17. August 2026

Bürokratieabbau am Bau bis 2030? Hersteller der Branche winken frustriert ab

Düsseldorf (pm) – Er gehört zu den klaren Zielen der Bundesregierung und soll gerade auch in der Baubranche helfen, Abläufe zu straffen und das Bauvolumen zu befördern. Doch die Hersteller der Baustoff- und Installationsmaterialbranche setzen auf den Erfolg des Bürokratieabbaus wenig Hoffnung – jedenfalls dann, wenn es in dem bisherigen Tempo weitergeht. Das zeigen Ergebnisse der bald erscheinenden Marktstudie „Jahresanalyse 2026/2027“ von BauInfoConsult.

Der Bürokratieabbau in Deutschland ist eines der zentralen Projekte der Bundesregierung und betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche und Wirtschaftszweige. In der Baubranche geht es vor allem um eine Beschleunigung der behördlichen Genehmigungsprozesse, eine Vereinfachung der Regulierungen und Normen, die die Bauprojekte verlängern und verteuern und nicht zuletzt um eine Vereinheitlichung des Flickenteppichs an Bauordnungen, der den Einsatz skalierbarer Bauweisen und Technologien in Deutschland stark erschwert.

Mit der Bändigung der DIN-Normen und föderalen Regel-Verästelungen am Bau ist das Bundesbauministerium allerdings mit einer Herkulesaufgabe konfrontiert. Doch müsste es in einem Zeitrahmen von vier, fünf Jahren nicht eigentlich möglich sein, durch den Abbau bürokratischer Hürden die Bauleistung in Deutschland deutlich zu steigern?

Die Hersteller der Baubranche jedenfalls reagieren geradezu sarkastisch auf die Frage, dass das jetzige Tempo beim Bürokratieausbau ausreicht, um bis 20230 die deutsche Bauleistung zu steigern. Gerade einmal ein Sechstel kann sich das vorstellen (und überdies größtenteils nur eingeschränkt). Vier Fünftel halten diesen Zeitrahmen für äußerst unrealistisch –über die Hälfte der befragten Hersteller stimmt der Aussage ganz und gar nicht zu. Die wenigen Optimisten sind vor allem in den Reihen der Konzerne zu finden. Zum Teil weniger bürokratieabbauskeptische Segmente sind die Hersteller von Fenster und Türen sowie Dach, Außenwand und Heizung.

Quelle: BauInfoConsult GmbH