjury verliehen und prämiert Bauwerke weltweit.

DMSW
Gebäude von DMSW geben Antworten – Antworten auf Fragen der Zeit: Vom ersten Gedanken bis hin zur Planung und Umsetzung lässt sich das Team von DMSW von der Frage leiten, welche Bebauung, welche Landscha\ einem Ort gu:ut. Wissenscha\ tria dabei auf planerische Strategien und jahrelange Erfahrung.
DMSW betreut für private und öffentliche Au\raggeber:innen Prozesse in Architektur und Städtebau lückenlos, individuell und professionell. Das Spektrum reicht von Stadt und Region bis zu Gebäude und Detail. DMSW wurde 2004 von Julia Dahlhaus, Michael Müller, Philipp Wehage und Maria Simons als Bürogemeinscha\ gegründet und 2012 in eine Partnerscha\sgesellscha\ von Architekten überführt. Zurzeit besteht das Team neben drei Geschä\sführer:innen aus 32 qualifizierten Mitarbeitenden.
Quelle: DMSW