11. August 2026

Stationsgebäude Süd: Moderne Holzhybrid-Architektur für die Wiener Spitzenmedizin am Universitätsklinikum AKH Wien

Wien (pm) – Das Universitätsklinikum AKH Wien begrüßt ein neues, wegweisendes Bauwerk: 2026 wurde das Stationsgebäude Süd in Betrieb genommen. Zunächst werden temporär klinische Bereiche aus dem Haupthaus hierher ausgelagert, um notwendige Umbauarbeiten im Bettenhaus Ost in den nächsten Jahren durchführen zu können. Damit bleibt die Patient*innenversorgung auch während der Modernisierungsphase gesichert. Das Stationsgebäude Süd ist ein zentraler Baustein im umfassenden Modernisierungsprogramm des größten Gesundheitsstandort Österreichs, welches bis 2030 für eine leistungsfähige medizinische Versorgung, Forschung und Lehre abgeschlossen sein soll.

Das Projekt setzt neue Maßstäbe in modularer Holzhybrid-Konstruktion, Nachhaltigkeit und Flexibilität. Die Architekturplanung von Architects Collective ZT GmbH freut sich, die Inbetriebnahme dieses innovativen Gebäudes bekannt zu geben – ein Projekt das nicht nur mondernste funktionale Anforderungen erfüllt und das Wohlbefinden für Patient*innen und Personal unterstützt, sondern auch einen wertvollen Beitrag zu Wiens Kreislaufwirtschaft leistet.

Architektur, die verbindet: Holzhybrid-Konstruktion für modernste Versorgung

Das Stationsgebäude Süd überzeugt durch seine innovative Modulbauweise, in fast rekordverdächtiger Bauzeit wurde ein anspruchsvolles, komplexes Gebäude errichtet. Die Holzhybrid-Architektur besteht aus 112 von Lieb Bau Weiz vorgefertigten Holzmodulen, die in Sondertransporten aus Trofaiach nach Wien transportiert und in Millimeterarbeit zu einem viergeschossigen Gebäude mit modernsten Pflege- und Behandlungszimmern montiert wurden.

Jedes Modul umfasst ein 32 m² großes, schlüsselfertiges Zimmer – insgesamt umfasst der Holzhybridbau 46 Patient*innenzimmer mit 88 Betten, eine Tagesklinik sowie 45 Therapieräume auf einer Nutzfläche von 3.300 m².

Die Bauweise ermöglicht nicht nur eine kurze Bauzeit, sondern auch eine hohe Flexibilität für zukünftige Anpassungen bzw. eine hohe Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit der Module. Insgesamt wurden 2.260 m³ Holz verbaut, was den CO₂-Fußabdruck deutlich reduziert und eine besonders angenehme und natürliche Atmosphäre schafft.

Flexible Struktur mit Dauerqualität und höchsten Standards

Obwohl das Gebäude zunächst temporär für die flexible Nutzung während der Sanierung des Hauptgebäudes dient, erfüllt es alle strukturellen, brandschutztechnischen und hygienischen Anforderungen an dauerhaft genehmigte Krankenhäuser. Hervorzuheben ist die erfolgreiche Umsetzung des Brandschutzes in Holzmodulbauweise – eine Seltenheit im Krankenhausbau, die durch die enge Zusammenarbeit mit Hoyer Brandschutz gelungen ist. Die beiden Treppenhäuser wurden als Massivbauten errichtet, die Obergeschosse zur Gänze aus verschraubten Holzmodulen.

Nachhaltigkeit als Prinzip: Beitrag zu Wiens Kreislaufwirtschaft

Das Stationsgebäude Süd leistet einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft Wiens. Die modulare Bauweise ermöglicht es, das Gebäude nach Nutzung während der Umbauarbeiten am Haupthaus zu demontieren und an einem anderen Standort wieder aufzubauen, was für besondere Ressourcenschonung und Wiederverwendbarkeit steht. Das Projekt unterstreicht damit auch das Engagement des Universitätsklinikums AKH Wien und der Stadt Wien für nachhaltiges Bauen. Herwig Wetzlinger, Direktor des Universitätsklinikums AKH Wien, betont: „Mit der Holzmodulkonstruktion erreichen wir mehrere Ziele: kurze Bauzeit, hohe Langlebigkeit und nachhaltiges Bauen.“

„Das Stationsgebäude Süd zeigt, wie moderne Architektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Wir sind stolz darauf, mit diesem Projekt einen Beitrag zur Zukunft des Gesundheitswesens und der Kreislaufwirtschaft der Stadt Wien zu leisten.“
Andreas Frauscher, CEO & Partner Architects Collective

Quelle: Architects Collective ZT-GmbH