10. September 2026

Linck: KCAPs Entwurf schafft im Herzen von Oss eine Gemeinschaft

Rotterdam (abki) – Linck schafft ein Quartier mit 198 Wohnungen in einer gemeinsam genutzten grünen Landschaft in Oss in den Niederlanden. Ein Ensemble aus vier Gebäuden rahmt eine durchgängige öffentliche Landschaft. Im vierten Obergeschoss verbinden Brücken die Gebäude mit gemeinschaftlichen Dachterrassen, einer Gemeinschaftsküche und einem urbanen Gewächshaus. Mehr als die Hälfte der 198 Wohnungen sind Sozialwohnungen und verankern damit die demografische Vielfalt im Zentrum von Oss. Das Grundstück, ehemals ein oberirdischer Parkplatz, wird zum fehlenden Bindeglied zwischen dem Stadtzentrum und dem Kulturbezirk Raadhuiskwartier. Die Fertigstellung ist für 2028 vorgesehen.

Gemeinschaft und öffentlicher Freiraum

Linck setzt auf gemeinschaftlich genutzte Flächen: Der öffentlich zugängliche grüne Innenhof, die Gemeinschaftsküche, das urbane Gewächshaus und die gemeinschaftlichen Dachterrassen sind über Brücken verbunden. Hinzu kommen 950 m² Gewerbefläche.

108 von 198 Wohnungen sind Sozialwohnungen. Dazu kommen 52 Mietwohnungen im mittleren Segment, 10 Friends-Units und 28 Eigentumswohnungen. Die Mischung der Einkommensgruppen sichert langfristig die demografische Vielfalt.

Brücken verbinden Gebäude und Menschen

Der Entwurf schafft Bedingungen für Begegnung auf jeder Maßstabsebene. Auf Erdgeschossebene bildet die öffentliche Landschaft das soziale Zentrum des Blocks. Ein Kinderspielplatz und ein Sitzbereich unter einer Pergola ergänzen den Freiraum. Geschäfte, Cafés und Co-Working-Flächen im Erdgeschoss beleben den öffentlichen Gehweg und den Innenraum.

Im vierten Obergeschoss verbinden Brücken alle vier Gebäude. Sie ermöglichen jedem Bewohner den Zugang zu einer Gemeinschaftsküche, einem Spielzimmer, Fitnessdecks, Dachterrassen und einem urbanen Gewächshaus für Urban Farming und soziale Begegnung.

Urbaner Stadtrand, grüner Innenhof

Entlang der Raadhuislaan vervollständigt Linck den Stadtblock mit zwei Gebäuden entlang der Straßenkante. Ihre hellen Ziegelfassaden nehmen Bezug auf die bestehenden Gebäude in der Nachbarschaft. Loggien stärken den Charakter des Straßenraums, und ein 48 Meter hoher Turm gibt Linck eine klare Präsenz in der Stadt. Aktive Nutzungen im Erdgeschoss umfassen auf 950 m² Geschäfte, Cafés und Co-Working-Flächen.

Im Innenhof löst sich die Stadt in einen Garten auf. Die beiden Hofgebäude sind zurückgesetzt und terrassiert. Bambusverkleidungen, Kletterpflanzen an den Fassaden und Balkone orientieren sich zur gemeinsam genutzten Landschaft. Der Kontrast zwischen urbanem Außenraum und Garten im Inneren schafft unterschiedliche räumliche Erfahrungen innerhalb eines Quartiers.

Vielfältiger Wohnungsmix für eine wachsende Stadt

Linck begegnet dem Wohnungsmangel in Oss mit 198 Wohnungen in vier Gebäuden. Das Friends-Units-Konzept kombiniert private Schlafzimmer und Bäder mit gemeinsam genutzten Bereichen. Der Ansatz adressiert die Bezahlbarkeit von Wohnraum, begrenzte Flächen und soziale Isolation.

Niedriger CO₂-Ausstoß und biobasiertes Bauen

Linck erreicht einen MPG-Wert von 0,57 und liegt damit deutlich unter dem niederländischen gesetzlichen Höchstwert von 0,8. Der CO₂-Fußabdruck der grauen Emissionen beträgt 341 kg CO₂-Äq./m² BGF und liegt unter dem niederländischen Paris-Proof-Schwellenwert für den Wohnungsbau.

Die oberen Geschosse der beiden niedrigeren Baukörper werden mit Brettsperrholz (CLT) errichtet, das Kohlenstoff speichert. Höhe und Tragwerksgewicht wurden optimiert, um leichte Fundamente zu ermöglichen und Aushub sowie graue Emissionen an der Basis zu reduzieren. Der Turm verwendet Holz für seine Pavillon-Erweiterungen; Kalksandstein ersetzt dort, wo möglich, herkömmlichen Beton. Biobasierte Dämmung kommt durchgängig zum Einsatz, während Bambusverkleidungen die zur Landschaft orientierten Fassaden und aufgesetzten Baukörper abschließen.

Erdwärmepumpen sorgen ganzjährig für Heizung und Kühlung. Photovoltaikmodule erzeugen erneuerbaren Strom auf allen Dächern, und thermische Speicher puffern den Bedarf über den Tagesverlauf. Ein anpassbares Verschattungssystem, eine optimierte Fensteranordnung und helle Fassaden an sonnenexponierten Seiten reduzieren den Kühlbedarf im Sommer und unterstützen passiven solaren Wärmegewinn im Winter.

Klimaangepasste und naturinklusive Landschaft

Die Landschaftsplanung verwandelt den Innenhof in einen gemeinsam genutzten grünen Innenraum. Heimische Bepflanzung, Fassadenbegrünung und integrierte Nistmöglichkeiten stärken die urbane Biodiversität. Gründächer reduzieren die Hitzebelastung und schaffen Lebensräume für lokale Flora und Fauna. Regenwasser wird über Rinnen in Mulden durch den Innenhof geführt und vor Ort bewirtschaftet.

Der autofreie Innenbereich priorisiert Fuß- und Radverkehr. Verschattete Wege führen durch die Entwicklung und verbinden sie mit den umliegenden Straßen und dem nahe gelegenen Bahnhof. Das Parken ist auf 34 unterirdische, für Elektrofahrzeuge vorbereitete Stellplätze begrenzt; zusätzliche gemeinschaftlich genutzte Stellplätze stehen in einem nahe gelegenen Mobilitätshub zur Verfügung. Fahrradabstellanlagen sind an jedem Eingang gut zugänglich und prominent angeordnet.

KCAP entwarf im Auftrag der Gemeinde Oss außerdem die vollständige öffentliche Wegeverbindung vom Stadtzentrum zum Theaterviertel. Die Neugestaltung gibt eine Straße mit Durchgangsverkehr an Fußgänger und Radfahrer zurück und bindet Linck in das größere städtische Gefüge ein.

Quelle: KCAP · KI-gestützte Textaufbereitung · Redaktion: Architekturblatt